Max Nadzeika bringt zur Warnemünder Woche das Akkordeon zum Klingen


01. Juli 2026

Mal kraftvoll und temperamentvoll, mal gefühlvoll und nachdenklich – wenn Max Nadzeika, auch bekannt als Musik-Nadze, sein Akkordeon spielt, nimmt er sein Publikum mit auf eine musikalische Reise. Der 24-Jährige, der mit seiner Frau in Rostock lebt und am Schaalsee in Zarrentin aufgewachsen ist, zählt zu den vielseitigsten jungen Akkordeonisten der Region.

Am Mittwoch, 8. Juli, ist Max Nadzeika im Rahmen der Warnemünder Woche wieder in Warnemünde zu erleben. Von 16.30 bis 18.30 Uhr spielt er vor dem Hoppen un Molt Store in der Alexandrinenstraße 49 und sorgt dort für echtes Warnemünder-Woche-Flair. Der Eintritt ist frei.

Vom Schifferklavier zur musikalischen Leidenschaft

Seit seinem siebten Lebensjahr begleitet ihn das Akkordeon durchs Leben. Angefangen mit Volksmusik entwickelte der Musiker sein Repertoire stetig weiter. Heute reicht es von Rock und Pop über Jazz bis hin zur Klassik. Besonders am Herzen liegen ihm jedoch seine eigenen Kompositionen. „Ich spiele bekannte Songs, freue mich aber umso mehr, das Publikum mit eigenen Kompositionen zu begeistern“, sagt Max Nadzeika.

Das Akkordeon ist für ihn weit mehr als ein Instrument. „Es ist wie ein Freund, der mit mir spricht“, beschreibt er seine besondere Beziehung zur „Quetschkommode“, die 2026 zum Instrument des Jahres gekürt wurde. Bis zur 12. Klasse spielte er im Akkordeonorchester der Musikschule Fröhlich. Schon damals zeigte sich seine Vorliebe für das Improvisieren. „Meiner Musiklehrerin fiel das natürlich auf und sie wollte, dass ich mehr nach Noten spiele“, erinnert er sich schmunzelnd.

Straßenmusik prägte seinen Stil

Nach dem Abitur zog es Max Nadzeika zunächst mit einem Camper durch Deutschland. Als Straßenmusiker sammelte er wertvolle Erfahrungen und entwickelte seinen ganz eigenen Stil. „Improvisieren ist das, was ich schon immer wollte“, erzählt er. Mit seinem Schifferklavier versuchte er, für jede Situation die passende Stimmung zu schaffen. Viele der damals entstandenen Melodien gehören noch heute zu seinem Konzertprogramm.

Zwischen Physiotherapie und Bühne

Schließlich entschied sich Max Nadzeika, neben der Musik einen bodenständigen Beruf zu erlernen. Heute arbeitet er hauptberuflich als Physiotherapeut. Die Musik blieb jedoch stets ein fester Bestandteil seines Lebens. Parallel zu seiner Ausbildung engagierte er sich im Shantychor De Klaashahns, dessen musikalischer Leiter er bis zum Sommer 2025 war.

Mit dem Einstieg ins Berufsleben ließ sich beides zeitlich nicht mehr miteinander vereinbaren. Seitdem konzentriert er sich wieder ganz auf seine Auftritte als Solokünstler.

„Der Mensch braucht Kultur“

Für Max Nadzeika bedeutet Musik weit mehr als Unterhaltung. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt misst er ihr eine besondere Bedeutung bei. „Kulturelle Vielfalt ist wichtig. Je mehr KI wir sehen und hören, desto mehr werden wir die Musik vermissen. Der Mensch braucht Kultur.“

Bereits beim Frühlingslandgang am 1. Mai begeisterte er gemeinsam mit Schlagzeuger Lukas Veenstra das Publikum auf der Warnemünder Seepromenade. Nun kehrt er zur Warnemünder Woche zurück und verspricht erneut einen abwechslungsreichen musikalischen Nachmittag – am 8. Juli von 16.30 bis 18.30 Uhr vor dem Hoppen un Molt Store in der Alexandrinenstraße 49.

Passend dazu: die „Helle Welle“

Wer das Konzert besucht, kann sich zugleich auf eine besondere Bierspezialität freuen. Im Hoppen un Molt Store wird ein Warnemünder-Woche-Bier ausgeschenkt: „Wir haben während der Festwoche die ,Helle Welle', ein helles, leichtes Lager vom Fass im Angebot“, kündigt Inhaberin Sylvia Gidom an. Erhältlich ist das eigens zur Warnemünder Woche gebraute Bier ab Sonnabend, 4. Juli, 10 Uhr zum Niegen Ümgang.


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