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Warnemünde: Leuchtturm feiert Doppeljubiläum

Bis zur Saisoneröffnung des Warnemünder Leuchtturms haben Alfred Rathmann, Wilfried Schroeder, Rüdiger Kohtz, Frank Mangelsdorf, Bernhard Autrum und Andreas Herpoldt noch alle Hände voll zu tun. Ab Ostersonnabend sind die 135 Stufen bis zur oberen Galerie wieder für den Besucherverkehr freigegeben.Bis zur Saisoneröffnung des Warnemünder Leuchtturms haben Alfred Rathmann, Wilfried Schroeder, Rüdiger Kohtz, Frank Mangelsdorf, Bernhard Autrum und Andreas Herpoldt noch alle Hände voll zu tun. Ab Ostersonnabend sind die 135 Stufen bis zur oberen Galerie wieder für den Besucherverkehr freigegeben.22. März 2018

Gleich zwei wichtige Jubiläen steuert der Warnemünder Leuchtturm in diesem Jahr an: Zum einen wird am 31. März um 11.00 Uhr die 25. Leuchtturmsaison eröffnet. Und dann steht ja noch der 120. Geburtstag des Warnemünder Wahrzeichens auf dem Veranstaltungskalender: Die Feierlichkeiten dazu sind für den 27. und 28. Juli geplant. Doch eins nach dem anderen…

Die Eröffnung der Leuchtturmsaison am Ostersonnabend zieht in Warnemünde so ziemlich alles an, was „Rang und Namen“ hat. Ein Muss also für echte Fans. Es musiziert der Shantychor De Klaashahns und die fachmännische Moderation übernimmt Horst Marx. Nach der etwa einstündigen Zeremonie ist der Leuchtturm, so das Wetter mitspielt, für den Besucherverkehr geöffnet. Das Wetter spielt in den kommenden Wochen, bis zum eigentlichen Start in die Hauptsaison, ohnehin noch eine gewichtige Rolle, denn zeigt es sich unwirtlich, ist der Turm nur eingeschränkt geöffnet.

Knapp 1.180 „Aufbaustunden“ werden die sieben ehrenamtlich tätigen Leuchtturmmänner insgesamt bis zum Ostersonnabend geleistet haben. „Neben den ‚normalen‘ Renovierungsarbeiten, wie das alljährliche Abschleifen und Streichen der Treppengeländer, musste in diesem Jahr oberhalb der ersten Galerie – dort hatte bedingt durch die Feuchtigkeit Schimmel und Moos angesetzt – großflächig gestrichen werden“, informiert Klaus Möller, Vorsitzender des Leuchtturmvereins. Um der Durchfeuchtung künftig vorzubeugen, plant der Verein gemeinsam mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA), als Eigentümer des Bauwerks, nach der Saison die Anschaffung einer Entfeuchtungsanlage. Die soll die Nässe aus dem Turm ziehen und mit der dabei entstehenden Abwärme während der kalten Jahreszeit auch noch heizen. „Es soll nicht warm, aber doch etwas beschlagen sein“, hofft der Leuchtturmchef. Entsprechende Angebote – es geht um eine Investition von etwa 30.000 Euro – werden gerade eingeholt. In diesem Zusammenhang lobt Möller nochmals die „exzellente Zusammenarbeit“ mit dem WSA.  

Noch während der Saison und bei laufendem Betrieb steht die Reparatur der verschlissenen oberen Plattform an. „Um die Ausbesserung mit einem Epoxidharz-Gemisch vornehmen zu können muss es mindestens zwölf Grad warm sein“, erklärt Möller. Davon sind wir allerdings weit entfernt. Noch ist unklar, ob während der einwöchigen Reparaturzeit nur die untere Galerie geöffnet sein wird, oder ob der Leuchtturm dann ganz und gar schließt.

Der heutige Leuchtturm in Warnemünde wurde 1898 in Betrieb genommen. Seit Februar 1994 wird er durch den gleichnamigen Förderverein bewirtschaftet. Der Turm ist 36,90 Meter hoch. 135 Stufen müssen Besucher bis zur oberen Galerie bewältigen. Alljährlich muten sich das etwa 65.000 Menschen zu. Die Warnemünder Leuchtturmsaison beginnt immer am Ostersonnabend und endet in der ersten Oktoberwoche. Zwölf ehrenamtlich tätige Leuchtturmmänner und zwei Springer gewähren im Schichtbetrieb Einlass und beantworten dabei geduldig die unzähligen Fragen der Gäste.  



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