Olympiabewerbung Berlin: Segelwettbewerbe sollen vor Warnemünde stattfinden


02. Februar 2026

Berlin bringt sich mit einer starken maritimen Partnerschaft für die Olympischen Sommerspiele in Stellung: Die Bundeshauptstadt möchte die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe im Ostseebad Warnemünde austragen. Das gab Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am Freitag bei der Vorstellung der Kampagne „Berlin gewinnt mit Olympia“ bekannt. Die Bewerbung richtet sich auf die Austragung der Olympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.

Klare Zustimmung aus Rostock

Die Entscheidung für Warnemünde als Segelstandort stößt in Rostock auf große Zustimmung. Sportsenator Steffen Bockhahn begrüßte die Weichenstellung ausdrücklich: „Ich freue mich, dass sich Berlin für die beste Option entschieden hat“, erklärte er am Rande der Präsentation im Berliner Velodrom.

Auch Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger sieht in der Bewerbung eine große Chance für die Hanse- und Universitätsstadt: „Rostock hat schon jetzt die Infrastruktur, die es dafür braucht: optimale Segelbedingungen, zwei olympiataugliche Segelhäfen und einen ICE-Anschluss fast direkt bis an den Strand. Mit dem Label als Olympiastadt würde dies für immer mit Warnemünde verbunden sein und einen enormen Schub für Sport und Tourismus bedeuten.“

Ein Segelrevier mit internationalem Format

Die besonderen Qualitäten des Reviers vor Warnemünde hebt der Koordinator der Olympiabewerbung, Heiko Lex, hervor. Aus sportlicher Sicht biete der Standort nahezu ideale Voraussetzungen: „Die Regattabahnen sind direkt von Land aus sichtbar, es gibt kurze Anfahrtswege für die Sportlerinnen und Sportler, konstante Winde, ideale Wassertiefen und geringe Wellenhöhen.“ Warnemünde sei damit bestens vorbereitet, eine maritime Heimat für den olympischen und paralympischen Segelsport zu werden – getragen von ausgezeichneter Infrastruktur, gelebter Gastfreundschaft und einer tief verwurzelten Begeisterung für den Wassersport.

Maritime Tradition trifft moderne Infrastruktur

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern gelten seit Jahrzehnten als feste Größen im internationalen Segelsport. Mit ihrer maritimen Geschichte, dem hier ansässigen Bundesstützpunkt Segeln, zahlreichen internationalen Regatten und Meisterschaften sowie der geografisch günstigen Lage an der Ostsee ist die Region prädestiniert, ein sportliches Weltereignis dieser Dimension mitzugestalten.

Ein Kreuzfahrtschiff als Unterkunft

Ein zentrales Element des Konzepts ist der weitgehende Verzicht auf neue Großbauten. Für die Dauer der Olympischen und Paralympischen Spiele ist vorgesehen, ein Kreuzfahrtschiff als temporäre Unterkunft für Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Funktionäre sowie Medienvertreter einzusetzen. Auf diese Weise könnten umfangreiche Um- oder Neubauten vermieden werden – ein Ansatz, der insbesondere dem Nachhaltigkeitsgedanken der Bewerbung Rechnung trägt.

Entscheidung im September

Ob Berlin mit seinem Konzept tatsächlich als deutscher Kandidat ins internationale Rennen geht, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im September. Neben der Bundeshauptstadt haben auch Hamburg, München sowie die Rhein-Ruhr-Region ihr Interesse an einer Olympiabewerbung bekundet.

Im nationalen Bewerbungsprozess prüft der DOSB die eingereichten Konzepte unter anderem auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, gesellschaftliche Akzeptanz und sportliche Eignung.


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