Seit dem 9. März herrscht wieder geschäftiges Treiben am Warnemünder Leuchtturm. Wenn am 4. April die neue Saison eröffnet wird, soll schließlich alles in bestem Zustand sein. Dafür legen sich die Ehrenamtlichen um Andreas Herpoldt, der die Arbeiten koordiniert, ordentlich ins Zeug – mit sichtbarem Erfolg.
Den Auftakt bildete eine umfassende Turmbegehung. Auf dieser Grundlage wurden die anstehenden Arbeiten präzise abgestimmt. Schnell zeigte sich: Es gab einiges zu tun.
So wurden die Handläufe der Außengeländer auf der ersten und zweiten Galerie sowie die markante gelbe Glocke im oberen Bereich gründlich entrostet, gereinigt und frisch gestrichen oder ausgebessert. Auch der Tritt im oberen Ausgangsbereich erhielt einen neuen Belag.
Ein besonderes Augenmerk lag auf den Handläufen der Wendeltreppe. „Für die Handläufe der Wendeltreppe nach oben haben wir eine neue (vielversprechende) Farbe verwendet. Diese sieht nicht nur toll aus, sondern trocknet schnell und härtet zudem schnell aus. Das Produkt ist ganz neu auf dem Markt und wir sind ein wenig stolz darauf“, sagt Andreas Herpoldt mit einem Schmunzeln. Seine Hoffnung: weniger Nacharbeit im kommenden Jahr – denn gerade die Handläufe im Treppenhaus sind besonders beansprucht.
Darüber hinaus wurde das Stahlgeländer auf der zweiten Galerie ausgebessert. In enger Abstimmung mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee (WSA) als Eigentümer des Seezeichens erhielt zudem die Holztreppe im oberen Bereich einen frischen Schliff und einen neuen Anstrich. „Die muss jetzt nur noch aushärten“, so Herpoldt.
Auch Bereiche, die Besucher normalerweise nicht zu Gesicht bekommen, wurden nicht vernachlässigt. Im Keller des Turms wird ebenfalls gestrichen und gepflegt.
Der Endspurt läuft: Nicht mehr benötigte Materialien und Geräte werden derzeit aus dem Turm entfernt. „Somit sind wir ‚stand by‘ für den Tischler, der den neuen Tresen mit Windschutz für die Leuchtturmmänner und -frauen einbaut“, erklärt Herpoldt.
Auch weniger beliebte Aufgaben stehen noch an – etwa das Fensterputzen. Mit einem Augenzwinkern wird dies als eher „lästige Männerarbeit“ bezeichnet. Parallel dazu werden außerhalb des Turms die neuen Merchandise-Artikel sortiert und erfasst.
Trotz des umfangreichen Arbeitspensums bleibt die wichtigste Nachricht: Die Crew liegt voll im Zeitplan.
Was hier durch die Ehrenamtler vom Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. geleistet wird, ist alles andere als selbstverständlich. Mit großem Engagement, handwerklichem Geschick und viel Herzblut sorgen sie Jahr für Jahr dafür, dass der Warnemünder Leuchtturm nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein lebendiger Anziehungspunkt bleibt. Ihr Einsatz macht den Unterschied und ermöglicht Besuchern einen sicheren und gepflegten Aufstieg mit phantastischer Aussicht.
Die Eröffnungszeremonie findet am Sonnabend vor Ostern, dem 4. April, um 10 Uhr statt. Ab 11 Uhr empfangen die Ehrenamtlichen die ersten Besucher.
Der Leuchtturm ist bereit – dank Ehrenamt, das man sehen kann.
Nach vierzehn Tagen Einsatzzeit
mit Putzen, schleifen, Malerarbeit
mit neuen Möbeln und Vitrinen
sind wir bereit, dem Spaß zu dienen.
Zu Ostern ist es dann soweit, der Turm ist zum Besuch bereit.
Er öffnet sich für die „Getreuen“, die 135 Steps nicht scheuen.
Er öffnet sich für alle Welt, die Entdeckungslust zusammenhält.
Er öffnet sich auch für die „Alten“, die glücklich‘ Kind an den Händen halten.
Er öffnet sich auch jederzeit für Mädels in dem weißen Kleid, die ihren Liebsten woll’n beglücken...
und wir dann „on Top“ verzücken.
In diesem Sinne, kommt herein –
hier ist ein Ort zum Glücklichsein.
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