Neuer Hoffnungsträger auf der Kulan-Anlage im Zoo Rostock: Am 10. August ist der zweijährige Hengst Mushu aus dem Tierpark Berlin nach Rostock gezogen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) soll er künftig für Nachwuchs bei den beiden zuchtfähigen Kulan-Stuten sorgen. „Er wurde uns vom Zuchtprogramm gezielt zugeteilt, da er genetisch hervorragend zu unseren Weibchen passt“, erklärt Daniela Lahn, Kuratorin im Zoo Rostock.
Mushu wird derzeit schrittweise an seine neue Umgebung und die Herde gewöhnt. Nach ersten Tagen mit Sichtkontakt wurde er bereits mit den Stuten zusammengeführt. Für Besucher ist der Neuzugang auf der Außenanlage zu sehen.
Der Kulan (Equus hemionus kulan), eine Unterart des Asiatischen Wildesels, gilt als stark gefährdet. Erhaltungszuchtprogramme helfen dabei, die genetische Vielfalt und Gesundheit der Zoopopulation langfristig zu sichern – und damit die Grundlage für einen möglichen künftigen Artenschutz in freier Wildbahn zu schaffen.
Auch bei den Eurasischen Fischottern gibt es Grund zur Freude: Am 27. Juni wurde erstmals in der Geschichte des Zoo Rostock ein Jungtier geboren. Für Mutter Heidi ist es der erste Wurf, Vater Ivan bringt bereits Zuchterfahrung aus Schweden mit.
Das kleine Fischotter-Weibchen entwickelt sich gut. Am 25. August stehen die erste Untersuchung, die Transponder-Kennzeichnung und Impfungen an. Bis dahin können Zoogäste mit etwas Glück vor allem in den Dämmerungsstunden einen Blick auf den Nachwuchs erhaschen. Über die Social-Media-Kanäle des Zoo Rostock kann noch bis zum 24. August über den Namen des Jungtiers abgestimmt werden.
Der Zuchterfolg ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum EEP. Zwar haben sich die Bestände des Eurasischen Fischotters in Deutschland seit den 1990er-Jahren deutlich erholt, doch Gefahren wie der Straßenverkehr bestehen weiterhin.
Mit Mushu und dem ersten Fischotter-Nachwuchs gibt es im Zoo Rostock damit gleich bei zwei Arten erfreuliche Nachrichten aus der Erhaltungszucht.
Kommentieren Sie den Artikel