Warnemünder Sonntagsschule startet ins Schuljahr 2026/2027


25. August 2026

Wissenswertes, Geschichte und persönliche Geschichten aus Warnemünde und Rostock

Die Warnemünder Sonntagsschule geht in eine neue Runde: Am 5. September 2026 beginnt das Schuljahr 2026/2027. Bis zur Zeugnisausgabe am 6. März 2027 erwartet die „Schülerinnen und Schüler“ wieder eine abwechslungsreiche Reihe spannender Vorträge rund um Geschichte, Wissenschaft sowie das geistig-kulturelle Leben Warnemündes, Rostocks und der Region.

Die Tickets für das gesamte Schuljahr kosten 20 Euro und sind seit Freitag, 21. August, in der Tourist-Information Warnemünde erhältlich.

Alle Vorträge finden im Veranstaltungsraum des Hotel Am Alten Strom, Am Strom 60/61, statt. Sie beginnen jeweils um 11 Uhr, Einlass ist bereits ab 10 Uhr.

Spannende Themen und besondere Geschichten

Die Themenauswahl ist auch in diesem Jahr vielseitig. „Für mich ist alles besonders“, sagt Schulleiter Hartmut Voß. Einige Veranstaltungen hebt er dennoch hervor.

Den Auftakt macht am 5. September der Vortrag „Carl Uterhart – engagierter Arzt zu Land und auf hoher See – zwischen Warnemünde, Washington & Wellington“. Referent ist Benjamin Bowman, ein US-Amerikaner, der heute in München lebt. Carl Uterhart ist ein Vorfahr Bowmans und war viele Jahre als Supervisor auf Auswandererschiffen ab Bremerhaven tätig. Später ließ er sich in Warnemünde nieder und arbeitete dort als Arzt. Für seine Recherchen nahm Bowman auch Kontakt zum Heimatmuseum auf und sichtete dessen Archive.

Am 7. November geht es um die Geschichte der Kunsthalle Rostock. Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle, zeichnet die Entwicklung des einstigen Prestigeprojekts nach – vom einzigen Neubau eines Kunstmuseums in der DDR bis zur heutigen Kunsthalle.

Am 5. Dezember steht mit dem Eisbrecher Stephan Jantzen ein Stück maritimer Geschichte im Mittelpunkt. „Über die Person Jantzens haben wir schon häufiger gesprochen, doch jetzt geht es um das Schiff“, erklärt Voß. Für den Vortrag konnte der Verein Technische Flotte e.V. Rostock gewonnen werden.

Auf einen persönlichen Favoriten freut sich der Schulleiter besonders: Am 9. Januar widmet sich Christian Meyer dem Thema „160 Jahre Warnemünder/Meyers Mühle“. Voß verbindet damit eigene Kindheitserinnerungen: „Ich bin in der Mühlenstraße aufgewachsen und kenne Christian Meyer aus Kinderzeiten. Die Mühle war damals verbotenerweise unser Lieblingsspielplatz.“

Sonntagsschule mit langer Tradition

Die Warnemünder Sonntagsschule wurde bereits 1999 gegründet. Initiator und erster Schulleiter war Gerhard Lau. Anlass war die Wiederherstellung der Vogtei, für die sich Lau maßgeblich engagiert hatte.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 führt Hartmut Voß gemeinsam mit Torsten Linke die Arbeit fort. Während Voß für die Themenauswahl und die inhaltliche Vorbereitung zuständig ist, kümmert sich Linke um die technische Umsetzung, darunter Präsentationen und Ton.

Immer wieder ergeben sich dabei Verbindungen zum Heimatmuseum und dessen Leiter Christoph Wegner. Auch die regelmäßig stattfindenden Warnemünder Museumsabende knüpfen an das Interesse an Geschichte und Kultur des Ostseebades an.

Engagement macht die Vortragsreihe möglich

Dass die Sonntagsschule seit Jahren Bestand hat, ist auch dem Engagement zahlreicher Unterstützer zu verdanken. Die Referentinnen und Referenten verzichten auf ein Honorar, während das Hotel Am Alten Strom den Veranstaltungsraum kostenfrei zur Verfügung stellt. „Wir können dafür gar nicht genug Danke sagen“, betont Hartmut Voß.

Die Warnemünder Sonntagsschule befindet sich in der Trägerschaft des Gemeinnützigen Vereins für Warnemünde e.V. und versteht sich als unterhaltsame Wissensvermittlung für alle, die sich für die Geschichte und Gegenwart Warnemündes, Rostocks und der Umgebung interessieren.


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