Mit spannenden Wettkämpfen, anspruchsvollen Wetterbedingungen und einer Premiere sind am Sonnabend die 1. Internationalen Deutschen Ocean-Meisterschaften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Warnemünde zu Ende gegangen. Rund 270 Sportlerinnen und Sportler aus 39 Vereinen kämpften an der Ostsee erstmals um deutsche Meistertitel im Freigewässer. In insgesamt elf Disziplinen wurden die ersten nationalen Champions im Ocean-Rettungssport ermittelt.
Der Finaltag begann mit dem Surf Ski Race, bei dem die Teilnehmer auf einem Rettungsski, einer speziellen Kajakform, einen rund 700 Meter langen Rundkurs auf der Ostsee bewältigen mussten. Wind und hohe Wellen machten die Rennen besonders anspruchsvoll.
Bei den Frauen setzte Anna-Fiona Volz von der DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt ihre beeindruckende Erfolgsserie fort und sicherte sich den nächsten deutschen Meistertitel. Louisa Waltermann von der DLRG Harsewinkel gewann Silber, Janka Krohn von der DLRG Gelsenkirchen-Buer Bronze.
Bei den Männern dominierte Clemens Wulkopf von der DLRG Harsewinkel das Rennen und holte nach starken Leistungen an den Vortagen einen weiteren Meistertitel. Cyril Senften von der schweizerischen SLRG Innerschwyz belegte Rang zwei vor Lucas vom Eyser von der DLRG Gelsenkirchen-Buer.
Im Nachwuchs setzte Jessica Körner von der DLRG Mönchengladbach ihre starke Meisterschaft mit dem Titelgewinn bei den Juniorinnen fort. Bei den Junioren triumphierte Simon Hoche von der DLRG Gelsenkirchen-Buer.
Mit dem Rescue Tube Rescue Race folgte eine Disziplin, die den Einsatzalltag der Wasserrettung besonders realistisch widerspiegelt. Ein Flossenschwimmer bringt den Gurtretter zu einer im Wasser wartenden Person, bevor zwei weitere Teammitglieder die Rettung an den Strand abschließen.
Die DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt erwies sich dabei erneut als das Maß der Dinge. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gingen die Deutschen Meistertitel an den Verein aus Rheinland-Pfalz. Im Juniorinnen-Wettbewerb gewann das schwedische Team des Jönköpings Simsällskap. Bei den Junioren setzte sich erneut Nieder-Olm/Wörrstadt durch.
Für weitere Höhepunkte sorgte die Oceanwoman/Oceanman Relay, die Staffelvariante der Königsdisziplin im Rettungssport. Dabei übernehmen vier Teammitglieder jeweils eine der Disziplinen Brandungsschwimmen, Laufen, Rettungsbrett und Rettungsski.
Bei den Frauen krönte die DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt ihren starken Auftritt mit einem weiteren Titelgewinn. Für Anna-Fiona Volz war es bereits der dritte Tagessieg. Die Männerwertung entschied die SLRG Innerschwyz für sich. Im Nachwuchs triumphierten die Mädchen aus Nieder-Olm/Wörrstadt sowie die Jungen der DLRG Harsewinkel.
Den Schlusspunkt setzte die Mixed Ocean Relay, in der Frauen und Männer gemeinsam antreten. Hier sicherte sich die DLRG Gelsenkirchen-Buer den ersten deutschen Meistertitel dieser Disziplin. Silber ging an die SLRG Innerschwyz, Bronze an die DLRG Harsewinkel. Bei den Junioren gewann Harsewinkel vor Nieder-Olm/Wörrstadt und Halle-Saalekreis.
Erstmals wurden bei den Deutschen Ocean-Meisterschaften auch Juniorinnen und Junioren in einer eigenen Gesamtwertung berücksichtigt. Über alle Einzel-, Team- und Staffelwettbewerbe hinweg sammelte die DLRG Harsewinkel mit 454 Punkten die meisten Zähler und gewann souverän vor der DLRG Halle-Saalekreis sowie der DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt.
In der Vereinswertung der offenen Altersklasse setzte sich die SLRG Innerschwyz mit 410 Punkten an die Spitze. Die DLRG Gelsenkirchen-Buer und die DLRG Harsewinkel komplettierten das Podium.
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