68.205 Besucher zählte der Warnemünder Leuchtturm in der Saison 2026.
Damit blieb das Wahrzeichen zwar unter der angepeilten Marke von 70.000 Gästen, dennoch zieht der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. eine positive Bilanz. „Dass wir die 70.000er-Marke nicht erreicht haben, liegt daran, dass wir wegen verschiedener Wahlkampfveranstaltungen und Baumaßnahmen während der Saison am Turm insgesamt etwa zwei Wochen nicht öffnen konnten“, erklärt der Vereinsvorsitzende Mathias Stagat.
Nach dem Ende der regulären Besuchersaison stehen für den Verein noch einige Termine an. Auch die Vorbereitungen für das traditionelle Turmleuchten laufen bereits.
Ein Höhepunkt des Vereinsjahres waren die zehn Turmhochzeiten. Dabei handelt es sich nicht um rechtsgültige Eheschließungen, sondern um Zeremonien, bei denen die Brautleute symbolisch „verbandelt“ werden. Die Leitung übernahm Leuchtturmmann Klaus-Jürgen Grothe, im Vorstand ist Holger Posselt für die Turmhochzeiten verantwortlich. „Die Resonanz ist durchweg positiv und die ersten Anmeldungen für 2027 liegen auch schon vor“, berichtet Stagat.
Am 4. Oktober wurde zudem Leuchtturmmann Frank Mangelsdorf aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Der gebürtige Warnemünder hatte sich zwölf Jahre lang für den Leuchtturm engagiert.
Auch wenn die Leuchtturmcrew das Wahrzeichen am Montag regulär „abrüstet“, sind bis in den Dezember hinein noch einige Gruppenbesuche eingeplant. „Wir bedanken uns bei unseren beiden Vormännern Andreas Herpoldt und Uwe Billerdeck und natürlich bei der gesamten Leuchtturmcrew, die das möglich machen“, betont Stagat.
Als Dankeschön für den Einsatz der Ehrenamtlichen während der Saison ist am 14. November eine gemeinsame Reise zum Leuchtturm Arkona auf Rügen geplant. Mit dabei sind auch die Partner der Leuchtturmfrauen und -männer, die ihnen während ihrer Schichten den Rücken freihalten.
Am 29. November lädt der Förderverein um 15 Uhr zum traditionellen Adventssingen am Warnemünder Leuchtturm ein. Auf dem Programm stehen unter anderem wieder Chöre, Glockenspiel und die Stollenbäckerei von Bäckermeister a. D. Christian „Chrischi“ Kempcke. Auch der im vergangenen Jahr erstmals vergebene Gerhard-Lau-Preis wird erneut verliehen. Wer die Auszeichnung erhält, bleibt bis dahin allerdings geheim.
Wenige Tage später steht ein weiterer Termin an: Die inzwischen 31. Ausgabe des Warnemünder Bäderjournals Tidingsbringer wird am Donnerstag, 3. Dezember, um 18 Uhr im Hotel Neptun öffentlich vorgestellt. Eine Signierstunde mit den Autoren folgt am 5. Dezember um 10 Uhr in der Buchhandlung Krakow Nachf. am Kirchenplatz.
Auch abseits der Veranstaltungen gibt es einiges zu tun. Noch im November will das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee (WSA) als Eigentümer der Immobilie das Schließsystem am Leuchtturm und in der Bodenstation erneuern. „Im Rahmen unserer Kooperation mit dem WSA übernehmen wir die Finanzierung der Maßnahme“, erklärt Mathias Stagat.
Neben dem Saisonabschluss richtet sich der Blick bereits auf das nächste große Ereignis am Warnemünder Leuchtturm: das traditionelle Turmleuchten am Neujahrstag 2027. Der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. wirbt dafür um Spenden, um die Finanzierung der Veranstaltung zu unterstützen. Unter dem Motto „Dein Licht für Warnemünde“ können Unterstützer seit Oktober per PayPal einen Beitrag leisten. Die Spenden sollen helfen, das Turmleuchten auch künftig als besonderes Ereignis zum Jahresbeginn zu ermöglichen.
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