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Saisonbericht aus Markgrafenheide

Eine Hebebüne gewährte den Besucher des Rostocker Waldtages tolle Aus- und Einblicke.Eine Hebebüne gewährte den Besucher des Rostocker Waldtages tolle Aus- und Einblicke.19. November 2015

Auch im Heideort wurde der Sommer 2015 ausgewertet. Tourismusdirektor Matthias Fromm, Polizeihauptmeister Klaus-Dieter Karpuschkat und Fortsamtleiter Jörg Harmuth traten gestern zum Rapport vor dem Markgrafenheider Ortsbeirat an.

Die Saison wurde insgesamt sehr positiv bewertet. Es gab keine nennenswerten Vorkommnisse und der Tourismuschef Fromm dankte der DRK-Wasserwacht, den Sicherheitskräften und der Rostocker Gehwegreinigung für die geglückte Zusammenarbeit. „Gemeinsam haben wir Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich die Gäste wohlfühlen konnten.“ Über die nicht zufriedenstellende, eines Seebades unwürdige, Toilettensituation ist sich der Tourismusdirektor allerdings auch im Klaren – nur Abhilfe ist, wie schon im benachbarten Warnemünde, kurzfristig nicht in Sicht. Gebetsmühlenartig werden die Zuständigkeiten hin und her verschoben und am Ende ist immer die Bürgerschaft gefragt – so geht es seit Jahren in dieser Sache. Nach wie vor unbefriedigend ist auch die Tatsache, dass Markgrafenheide noch immer keinen Hundestrand vorweisen kann. Der Touristiker empfiehlt, die Beschwerde erneut an das Stadtparlament heranzutragen. Auf die Anfrage aus dem Ortsbeirat, einen B-Plan „Strand“ auch für Markgrafenheide zu entwickeln reagierte Matthias Fromm zurückhaltend und erklärte, dass am gleichen Bebauungsplan für Warnemünde seit nunmehr acht Jahren gearbeitet würde.

Auch von Seiten des Polizeihauptmeisters gab es (fast) nur Positives zu berichten. Die Sicherheitskräfte – es waren nur zwei Beamte im Einsatz – wurden weniger wahrgenommen, hatten aber trotzdem alles im Griff: „Es gab nicht mehr Straftaten als im Vorjahr und die Anwohner können ruhig schlafen“, so die Einschätzung von Klaus-Dieter Karpuschkat. Die Polizei war vorwiegend präventiv im Einsatz und verteilte unter anderem Flyer mit dem Warnhinweis „Das Auto ist kein Tresor“. Die mittelweile überall parkenden Wohnmobile  sind auch in Hohe Düne und Markgrafenheide ein Ärgernis. „Auf Anfrage beim Campingplatz wurde uns allerdings mitgeteilt, dass zu jedem Zeitpunkt noch ‚offizielle‘ Stellplätze vorhanden waren.“

Das städtische Forstamt konnte in diesem Jahr touristisch vor allem mit den Heidewanderungen und dem Waldtag punkte. „Das war wieder eine tolle Sache und im nächsten Jahr, Anfang September, wird es wieder einen Waldtag geben“, kündigte Jörg Harmuth an. Im April ist es zu Ehren des 250. Geburtstages von Hermann Friedrich Becker – er war der erste Forstinspektor in der Rostocker Heide und gleichzeitig der erste namentlich bekannte Badegast Warnemündes – außerdem eine weitere Heidewanderung geplant. Und der Leiter des Stadtforstamtes wusste auch zu berichten, dass seit Mitte Juni immerhin 47.800 Radfahrer die Zählschleife in Richtung Graal-Müritz passiert haben. „Das ist ein sicheres Indiz dafür, dass die Rostocker Heide  auch in Sachen Fahrradtourismus sehr gut angenommen wird.“

Unmut regte sich auf der Ortsbeiratssitzung wegen des für die Bewohner östlich der Warnow fehlenden Schienenersatzverkehrs, im Zuge der Großbaustelle an der Stromgrabenbrücke. Die Fähre ist nämlich vom Bahnhof Warnemünde-Werft nur über einen langen Fußweg erreichbar. „Wir sind vom Öffentlichen Nahverkehr praktisch abschnitten und das ist so nicht hinnehmbar “, schimpft Ortsbeiratsmitglied Dieter Mergelkuhl.   



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