Nachtrag zum Eiswinter 2026: Warum auf der Westmole kein Winterdienst erfolgt


28. April 2026

Die Frage beschäftigte in den frostigen Winterwochen viele Warnemünder ebenso wie zahlreiche Gäste: Warum wird auf der Westmole bei Schnee und Eis kein Winterdienst durchgeführt? Gerade Spaziergänger, die den beliebten Weg mit Blick auf die Ostsee und die einlaufenden Schiffe nutzen, wunderten sich über glatte Stellen und fehlende Räumung.

Nun gibt es eine offizielle Antwort: Ortsamtsleiterin Franke Teubel informierte während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates über die Rückmeldung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) auf eine entsprechende Anfrage des Gremiums.

Demnach handelt es sich bei den Molenbauwerken nicht um öffentliche Gehwege, sondern um Schifffahrtsanlagen. Ihr Hauptzweck besteht darin, das sichere Einlaufen von Schiffen in die Warnow-Mündung zu gewährleisten. Die Westmole erfüllt damit in erster Linie eine technische und sicherheitsrelevante Funktion für die Schifffahrt.

Auch der Weg auf der Mole, der von vielen Einheimischen und Touristen gern für Spaziergänge genutzt wird, ist laut WSA offiziell lediglich ein Betriebsweg. Dieser dient ausschließlich der Unterhaltung des Molenbauwerks selbst sowie des Leuchtfeuers am Ende der Mole.

Eine Nutzung zu Freizeit- oder touristischen Zwecken gehört hingegen nicht zum gesetzlichen Aufgabenbereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes. Entsprechend wird dort auch kein regulärer Winterdienst angeboten, wie man ihn von normalen Gehwegen in der Stadt kennt.

Das WSA macht jedoch deutlich, dass eine andere Lösung grundsätzlich möglich wäre: Sollte ein wintergerechter Gehweg auf der Westmole gewünscht sein, könnte die Hansestadt Rostock diese Aufgabe übernehmen. Als Eigentümer der Anlage signalisiert das Amt Offenheit für einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt.

Damit liegt der Ball nun bei der Kommune.


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lima - 28.04.2026 um 11:17 Uhr
Bei allen Überlegungen bleibt dann die Frage : wenn jemand , mit Folgen , stürzt .......
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