Die deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 geht ohne Warnemünde als Austragungsort der Segelwettbewerbe in den internationalen Bewerbungsprozess. Die Außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat sich in Baden-Baden für München als deutschen Bewerber entschieden. München hatte Kiel als Austragungsort für die olympischen Segelwettbewerbe benannt.
„Natürlich hätten wir uns eine andere Entscheidung gewünscht. Wir waren und sind davon überzeugt, dass Warnemünde hervorragende Voraussetzungen für olympische Segelwettbewerbe bietet“, sagt Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Zugleich betont sie: „Eine Bewerbung bedeutet immer auch, eine Entscheidung zu akzeptieren. Deshalb gratuliere ich München und Kiel und wünsche der deutschen Bewerbung für den weiteren internationalen Prozess viel Erfolg.“
Besonders wichtig ist Kröger, den zahlreichen Beteiligten für ihr Engagement zu danken. „Hinter uns liegt ein intensiver Prozess, in den viele Menschen sehr viel Zeit, Fachwissen und Herzblut investiert haben“, sagt sie. Ihr Dank gilt den Segel- und Sportvereinen, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Rostocker Kommunalpolitik, den Partnern aus der Wirtschaft und insbesondere dem Olympiakoordinator Heiko Lex.
Gemeinsam habe man gezeigt, was Rostock und Warnemünde als internationaler Segelstandort zu bieten hätten. „Dieses Engagement war unabhängig von der Entscheidung nicht vergeblich“, so Kröger.
Auch die Zusammenarbeit mit den Partnern aus Berlin+ und KölnRheinRuhr hebt die Oberbürgermeisterin hervor. Sie dankt den Partnern in Berlin und Köln ausdrücklich für ihr Vertrauen. Dass die Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen 36 Jahre nach der deutschen Einheit neben den sportfachlichen Argumenten bewusst auf Warnemünde als ostdeutschen Segelstandort gesetzt habe, sei aus ihrer Sicht ein wichtiges Zeichen gewesen.
Kritisch äußert sich Kröger dagegen zur Entscheidung Münchens für Kiel. Aus ihrer Sicht hätte die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland die Möglichkeit geboten, ein gesamtdeutsches Projekt auch über die Wahl der Austragungsorte sichtbar zu machen. Diese Chance werde nun nicht genutzt. Die Entscheidung des DOSB respektiere Rostock selbstverständlich.
In Baden-Baden wurde Rostock durch Senator Chris von Wrycz Rekowski, Erster Stellvertreter der Oberbürgermeisterin, den Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Heinrich Prophet, sowie Olympiakoordinator Heiko Lex vertreten.
Für Rostock ist der Weg damit jedoch nicht beendet. Die Stadt will ihren Anspruch als internationaler Segelstandort weiterverfolgen. Die im Bewerbungsprozess geknüpften Kontakte, gesammelten Erfahrungen und entwickelten Konzepte bilden dafür eine wertvolle Grundlage.
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