Rostocks Seebäder erneut als staatlich anerkannte Seebäder ausgezeichnet


05. August 2026

Vor 30 Jahren erhielten Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide erstmals das Prädikat „Staatlich anerkanntes Seebad“. Nun ist offiziell bestätigt: Die vier Rostocker Ostseebäder erfüllen weiterhin sämtliche Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern. Die entsprechende Urkunde überreichte der für Tourismus zuständige Staatssekretär Jochen Schulte am Dienstag in der Strandoase Treichel am Strandaufgang 4 an Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger.

Der erfolgreichen Reprädikatisierung war ein umfangreiches Prüfverfahren des Wirtschaftsministeriums vorausgegangen. Gemeinsam mit den Fachämtern hatte die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde zahlreiche Nachweise erbracht.

„Mit der erneuten Anerkennung würdigen wir die hervorragende Entwicklung der Rostocker Seebäder und setzen zugleich ein starkes Zeichen für Qualität im Tourismus. Die erfolgreiche Reprädikatisierung zeigt, dass sich Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide kontinuierlich weiterentwickeln“, sagte Staatssekretär Jochen Schulte.

Qualität auf vielen Ebenen

Geprüft wurden unter anderem die ausgezeichnete Badewasserqualität, überwachte Klima- und Luftverhältnisse, eine leistungsfähige medizinische Versorgung, gepflegte Strände sowie attraktive Angebote für Erholung, Sport und Bewegung.

Seit der ersten Anerkennung im Jahr 1996 hat sich die touristische Infrastruktur deutlich weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Beherbergungskapazitäten, die Yachthafenresidenz Hohe Düne, der neue Yachthafen Warnemünde, die Sportschule des Landessportbundes, modernisierte Promenaden, barrierearme Strandzugänge und moderne Tourist-Informationen. Hinzu kommen neue Rad- und Wanderwege, Thalasso-Kurwege sowie zahlreiche Maßnahmen für Umwelt- und Küstenschutz. Gesundheits-, Wellness- und Familienangebote sowie Veranstaltungen über das gesamte Jahr stärken zudem die Entwicklung zur Ganzjahresdestination.

„Die erneute staatliche Anerkennung ist eine Auszeichnung, auf die wir gemeinsam stolz sein können. Sie bestätigt den erfolgreichen Weg unserer Seebäder und ist zugleich Ansporn, den Tourismus gemeinsam mit allen Partnern weiterzuentwickeln. Davon profitieren Gäste ebenso wie die Menschen, die hier leben“, betonte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger.

Ein besonderes Merkmal der Rostocker Seebäder ist ihre Vielfalt: Während Warnemünde das lebendige maritime Zentrum bildet, stehen Hohe Düne für den Yachttourismus sowie Diedrichshagen und Markgrafenheide für naturnahe Erholung zwischen Küste und Wald. Gemeinsam verbinden sie den Dreiklang „Stadt, Strand und Natur“ zu einem einzigartigen Urlaubserlebnis.

Anerkennung künftig alle 15 Jahre

Mit der Novellierung des Kurortgesetzes gelten neue Anerkennungen künftig jeweils für 15 Jahre. Damit sollen die steigenden Qualitätsansprüche der Gäste und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kur- und Erholungsorte gesichert werden.

„Die erneute Anerkennung bestätigt unseren hohen Qualitätsanspruch und motiviert uns zugleich für die kommenden Jahre. Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit sowie Umwelt- und Klimaschutz werden unsere Arbeit ebenso prägen wie innovative und familienfreundliche Angebote“, sagte Denise Johannßon von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde.

Staatssekretär Schulte verwies zudem auf die umfangreiche Unterstützung des Landes für den Tourismusstandort Rostock. Seit 1990 seien 49 kommunale, touristische Infrastrukturprojekte mit insgesamt knapp 147 Millionen Euro gefördert worden. Dazu gehören unter anderem die Landstromanlage in Warnemünde, die Neugestaltung der Promenade am Alten Strom, das Seetouristische Informationszentrum und die Entwicklung der Mittelmole.

Seatrac Mover weckt Interesse

Im Anschluss nutzte Matthias Adler von der Easy in Sea GbR die Gelegenheit, den Seatrac Mover vor versammelter Politprominenz vorzustellen. Das Schienensystem ermöglicht Menschen im Rollstuhl einen selbstständigen Zugang ins Meer und könnte künftig auch an den Rostocker Stränden zum Einsatz kommen (DWM berichtete). Gesundheitsministerin Stefanie Drese und die anwesenden Gäste zeigten sich beeindruckt.

Für Staatssekretär Jochen Schulte ist der Seatrac Mover ein Beispiel moderner touristischer Infrastruktur. Er sagte zu, eine Förderung des Projekts zu prüfen. Sollte es umgesetzt werden, wäre es das erste System dieser Art an einem deutschen Nord- oder Ostseestrand – ein Leuchtturmprojekt.


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