Im Frühjahr öffnet sich im Warnemünder Edvard-Munch-Haus erneut ein Raum für zeitgenössische Druckgrafik. Am Sonnabend, 14. März, um 15 Uhr wird dort die Ausstellung „hoch_tief_flach_durch – druckgrafische Positionen IV“ eröffnet. Unter dem Titel „Im offenen Blau“ präsentieren drei Künstlerinnen ihre Werke und laden das Publikum zu einer vielschichtigen Annäherung an das Meer und seine Bedeutungen ein.
Bereits zum vierten Mal lädt der Edvard-Munch-Haus e.V. im Rahmen des Tages der Druckkunst Künstlerinnen ein, aktuelle Positionen der Druckgrafik vorzustellen. In diesem Jahr sind Arbeiten von Andrea Ackermann, Rita Lass und Ellen Möckel zu sehen.
Die drei Kunstschaffenden arbeiten mit unterschiedlichen druckgrafischen Techniken – von klassischen Verfahren bis zu experimentellen Ansätzen. Ihre Werke entstehen aus Abdrücken, Spuren und Wiederholungen und zeigen jeweils eigene künstlerische Haltungen und Perspektiven.
Der Ausstellungstitel „Im offenen Blau“ verweist auf einen weiten gedanklichen Horizont. Das Meer fungiert dabei als zentraler Bezugspunkt: als Bildmotiv, als kultureller Resonanzraum und als mariner Lebensraum, zugleich aber auch als sensibles Ökosystem.
Das „offene Blau“ kann viele Bedeutungen tragen – es steht für Horizont und Ferne, für Übergänge und Zwischenräume. Atmosphärisch, politisch oder emotional gelesen, kann es Tiefe bedeuten oder Leere, Sehnsucht oder Bedrohung, Erinnerung oder Möglichkeit.
In den ausgestellten Druckwerken erscheint dieses „offene Blau“ in ganz unterschiedlichen Formen: mal konkret und landschaftlich, mal abstrakt und metaphorisch. Die Künstlerinnen arbeiten mit Materialien, Prozessen und konzeptionellen Ansätzen, die das Thema immer wieder neu interpretieren.
Die Ausstellung ist bis 3. Mai zu sehen. Geöffnet ist das Edvard-Munch-Haus, Am Strom 53, jeweils freitags, sonnabends und sonntags von 12 bis 17 Uhr.
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