Seenotretter: Alte Rettungswesten werden zu modischen Accessoires

Jörg Westphal (r.) begrüßt seine erste Kundin schon vor dem offiziellen Verkaufsstart: Kathrin und Florian Montwe aus Stuttgart besuchten heute zufällig das Seenotretter-Infozentrum in Warnemünde. Eine schicke gelbe Umhängetasche hatte es der Stuttgarterin angetan: „Eine tolle Idee für eine gute Sache, die wir unbedingt unterstützen möchten.“ Jörg Westphal (r.) begrüßt seine erste Kundin schon vor dem offiziellen Verkaufsstart: Kathrin und Florian Montwe aus Stuttgart besuchten heute zufällig das Seenotretter-Infozentrum in Warnemünde. Eine schicke gelbe Umhängetasche hatte es der Stuttgarterin angetan: „Eine tolle Idee für eine gute Sache, die wir unbedingt unterstützen möchten.“ 24. Juli 2018

„Gerettet“ heißt die aktuelle Upcycling-Initiative der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), bei der aus alten Spezial-Rettungswesten modische Accessoires hergestellt werden. Ursprung dieser Nachhaltigkeits-Idee war ein Aufruf an alle Fördermitglieder der Seenotretter vom 9. November 2017: Nach zehn Jahren und zahlreichen Einsätzen auf Nord- und Ostsee mussten die Rettungswesten erneuert werden. Eine größere Investition stand an, denn eine dieser mit personalisierten AIS-Sendern ausgestatteten Rettungswesten kostet knapp 1.000 Euro und 500 Stück wurden gebraucht. „Nach nur einem Monat bekamen wir die Information, dass die benötigten 500.000 Euro zusammengekommen seien und die neuen Westen bestellt waren“, erinnert sich Jörg Westphal, Leiter des Seenotretter-Informationszentrums im Warnemünder Stephan-Jantzen-Haus.

Was aber machen mit den ausgemusterten Stücken?  Upcycling – aus Altem Neues machen – ist sehr im Trend und dass man auch aus Rettungswesten prima Umhängetaschen, Schlüsselanhänger, Schlamper oder Brillenetuis herstellen kann, hat die  Firma Art of Hamburg jetzt unter Beweis gestellt. Zerschnitten, ergänzt und umgestaltet werden aus den ausdienten Rettungsmitteln robuste Alltagsbegleiter, die eine bewegte Geschichte hinter sich haben.

Angedacht ist, sukzessive alle 500 Westen umzugestalten. „Weitere Produktideen sind uns sehr willkommen“, wirbt Westphal, der seine Käuferschaft unter den „Hardcore-Fans“ sieht. „Das sind echte Seenotretter-Fans, die uns immer wieder gern unterstützen und auch diese Idee klasse finden“, ist er überzeugt. Mit 179 Euro für eine Umhängetasche und 19 Euro für einen Schlüsselanhänger haben diese must-have-Unikate natürlich auch ihren Preis, aber ein Teil des Verkaufserlöses geht zurück an die Seenotretter und so relativiert sich wieder alles.     

Seit heute sind die Produkte exklusiv in den Informationszentren in Warnemünde und Laboe zu haben. Ab Mitte August gibt es sie auch im Internet unter seenotretter-shop.de. Schon vor dem offiziellen Verkaufsstart besuchte Kathrin Montwe aus Stuttgart mit ihrem vierjährigen Sohn Florian die Seenotretter in Warnemünde. Ihr gefielen die Präsentation Produkte und die Geschichten darum auf Anhieb und sie begeisterte sich auch gleich für eine Umhängetasche, die „einfach mit musste“: „Eine tolle Idee für eine gute Sache, die wir unbedingt unterstützen möchten“, sagt die junge Frau und freut sich über das schicke gelbe Stück.

Gut zu wissen: Am Sonntag ist Tag der Seenotretter. Das Informationszentrum in Warnemünde ist von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Zur gleichen Zeit wird auf dem Seenotkreuzer Arkona auch Open Ship angeboten. Hier ist von 13.00 bis 14.00 Uhr eine Mittagspause eingeplant.



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