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Wenig Greifbares beim Sachstandsbericht zur Strukturkonzeptfortschreibung

Ortsbeirat wie Gäste der Sitzung zeigten sich mit dem Sachstandsbericht zur Fortschreibung des Warnemünde Strukturkonzeptes unzufrieden.Ortsbeirat wie Gäste der Sitzung zeigten sich mit dem Sachstandsbericht zur Fortschreibung des Warnemünde Strukturkonzeptes unzufrieden.11. Januar 2018

Für Unmut und viel Diskussionsstoff bei der Warnemünder Ortsbeiratssitzung am Dienstag sorgte der Sachstandbericht zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes, vorgetragen durch Anja Epper vom Stadtplanungsamt und Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalentwicklung (BSR).

In der Zwischenbilanz war nicht viel Greifbares enthalten. Bis Mitte 2018 sollen danach die Mühlenstraße besprochen, eine Info-Veranstaltung abgehalten und eine Vorlage für die Bürgerschaft erarbeitet werden. Danach stehen der Funktionsplan Mittelmole mit Auslegung des Bebauungsplanes, ein Masterplan Seekanal mit Verträglichkeitsuntersuchung zur Kreuzfahrt und die Planungen zur Bebauung des Werftbeckens auf der Agenda.

Für Zündstoff sorgte beispielsweise, dass das Parken unter den Dünen erneut in Erwägung gezogen wird. Diese Option wurde zuvor von diversen Gutachtern, dem Ortsbeirat und auch von den meisten Warnemündern kategorisch abgelehnt. Auch wurde in dem Vortrag ein Bezug zu dem seit Jahren in Arbeit befindlichen Parkraumkonzept hergestellt und „auf die Umsetzung des Parkraumkonzeptes (mit Ziel der Verminderung von Parksuchverkehren und der Neuordnung des ruhenden Verkehrs in Verbindung mit dem Bau kompakter Stellplatzanlagen in Randlage) verwiesen“. Das Problem: Weder der Ortsbeirat noch die anwesenden Gäste kennen dieses Konzept. „Der im Sommer vergangenen  Jahres vorgestellte Sachstand dazu war bestenfalls einer Auflistung möglicher Parkhausstandorte. Zu einem echten Konzept gehört erheblich mehr“, stellt der Beiratsvorsitzende Alexander Prechtel fest.

Und dann natürlich das leidige Thema Mittelmole: Beiratsmitglied Helge Bothur erinnert an eine Beratungsrunde beim Oberbürgermeister Roland Methling am 13. Juli 2017, in der das Stadtoberhaupt den Teilnehmern unmissverständlich zu verstehen gab, dass er nicht bereit sei, die im Bürgerschaftsbeschluss zur Mittelmole vom Oktober 2014 enthaltenen Vorgaben auch umzusetzen. Der Beschluss beinhaltet zehn Punkte als eindeutige Leitlinie für die Stadtplanung. „Das Handeln von Stadtverwaltung und Wiro ist schädlich für Warnemünde“, ist das Bauausschussmitglied überzeugt. Das kommunale Wohnungsunternehmen Wiro ist Eigentümerin des Filetgrundstücks, welches seit Jahren durch Wohnmobile beparkt wird. „Wie lange wollen wir uns noch im Kreis drehen?“, schimpft Prechtel, der den Wert von Ortsbeiratsbeschlüssen im Allgemeinen hinterfragt. Auch für Hansi Richert ist die Bebauung der Mittelmole der große Knackpunkt: „Hier fehlen für Warnemünde angenehme Ideen.“ Ein weiteres Ärgernis in diesem Zusammenhang: Die versprochene 3D-Visualisierung der geplanten Bebauung – seit sieben Monaten von der Wiro in Aussicht gestellt – steht bis dato aus. „Wir werden uns wohl auf eine Visualisierung mit Achtgeschossern einstellen müssen – das ist bittere Ironie“, mutmaßt Bothur, der die Stadtplaner mit der Koordinierung von Strukturkonzept, Masterplan und B-Plan überfordert sieht.

Schlussendlich fordert der Beiratsvorsitzende greifbare Ergebnisse bis spätestens April 2018.

Foto (Archiv): Günther Rausch



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