Das Strahlen der Sonne konkurrierte beim Warnemünder Frühlingslandgang mit dem Lächeln der Gäste – und stand ihm in nichts nach. Verantwortlich dafür waren nicht nur das traumhafte Kaiserwetter am vergangenen Wochenende, sondern auch das abwechslungsreiche Programm, das die Tourismuszentrale, der Gemeinnützige Verein für Warnemünde e.V. sowie Veranstalter Heiko Lange am Fuße des Leuchtturms, am Strand und entlang der Promenade auf die Beine gestellt hatten.
Ulrike Döring von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde eröffnete das Programm am Sonnabend traditionell mit dem Fassbieranstich. „Ich freue mich, dass alle da sind“, sagte sie auf der kleinen Bühne vor dem Lotsendenkmal und verwies auf das vielseitige Angebot. Dazu gehörten unter anderem ein Drachenfest, Musik von Drehorgelorchestern, Mitmachaktionen der Künstlerin Pia-Drei Feuerherz sowie der Auftakt der Meeresbrise-Konzertreihe im Kurhausgarten und zahlreiche Livekonzerte rund um den Leuchtturm.
Auch einige Premieren sorgten für Aufmerksamkeit: Erstmals übernahm Marcel Krüger, Braumeister der Rostocker Brauerei, allein den Fassbieranstich beim Frühlingslandgang. Sein langjähriger Kollege Holger Köpcke hatte sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet. „Ich freue mich sehr, dabei zu sein. In diesem Jahr schenken wir ein Rostocker Zwickel aus – ein feinherbes, süffiges Pils“, erklärte Krüger. Den entscheidenden Schlag setzte in diesem Jahr erstmals Ulrike Döring. Bereits beim zweiten Versuch zeigte sich der Braumeister zufrieden: „Das passt.“ Anschließend zapfte er das Bier für die Gäste.
Auch für Stefanie Pensky, die neue Vorsitzende des Warnemünde-Vereins, war es eine Premiere. „Ich habe schon ein bisschen Lampenfieber“, gab sie offen zu und stellte zugleich einige ihrer Mitstreiterinnen vor. Als das Bier schließlich floss, stimmte die Warnemünder Trachtengruppe das beliebte Lied „Wo de Ostseewellen“ an.
„In diesem Jahr haben wir einiges umgestaltet“, erklärte Marktleiter Heiko Lange. Rund 40 Markthändler beteiligten sich am Warnemünder Frühlingslandgang auf der Promenade. „Wir haben verstärkt auf Blumenschmuck gesetzt – zwar künstlich, aber farbenfroh und passend zum Frühling.“
Am Strandaufgang 11 startete parallel die Saison im Beachhouse von Supremesurf. Zahlreiche Gäste genossen dort in entspannter Atmosphäre das maritime Flair. „Wir haben in diesem Jahr zwölf neue Windsurfboards für unsere Flotte angeschafft“, berichtete Betreiber Daniel Weiß. Geöffnet ist vorerst an Wochenenden und Feiertagen ab 10 Uhr, in den Sommermonaten Juli und August dann täglich.
Neu im Programm ist das „After-Surf“-Angebot, das dienstags und sonnabends von 18 bis 22 Uhr stattfindet. Ab Juni gibt es zudem regelmäßig donnerstags ab 18 Uhr Livemusik. Besonders stolz ist Weiß auf eine weitere Neuerung: „Wir haben eine neue Siebträgerkaffeemaschine angeschafft und kooperieren mit dem Strand-Hotel Hübner, das eigene Kaffeeröster ausgebildet hat. Das Motto: ‚Kaffee mit Meerblick – geröstet‘.“ Für den Wassersportler ein perfekter Slogan.
Zurück zum Frühlingslandgang: Für große Begeisterung sorgte einmal mehr der Strandburgenwettbewerb. Den Sieg sicherte sich erneut Robert gemeinsam mit seiner Frau Elli und den Kindern Lilou und Laila. In diesem Jahr beeindruckten sie mit einer überdimensionalen Schildkröte aus Sand. „Wir haben schon einmal mit einem Hummer gewonnen und sind sogar zweimal Landesmeister geworden“, berichteten die stolzen Gewinner. Unterstützung erhielt das Familien-Team spontan von Strandbesucherin Babett aus Berlin.
Parallel dazu erfreuten sich die Besucher am bunten Treiben des Drachenfests, bei dem zahlreiche kunstvolle Flugobjekte den Himmel über Warnemünde schmückten.
Maria Pistor
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