Polarlichter erleben: Fotografin Birka Gleichmann zeigt Ausstellung in Warnemünde


30. April 2026

Sie liebt die Nordlichter – die echten am Himmel. „Schon immer habe ich gehofft, das wunderbare Lichtspiel am Nachthimmel einmal live zu sehen“, erinnert sich Skandinavien-Fan Birka Gleichmann. Vor genau drei Jahren, im April 2023, war es dann so weit. Und dafür musste die gelernte Fotografin keineswegs weit reisen: Sie erwischte ihre ersten Polarlichter quasi vor der Haustür – am Strand von Börgerende, nur wenige Kilometer westlich von Warnemünde. An diesem Tag hatte sie von Freunden den Hinweis bekommen, dass die Chancen besonders gut seien.

„Ich war völlig beseelt, es fühlte sich an, als ob sich etwas in mir öffnet. Es ist so viel mehr als nur ein Naturphänomen. Ich habe mich unfassbar mit der Natur und allem Leben verbunden gefühlt“, beschreibt sie ihr erstes Erlebnis. Und natürlich hatte die Fotografin ihre Kamera dabei. Seitdem hat sie die Jagd nach den Nordlichtern nicht mehr losgelassen. Nächtelang war und ist sie auf der Pirsch – im Sommer ebenso wie im Winter – und hatte bislang bereits 30 Mal das große Glück, Polarlichter hier an der Ostsee zu erleben. Eine Auswahl ihrer schönsten Fotos stellt Birka ab Sonnabend, 2. Mai, im Kunstatelier Warnemünde aus.

Unzählige dieser besonderen Lichtmomente hat sie in den vergangenen drei Jahren festgehalten, sogar geplante Fotoshootings im Polarlicht sind ihr gelungen. „Für mich sind Nordlichter weit mehr, als Fotos allein zeigen können. Jeder festgehaltene Moment hat seine eigene Geschichte. Zu jedem Bild weiß ich noch genau die Situation seiner Entstehung, jedes hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Diese Erlebnisse möchte ich einfach gern teilen. Mir ist es wichtig, in den Austausch mit anderen Menschen zu kommen“, freut sich Birka auf die Vernissage.

Polarlichter in unseren Breiten sehr selten

Die stärksten und beeindruckendsten Nordlichter hier in unseren Breiten sind übrigens noch gar nicht lange her. Erst im Januar dieses Jahres tanzten sie am späten Abend plötzlich am Himmel über Warnemünde – grün, rot und mit bloßem Auge gut sichtbar. Viele zog das überraschende nächtliche Lichtspiel kurzerhand noch einmal ins Freie – und es hinterließ einen bleibenden Eindruck. Schließlich sind sichtbare Polarlichter kaum vorherzusagen, geschweige denn, wann und wo sie am Himmel tanzen. Sie tatsächlich gesehen zu haben, bleibt daher für die allermeisten ein einmaliges Erlebnis.

Nur wenn sogenannte Sonnenwinde riesige Energiemengen ins All schleudern und diese auf das Magnetfeld der Erde treffen, kann das Lichtspiel am Nachthimmel überhaupt entstehen – darin sind sich Wissenschaftler längst einig. Eine genaue Vorhersage bleibt dennoch unmöglich.

„Diese Intensität am 19. Januar war wirklich unglaublich, so hatte ich es bisher auch noch nicht erlebt. Meistens siehst du mit bloßem Auge eher wenig. Wenn du nicht genau hinschaust und dich konzentrierst, erkennst du die Nordlichter oft gar nicht. Die Farben werden erst durch die Kamera sichtbar – und dann merkst du: Das scheinbar Unsichtbare ist ja doch da!“, reflektiert Polarlichtliebhaberin Birka.

Vernissage im Kunstatelier

An diesem Sonnabend, dem 2. Mai, um 18 Uhr wird die Ausstellung der Polarlichtfotografien von Birka Gleichmann im Kunstatelier Warnemünde am Kirchenplatz eröffnet. Neben rund einem Dutzend ihrer Fotografien im Großformat auf Alu-Dibond zeigt die Künstlerin eine audiovisuelle Show – ein Video mit dem Zusammenschnitt eigener Aufnahmen aller Nordlichter, die sie in den vergangenen drei Jahren erlebt hat, begleitet von Live-Musik auf der Geige.

Während des anschließenden Polarlicht-Talks freut sich Birka auf einen regen Austausch und darauf, ihre Liebe zu den Nordlichtern mit anderen Menschen zu teilen.

RikeM


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