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Olympiabewerbung beschäftigt die Warnemünder

Die Warnemünder fordern einen Bürgerentscheid zum Thema Segel-Olympia.Die Warnemünder fordern einen Bürgerentscheid zum Thema Segel-Olympia.09. Januar 2015

Noch ist nicht klar, mit welcher Stadt Deutschland ins Rennen um die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 geht – diese Entscheidung trifft der DOSB erst am 21. März. Segel-Olympia in Warnemünde ist ohnehin nur denkbar, wenn die Wahl auf Berlin fällt – da sind sich Fachleute sicher. Ungeachtet dieser Tatsache wollen die Warnemünder für den Fall der Fälle gewappnet sein und befassen sich schon jetzt mit dem Thema. Das scheint auch richtig so, denn „wenn erst die Entscheidung für Warnemünde da ist, gibt es keine ruhige Diskussion mehr und es muss alles sehr schnell gehen“, weiß Segel-Fachmann Uwe Jahnke aus seiner Erfahrung.

Der Umweltausschuss des Warnemünder Ortsbeirates setzt auf den offenen Dialog und fordert einen Bürgerentscheid: „Wer 30 Mio. Euro für Olympia ausgeben will, der hat auch 100.000 Euro für den Bürgerentscheid übrig“, ist sich der Ausschussvorsitzende Mathias Ehlers sicher.  Er sieht die Bewerbung auch als gutes Gegenargument zu den geplanten Offshore-Windparks vor Warnemünde. Als preiswerte Alternative wirft der Umweltausschuss ein AIDA-Kreuzfahrtschiff als olympisches Dorf in den Ring. Diese Idee ist nicht neu und stand schon bei der ersten Olympiabewerbung 2004 zur Disposition.

Ein Kreuzfahrtschiff als Unterkunft für die Olympioniken – das hält auch der neu gegründete Strukturausschuss für denkbar. Der Ausschussvorsitzende Dr. Werner Fischer stellt mit der Yachthafenresidenz Hohe Düne, dem IGA Park und dem Gewerbepark am Laakkanal weitere Alternativen vor. Er hinterfragt die Größe eines möglichen olympischen Dorfes auf der Mittelmole für 700 bis 900 akkreditierte Aktive und Betreuer und verweist auf maximal 300 Wohneinheiten, die hier laut Funktionsplan gebaut werden dürfen. Fischer gibt außerdem zu bedenken, dass die Mittelmole bis zur endgültigen Entscheidung des IOC in 2017 nicht entwickelt werden könnte und dass der Zuschnitt der olympischen Wohneinheiten eher auf Ferienwohnungen, als auf Dauerwohnen passt. „Wollen wir das?“, stellt er die Frage in den Raum und warnt gleichzeitig: „Die Machbarkeitsstudie unterstellt Konformität mit dem Nutzungsplan für die Mittelmole. Die Forderungen des Ortsbeirates dürfen dabei nicht unterlaufen werden.“  

Warnemünde kann Olympia – so steht es in der Machbarkeitsstudie aus dem letzten Dezember. Jetzt gilt es zu klären, ob die Warnemünder diese Spiele auch wollen.

Foto: Günther Rausch



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