DRK Wasserwacht Rostock erhält zwei Hightech-Wasserrettungsroboter für Einsätze in der Ostsee


23. Juli 2026

Wenn jede Sekunde zählt, kann moderne Technik den entscheidenden Unterschied machen. Die DRK Wasserwacht Rostock erweitert ihre Ausrüstung deshalb um zwei ferngesteuerte Wasserrettungsroboter vom Typ „Dolphin 3“. Die innovativen Geräte sollen Rettungseinsätze an der Ostseeküste schneller und zugleich sicherer machen. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende der Rostocker Dach-Bau GmbH in Höhe von mehr als 15.000 Euro.

Die neuen Rettungsroboter wurden jetzt am Strand von Warnemünde offiziell übergeben. Zur Übergabe war auch Jürgen Breuer, Geschäftsführer der Rostocker Dach-Bau GmbH, gekommen. Gemeinsam mit den Rettungsschwimmern informierte er sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik und verfolgte eine erste Vorführung am Strand.

Unterstützung in gefährlichen Situationen

Die „Dolphin 3“-Rettungsroboter kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn starke Strömungen, hoher Wellengang oder große Entfernungen eine unmittelbare Wasserrettung erschweren. Anstatt sofort selbst ins Wasser gehen zu müssen, können die Einsatzkräfte das Gerät mittels intuitiver Handfernbedienung vom Strand oder von einem Rettungsboot aus gezielt zur verunglückten Person steuern. Bei Bedarf lässt sich der Rettungsroboter auch gemeinsam mit einem Rettungsschwimmer direkt im Wasser einsetzen.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometern erreicht das Gerät die Einsatzstelle auch bei schwierigen Bedingungen innerhalb kurzer Zeit. Der leistungsstarke Jet-Antrieb mit geschützten Propellern sorgt dabei für ein geringes Verletzungsrisiko. Mit einer Reichweite von über 1.000 Metern und einer Akkulaufzeit von rund 45 Minuten eignet sich der „Dolphin 3“ auch für Einsätze in größerer Entfernung zur Küste.

Kamera liefert wertvolle Unterstützung

Ein weiterer Vorteil ist die integrierte Kamera. Sie ermöglicht den Einsatzkräften, Verunglückte auch auf größere Distanz präzise anzusteuern und mögliche Hindernisse frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig bietet der Rettungsroboter genügend Auftrieb, um Personen sicher über Wasser zu halten und bis ans Ufer oder zu einem Rettungsboot zu transportieren.

„Mit dem Dolphin 3 gewinnen wir wertvolle Zeit und können unsere Einsatzkräfte in gefährlichen Situationen zunächst außerhalb des Wassers einsetzen. Das erhöht sowohl die Sicherheit der zu rettenden Personen als auch die unserer ehrenamtlichen Rettungsschwimmer“, sagt Ronald Hennig, technischer Leiter der DRK Wasserwacht Rostock.

Technik wird im Einsatz getestet

Während der verbleibenden Badesaison werden die beiden Rettungsroboter im regulären Einsatzbetrieb erprobt. Die Wasserwacht möchte dabei Erfahrungen sammeln, wie sich die neue Technik unter den Bedingungen der Ostsee bewährt und wie sie die klassische Wasserrettung künftig sinnvoll ergänzen kann.

Die DRK Wasserwacht Rostock bedankt sich ausdrücklich bei der Rostocker Dach-Bau GmbH für die großzügige Unterstützung. Ohne diese Spende wäre die Anschaffung der modernen Rettungstechnik nicht möglich gewesen.


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