Lesung und Vortrag über Frauenfiguren in den Werken von Caspar David Friedrich und Edvard Munch am 23. Oktober
Welche Gemeinsamkeiten verbinden die Werke von Caspar David Friedrich und Edvard Munch? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Autor und Dramaturg Holger Teschke am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr im Edvard Munch Haus in Warnemünde. Unter dem Titel „Die Frauen vom Meer“ widmet er sich den Frauenfiguren in den Gemälden und Grafiken der beiden Künstler.
Ausgehend von Frauenbildern auf Seestücken und Darstellungen von Frauen in Rückenansicht untersucht Teschke, welche Berührungspunkte es zwischen Friedrich und Munch gibt. Dabei stehen die Themen Liebe, Melancholie und Vergänglichkeit im Mittelpunkt. Zugleich geht er der Frage nach, ob das Werk des deutschen Romantikers Caspar David Friedrich den norwegischen Maler Edvard Munch inspiriert haben könnte.
Ergänzend zu den kunstgeschichtlichen Betrachtungen spannt Teschke einen Bogen zur Literatur. Dabei zieht er Verbindungslinien von Friedrich de la Motte Fouqués Erzählung „Undine“ über Henrik Ibsens Drama „Die Frau vom Meer“ bis zu Ingeborg Bachmanns Werk „Undine geht“. So begegnen sich Malerei und Literatur in der Auseinandersetzung mit weiblichen Figuren, Sehnsüchten und der Beziehung des Menschen zum Meer.
Holger Teschke wurde 1958 auf Rügen geboren und wuchs dort auf. Nach der Schule fuhr er bis 1980 zur See, bevor er in Berlin Schauspielregie studierte. Anschließend arbeitete er als Regisseur und Dramaturg am Berliner Ensemble. Als Gastprofessor lehrte er in den USA, Australien und Südostasien. Von 2010 bis 2024 war er Dozent für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Teschke schreibt Theaterstücke und Hörspiele, Reisebücher und Essays. Heute lebt er in Berlin und in Sassnitz auf Rügen.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.
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