Orang-Utan-Tag im Zoo Rostock: Hand in Hand für die roten Riesen


17. August 2026

Am Mittwoch, 19. August, dreht sich im Darwineum alles um die faszinierenden Menschenaffen und ihren bedrohten Lebensraum. Gemeinsam mit dem Verein Orang-Utans in Not e.V. lädt der Zoo Rostock von 10 bis 17 Uhr zu einem Aktionstag rund um Artenschutz, Regenwald und nachhaltigen Konsum ein.

Orang-Utans sind die einzigen großen Menschenaffen, die überwiegend in den Baumkronen leben. Auf Borneo und Sumatra sind ihre Lebensräume jedoch zunehmend bedroht. Vor allem die Zerstörung tropischer Regenwälder für Palmölplantagen setzt den Tieren zu. Der Internationale Tag des Orang-Utans macht jedes Jahr auf ihre schwierige Situation aufmerksam – und zeigt zugleich, wie Schutzprojekte vor Ort helfen können.

Informationen, Mitmachaktionen und Tipps für den Alltag

Von 10 bis 16 Uhr informieren Mitglieder von Orang-Utans in Not e.V. im Foyer vor dem Kinosaal des Darwineums über die Lebensweise der roten Waldmenschen, die Gefahren für ihren Lebensraum und konkrete Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Die Besucher erfahren unter anderem, wie bewusste Kaufentscheidungen und der Blick auf die Herkunft von Palmöl zum Schutz des Regenwaldes beitragen können.

Um 16 Uhr folgt im Kinosaal der Höhepunkt des Aktionstages: Sebastian Schorr, Tierpfleger im Zoo Leipzig und Vorsitzender von Orang-Utans in Not e.V., berichtet in seinem Vortrag „Die roten Menschenaffen und der Klimawandel auf Sumatra“ von seiner Reise Anfang 2026. Dabei gibt er persönliche Einblicke in die Arbeit des Vereins, darunter Auswilderungsprogramme, die medizinische Versorgung verwaister Orang-Utans und Aufforstungsprojekte.

„Orang-Utans sind faszinierende Wesen und als reine Baumbewohner perfekt an das Leben in den Wipfeln angepasst. Wenn man den Tieren in den Auffangstationen auf Borneo begegnet oder mit den Pflegenden vor Ort arbeitet, wird einem die Dringlichkeit unserer Aufgabe umso bewusster“, sagt Schorr. „Jede Hilfe zählt, um den Bewohnern des Regenwaldes eine zweite Chance in Freiheit zu geben und ihren Lebensraum dauerhaft zu sichern.“

Gemeinsam für den Schutz des Regenwaldes

Der Zoo Rostock unterstützt Orang-Utans in Not e.V. bereits seit Ende 2019. Der 2007 von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig gegründete Verein engagiert sich für den Schutz der bedrohten Menschenaffen. Da im Rostocker Darwineum Borneo-Orang-Utans leben, kommt die Unterstützung insbesondere dem Lamandau River Wildlife Reserve in Zentral-Kalimantan auf Borneo zugute.

Dort werden verwaiste Orang-Utans auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet und anschließend ausgewildert. Tierärzte und rund 30 Mitarbeiter begleiten die Tiere auf ihrem Weg zurück in den Regenwald. Gleichzeitig setzt der Verein auf langfristigen Lebensraumschutz: Jährlich werden rund 21.000 Futterbäume gepflanzt, um durch Waldbrände zerstörte Flächen wiederherzustellen.


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