Manchmal sind es die kleinen Ideen, die über viele Jahre Großes bewirken. In der vergangenen Woche übergab Siglinde Lindauer, Inhaberin der Detharding-Apotheke am Warnemünder Kirchenplatz, eine Geldspende in Höhe von 715 Euro an Uwe Heimhardt, den Vorsitzenden des Museumsvereins Warnemünde e. V. Das Geld kommt dem Heimatmuseum Warnemünde zugute und ist im Rahmen der beliebten „Kalenderaktion 2025“ zusammengekommen.
Was heute fast selbstverständlich wirkt, begann vor rund 20 Jahren mit einer einfachen, aber nachhaltigen Idee. Viele Apotheken lassen zum Jahresende Wandkalender für ihre Kunden drucken und geben diese kostenfrei aus. Siglinde Lindauer entschied sich damals für einen anderen Weg: Wer einen Kalender mitnehmen wollte, wurde freundlich gebeten, mindestens 50 Cent für das Heimatmuseum zu spenden.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. „Die Kunden haben diesen kleinen Obolus immer gern gegeben“, erinnert sich Lindauer. Jahr für Jahr kamen so mehrere hundert Euro für den Erhalt und die Arbeit des Warnemünder Heimatmuseums zusammen.
Die Kalenderaktion 2025 war erneut ein voller Erfolg. „In diesem Jahr sind wir tatsächlich alle Kalender losgeworden“, sagt die Apothekeninhaberin zufrieden. Dass sich das Engagement lohnt, zeigt auch die Bilanz der vergangenen zwei Jahrzehnte: 12.075 Euro sind in diesem Zeitraum allein durch die Kalenderaktion zusammengekommen – eine Summe, auf die Siglinde Lindauer mit Recht ein wenig stolz ist.
Sowohl sie als auch ihr Ehemann sind seit 2005 Mitglied im Museumsverein Warnemünde und fühlen sich dem Erhalt der lokalen Geschichte und Tradition eng verbunden.
Bei der diesjährigen Spendenübergabe in der Detharding-Apotheke nutzte Uwe Heimhardt, Vorsitzender des Museumsvereins, die Gelegenheit, ausdrücklich zu danken – nicht nur der Apothekeninhaberin, sondern auch dem gesamten Team. „Ohne das Engagement der Mitarbeitenden, die die Kalender an die Kunden gegen eine kleine Spende abgeben, wäre diese Aktion nicht möglich“, betonte Heimhardt.
Die Kalenderaktion der Detharding-Apotheke zeigt eindrucksvoll, wie ehrenamtliches Engagement, lokaler Zusammenhalt und eine gute Idee über viele Jahre hinweg einen wertvollen Beitrag für das kulturelle Leben in Warnemünde leisten können – ganz leise, aber äußerst wirkungsvoll.
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