Seenotretter holen erkrankten Seemann von Fähre vor Warnemünde


04. März 2026

In mondheller Nacht sind die Seenotretter der Station Warnemünde zu einem medizinischen Notfall auf See ausgerückt. Ein schwer erkrankter Seemann musste in den frühen Morgenstunden des 3. März von der schwedischen RoRo-Fähre Skane geholt und dringend in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers Arkona der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernahm gemeinsam mit einem Notarzt und zwei Notfallsanitätern der Berufsfeuerwehr Rostock den Einsatz.

Notruf mitten in der Nacht

Gegen 1.30 Uhr meldete sich der Kapitän der Fähre bei der deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre Bremen (MRCC Bremen). Die rund 200 Meter lange Fähre befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg von Rostock ins schwedische Trelleborg. An Bord war ein Crewmitglied schwer erkrankt – der Mann musste so schnell wie möglich an Land medizinisch versorgt werden.

Sofort alarmierte die Rettungsleitstelle den Seenotrettungskreuzer Arkona und forderte zusätzliche ärztliche Unterstützung an. Während die Rettungskräfte ausliefen, drehte die Skane bei und lief den Seenotrettern mit Höchstgeschwindigkeit entgegen, um die Distanz zu verkürzen.

Übergabe auf See

Etwa viereinhalb Seemeilen vor Warnemünde – rund acht Kilometer von der Küste entfernt – kam es zum Rendezvous der beiden Schiffe. Über die Lotsenleiter stieg der Notarzt vom 28 Meter langen Seenotrettungskreuzer auf die deutlich größere Fähre über. Nach der Untersuchung stellte er die Transportfähigkeit des Patienten fest.

Kurz vor 3 Uhr übernahmen die Seenotretter den Mann von der Fähre. Die Übergabe zwischen der Skane und der Arkona verlief bei sehr ruhiger See und klarem Nachthimmel reibungslos – ein entscheidender Vorteil bei einem solchen Manöver in Dunkelheit.

Schneller Transport nach Rostock

An Bord des Seenotrettungskreuzers wurde der Patient weiter medizinisch betreut. Gegen 3.30 Uhr erreichte die Arkona Rostock, wo der Mann an einen bereitstehenden Rettungswagen übergeben und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Die Fähre setzte nach der Übergabe ihre Fahrt in Richtung Trelleborg fort.

Der nächtliche Einsatz zeigt einmal mehr, wie eng Seenotretter, Leitstelle und Rettungsdienste zusammenarbeiten, wenn auf See jede Minute zählt.


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