82. Warnemünder Woche: Gestern volles Programm absolviert, heute Verschiebungen und Absagen

Beim Practice Race erkundeten die etwa 100 Raceboarder aus der ganzen Welt gestern das Surfrevier vor Warnemünde.Beim Practice Race erkundeten die etwa 100 Raceboarder aus der ganzen Welt gestern das Surfrevier vor Warnemünde.07. Juli 2019

Der erste Warnemünder-Woche-Sonnabend war geprägt von drehenden Winden der Stärke 2 bis 3. Bei wenig sommerlichen Temperaturen um die 15 Grad Celsius und Regenschauern konnten aber alle geplanten Wettfahrten über die Bühne gebracht werden. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Tag“, lautet damit auch das Resümee von Sportdirektor Peter Ramcke.

Pünktlich um 10.00 Uhr startete der Wettfahrtleiter der Seeregatten, Wolfgang Bahr, die Mecklenburgische Bäderregatta. Es war der erste Start der 82. Warnemünder Woche. Den etwa 22 Seemeilen langen Kurs nach Kühlungsborn und wieder zurück nach Warnemünde absolvierten die 13 teilnehmenden Boote bei leichtem Wind um die 6 Knoten (Windstärke 2). In der Wertungsgruppe ORC II+III+IV siegte mit einer berechneten Zeit von 3:01:26 Stunden die Projection 762 Zulu von Heiko Schmidt. Bei den ORCi II+III+IV gewann Uwe Kleinvogel mit der Nemo und einer berechneten Zeit von 2:57:21 Stunden. Der Sieg in der Yardstickgruppe 1 ging an die Benenetau 27.7 Dude von Frank Feller. Gleich zwei erste Plätze gab es in der Yardstickgruppe 2 nach einem Protest: Dirk Kommols mit der Hanse 371 Ventus II und Harry Kaltschmidt mit der X-34 Xanthe teilten sich den Sieg.

Für die rund 100 Raceboarder aus der ganzen Welt stand gestern ein Practice Race auf dem Programm. Um 15.00 Uhr ertönte das Startsignal direkt am Strand vor der Sport Beach Arena. Pünktlich zum Start legte auch der Wind leicht zu, auf dann immerhin zehn Knoten im Schnitt (Windstärke 3). Die durch die drehenden Winde verursachte kabbelige See vor Warnemünde machte den Surfern etwas zu schaffen. Raceboarderin Anna Arosilta-Gurvits aus Finnland: „Durch die Wellen war es sehr anspruchsvoll auf dem Wasser.“ Wie der Name schon sagt handelt es sich beim Practice Race um ein Testrennen, um Material und Revier zu erproben. Da überraschte es nicht, dass nicht alle Surfer an der Startlinie zu finden waren. Am Abend fand im Anschluss die WM-Eröffnungszeremonie auf der großen Bühne am Leuchtturm statt. Zuschauer können die Rennen vom Strand vor der Sport Beach Arena am Strandaufgang 1 beobachten.

Die Pre-Worlds sind eine Serie von Wettfahrten vor der eigentlichen Weltmeisterschaft, die die Segler nutzen um sich mit dem Revier vertraut zu machen. Drei Wettfahrten waren gestern angesetzt und alle konnten gesegelt werden. Der Duisburger Reiner Brockerhoff (FRA 1444), der als Top-Favorit auf den Titel gehandelt wird, gewann die ersten beiden Läufe klar, trat dann aber zur dritten Wettfahrt nicht mehr an. In Führung liegt nun mit zwei sechsten und einem zweiten Platz das niederländische Team um Steuermann Merlijn Rutten (NED 1500).

Mit drei gesegelten Wettfahrten legten auch die 2.4mR gestern ein ordentliches Programm hin. Kalle Dehler (GER 10) wurde seiner Favoritenrolle gerecht und übernahm mit zwei Siegen und einem zweiten Platz souverän die Führung. Mit vier Punkten Abstand folgt der Berliner Jürgen Freiheit (GER 4), der den Tag mit einem achten und einem fünften Platz begann und die dritte Wettfahrt zum Tagesabschluss als Erster beendete. Als Drittplatzierter folgt Martin Koller (GER 114) aus Kiel. Wettfahrtleiter Carsten Jansen: „Die Wetterprognose hat zwar nur teilweise gestimmt, aber die Bedingungen waren auf jeden Fall segelbar. Wir haben drei Wettfahrten durchbekommen und hoffen morgen auch noch mal drei zu schaffen.“

Die OK-Jollen und die Piraten wurden gestern um 12.00 Uhr von Wettfahrtleiterin Svenja Ehrmann auf die Bahn „Bravo“ geschickt. In beiden Klassen übernahmen Favoriten die Führung: Der Wismarer Jan Kurfeld (GER 18) gewann alle drei Wettfahrten bei den OK-Jollen und das Team Svenja Thoroe/Karsten Bredt (GER 4492) alle drei Wettfahrten bei den Piraten. „Es war überraschend gut, denn wir hatten mit wesentlich mehr Wind gerechnet“, zeigte sich Svenja Ehrmann am Abend zufrieden mit dem Tag.

Eng geht es bei den RS Aero an der Spitze zu: Juliane Barthel (GER 1903) führt nach einem zweiten Platz und einem Sieg, mit zwei Punkten Vorsprung vor Philip Nann (GER 1541).

Für heute wird es Startverschiebungen geben. „Es ist zu stürmisch“, begründet Peter Ramcke die Entscheidung. Wegen des stürmischen Windes gehen die J/22 und 2.4mR heute nicht mehr auf das Wasser. Der Start für den Langstreckenklassiker Rund Bornholm wurde auf 16.00 Uhr und der für die Raceboarder auf 14.00 Uhr verschoben. Die OK, Pirat und RS Aero sollen nach aktueller Prognose um 15.00 an den Start gehen. Weitere Informationen dazu unter twitter.com/wmder_woche

Alle Ergebnisse unter https://manage2sail.com/de-DE/event/WarnemuenderWoche2019

Foto: Pepe Hartmann

 

 

 



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