Physiker der Uni Rostock veranstalten Planetenlauf


20. September 2023

Ein Team von Studierenden und Promovierenden des Instituts für Physik der Universität Rostock hat für die Umsetzung seines eingereichten Vorhabens „Neugestaltung des Planetenwegs Warnemünde“ 10 000 Euro gewonnen. Die Wissenschaft im Dialog gGmbH hatte im vergangenen Jahr dazu aufgerufen, Kommunikationsideen rund um das Thema „Unser Universum“ – Thema der Wissenschaftsjahres 2023 – einzureichen

„Wir haben uns ein neues Design für die Informationstafeln einfallen lassen und auch die Webseite www.planetenweg-warnemuende.de ist schon am Netz. Wegen der Urlaubszeit hat sich nur die Umsetzung der neuen Tafeln etwas verzögert“, berichtet Physiker Philipp May. Auch soll über die Webseite bald ein Audioguide zu den Planeten angeboten werden. Dieser lasse sich bequem per Codescann über das Smartphone abrufen, verrät der 27-Jährige.

Ebenfalls zum Team gehört Uwe Kleinschmidt. Genau wie Philipp May promoviert er am Institut für Physik in Rostock. Der 25-Jährige berichtet von insgesamt zwölf Stationen, die der Warnemünder Planetenweg umfasst: „Die erste ist die Sonne am Leuchtturm und die letzte die für Exoplaneten, also Planeten jenseits unseres Sonnensystems, in Kühlungsborn.“ Die letzte zu Warnemünde gehörende Tafel befindet sich etwa 500 Meter westlich von Wilhelmshöhe und ist dem Planeten Neptun gewidmet.

Eine der Wettbewerbsauflagen war, einen Lauf zu organisieren. Dieser Planetenlauf findet am 30. September statt. Startpunkt ist der Warnemünder Leuchtturm, wo sich auch die symbolisierte Sonne befindet. „Es gibt zwei Läufe. Einen kürzeren über drei und einen längeren über acht Kilometer“, kündigt Uwe Kleinschmidt an. Gestartet wird um 10 Uhr (3 km, Mindestalter 8 Jahre) und 10.30 Uhr (8 km, Mindestalter 14 Jahre). Voranmeldungen können ab sofort online vorgenommen werden. Diese seien allerdings noch nicht verbindlich und dienten einzig der Vorbereitung. Die eigentliche Anmeldung erfolgt vor Ort am Leuchtturm um 9 Uhr.

Selbst mitlaufen werden Philipp May und Uwe Kleinschmidt am 30. September nicht. Lust hätten sie schon, nur zeitlich passe es nicht. Beide haben mit der Organisation alle Hände voll zu tun. Obwohl sie sich in der Läuferszene gut auskennen und erahnen konnten, was für ein Aufwand dahintersteckt, haben sie diesen unterschätzt. „Am Ende wird es doch immer viel mehr“, so das gemeinsame Fazit. Umso dankbarer sind die beiden Physiker Günter Metelmann, der seine Expertise und Erfahrung vom jährlich stattfindenden Stoltera Küstenwaldlauf bei den Vorbereitungen gern mit einbrachte.

„Es war ein tolles Projekt, das wir alle sehr genossen haben“, betont Uwe Kleinschmidt. Natürlich wäre es schön, wenn sich ein Planetenlauf in Warnemünde etablieren könnte, nur müssten sich dafür Organisatoren finden und die sind derzeit nicht in Sicht.  

Unterstützer von Planetenweg und Planetenlauf sind der Astronomische Verein Rostock e.V., das Institut für Physik der Uni Rostock, die Tourismuszentrale, die Initiative Wissenschaft im Dialog und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.


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