Blaue Flagge für Rostocks Strände: Neue Regeln für FKK, Hunde und Sicherheit


09. Juni 2026

Mit dem Hissen der Blauen Flagge hat die Badesaison an Rostocks Ostseestränden nun auch offiziell begonnen. Das internationale Qualitätssiegel steht nicht nur für ausgezeichnete Wasserqualität, sondern auch für hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Infrastruktur und nachhaltiges Strandmanagement. Gleichzeitig bringt die neue Strandsatzung einige Veränderungen für Badegäste mit sich – insbesondere in Markgrafenheide und Warnemünde.

„Rostocks Strände stehen seit Jahrzehnten für eine außergewöhnliche Aufenthaltsqualität. Die Blauen Flaggen wehen nun wieder von Diedrichshagen bis Markgrafenheide und sind der Beleg für unsere intensive Arbeit für Sicherheit und Nachhaltigkeit“, sagt die stellvertretende Tourismusdirektorin Ulrike Döring.

Qualitätssiegel für saubere und sichere Strände

Damit die Strände auch während der Saison in bestem Zustand bleiben, werden im Auftrag der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde täglich mehr als 15 Kilometer Küstenabschnitt per Hand und maschinell gereinigt. Zu den häufigsten Fundstücken zählen dabei nach wie vor Zigarettenkippen. Um die Belastung der Umwelt weiter zu reduzieren, wird die Aktion „Kein Plastik bei die Fische“ auch in diesem Jahr fortgesetzt. Insgesamt 5.000 Taschenaschenbecher werden kostenlos über Strandbewirtschafter sowie die Rostock-Informationen an Gäste verteilt.

Für die Verleihung der Blauen Flagge müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden. Dazu gehören neben einer regelmäßig kontrollierten und öffentlich ausgewiesenen Wasserqualität auch hohe Standards bei Infrastruktur, Umweltbildung und Sicherheit. Für Letztere sorgt insbesondere die DRK-Wasserwacht, deren ehrenamtliche Rettungsschwimmer während der Saison über die Sicherheit der Badegäste wachen.

Neue Aufteilung der Strandbereiche in Markgrafenheide

Mit der im Mai von der Bürgerschaft beschlossenen neuen Strandsatzung ändern sich die Nutzungsbereiche an mehreren Strandabschnitten.

Besonders deutlich wird dies in Markgrafenheide. Der bislang durchgehend als FKK-Bereich ausgewiesene Abschnitt zwischen den Strandaufgängen 4 und 23 wird künftig neu gegliedert. Ausschließliches FKK-Baden ist künftig zwischen den Strandaufgängen 4 und 10 vorgesehen. Daran schließt sich bis Strandaufgang 19 ein gemeinsamer FKK- und Textilbereich an. Von Strandaufgang 19 bis 32 ist der Strand ausschließlich für Textilbadende vorgesehen. „Wir ermöglichen es mehr Menschen, an unseren Stränden ihr Badeerlebnis flexibel zu gestalten“, erläutert Ulrike Döring.

Mehr Platz für Hunde und kürzere Wege

Auch Hundebesitzer können sich über Verbesserungen freuen. Der westliche Hundestrand in Markgrafenheide wurde von Strandaufgang 10 bis 14 erweitert. Der östliche Hundestrand wurde zudem verlegt, sodass Gäste des Campingplatzes mit ihren Vierbeinern einen kürzeren Weg zum Strand haben.

Gleichzeitig entfällt in diesen Bereichen die bisherige zeitliche Beschränkung für Hunde. „Das erleichtert nicht nur die Kontrolltätigkeit der Strandvögte, sondern kommt auch den Hundebesitzern entgegen“, so Döring.

Änderungen auch in Warnemünde

In Warnemünde wurde der Hundestrand ebenfalls vergrößert und erstreckt sich nun von Strandaufgang 28 bis 34.

Darüber hinaus gilt die bisherige Regelung, Hunde nur zwischen 21 und 9 Uhr am Strand führen zu dürfen, künftig lediglich noch im Bereich der Strandaufgänge 7 bis 9.

Auch für Badegäste gibt es Neuerungen: Der bisherige Textilstrand zwischen dem FKK-Bereich am Strandaufgang 24 und Strandaufgang 40 wurde in einen FKK-/Textil-Mischbereich umgewandelt. Damit soll auch hier ein flexibleres Miteinander unterschiedlicher Badegewohnheiten ermöglicht werden.

Strengere Regeln für Feuerwerk und Badeverbote

Neu in die Strandsatzung aufgenommen wurde zudem ein grundsätzliches Verbot für das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände. Feuerwerke sind künftig ganzjährig – auch zu Silvester und Neujahr – nur noch mit schriftlicher Genehmigung zulässig.

Präzisiert wurde außerdem das Badeverbot bei gehisster roter Flagge. Wer trotz der Warnung ins Wasser geht, begeht künftig eine Ordnungswidrigkeit.

Spielerisch Baderegeln lernen

Damit insbesondere die jüngsten Strandbesucher sicher durch den Sommer kommen, startet auch in diesem Jahr wieder die beliebte Veranstaltungsreihe „Rette sich wer's kann“.

Vom 7. Juli bis zum 25. August vermitteln die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht jeden Dienstag um 10 Uhr am Rettungsturm 3 in Warnemünde die wichtigsten Baderegeln. Die Teilnahme ist kostenfrei. Spielerisch und kindgerecht lernen die Mädchen und Jungen dabei, worauf es beim sicheren Baden in der Ostsee ankommt.

Mit der Blauen Flagge über den Stränden und den neuen Regelungen startet Rostocks Küste damit gut vorbereitet in die Sommersaison 2026.


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