Die Ostsee steht zunehmend unter Druck – und mit ihr ein Ökosystem, das empfindlicher kaum sein könnte. Welche Spuren menschlichen Handelns sich inzwischen selbst in den entlegensten Wasserschichten finden lassen, darüber spricht am Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr die Wissenschaftlerin Joanna J. Waniek im Edvard-Munch-Haus Warnemünde, Am Strom 53. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt ihres Vortrags steht ein Thema, das längst nicht mehr nur die Fachwelt beschäftigt: Mikroplastik in der Ostsee. Die winzigen Kunststoffpartikel – unsichtbar klein, aber in ihrer Wirkung hoch relevant – gelten als eine der wachsenden Belastungen für die Meeresumwelt.
Waniek forscht am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und untersucht gemeinsam mit ihrem Team seit Jahren, wie stark die Ostsee bereits betroffen ist. Dabei geht es nicht nur um die Menge des Mikroplastiks, sondern auch um seine Vielfalt: Fasern aus Kleidung, Fragmente größerer Kunststoffteile und dünne Folien finden sich in unterschiedlichen Wassertiefen – vom Oberflächenwasser bis in tiefere Schichten.
Der Vortrag gibt Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt, wie komplex die Verteilung dieser Partikel im Meer ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Ostsee als relativ kleines, aber intensiv genutztes Meer besonders sensibel auf solche Belastungen reagiert.
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