Nach dem stürmischen Vortag konnten die Seglerinnen und Segler bei der 88. Warnemünder Woche am Montag unter deutlich moderateren Bedingungen wieder angreifen. Während in den ILCA-Klassen die Favoriten ihre Spitzenpositionen souverän verteidigten, fielen auch in den Finn-Dinghys und den Topcat-Klassen die Entscheidungen. Erstmals gingen zudem die jüngsten Teilnehmer im O'pen Skiff auf die Regattabahn.
Nachdem die ILCA 4 am Starkwindtag pausieren mussten, standen für die verbliebenen 17 Teilnehmer gleich drei Wettfahrten auf dem Programm. An der Spitze ließ Kira Gremlitza vom Berliner Yacht-Club keine Zweifel mehr aufkommen. Selbst einen fünften Platz konnte sie als Streicher verbuchen, ehe sie mit einem ersten und einem zweiten Rang den Gesamtsieg bei der Eastern District Championship perfekt machte. Platz zwei belegte Julian Konrad Garbe, dessen Penalty am Endergebnis nichts Wesentliches änderte. Rasmus Buck komplettierte das Podium.
Noch beeindruckender verlief die Serie im ILCA 6: Victor Hensel präsentierte sich über die gesamte Regatta in bestechender Form. Sechs Siege in sechs Wettfahrten sprechen für sich. Lediglich der zweite Platz aus der Auftaktregatta ging als Streicher in die Wertung ein – eine nahezu perfekte Bilanz, mit der sich Hensel den Titel des Eastern District Champions sicherte.
Auch bei den Finn-Dinghys blieb die Rangfolge nach zwei weiteren Wettfahrten unverändert. André Budzien gewann die Regatta vor Fabian Lemmer und Harald Weichert. Trotz eines kleineren Teilnehmerfeldes zeigte sich der erfahrene Segler zufrieden: „Sehr herausfordernde Bedingungen. Leider war unser Feld nicht so groß. Aber die besten Segler der Klasse aus Deutschland waren hier. Es war ein sehr interessanter Wettkampf. Es hat super Spaß gemacht“, bilanzierte Budzien.
Für ihn ist die Warnemünder Woche damit noch nicht beendet: Bereits am Freitag geht er in der OK-Klasse erneut an den Start. Die angekündigten leichten Winde sieht der vergleichsweise schwere Segler allerdings mit gemischten Gefühlen.
Nach wetterbedingten Einschränkungen konnten die Topcat-Klassen erstmals ihr vollständiges Wettfahrtprogramm absolvieren. Bei zehn bis 15 Knoten Wind dominierte Sascha Streichel die K1-Klasse mit vier Laufsiegen. Gerrit Haake und Sascha Giebelhausen belegten die weiteren Podestplätze.
In der K2 gingen am Abschlusstag nur noch Ralf Zank und Steffen Johne an den Start – in genau dieser Reihenfolge beendeten sie auch die Gesamtwertung. Ein ähnliches Bild bot sich in der K3, wo Matthias Horstmann vor Enno Harders die Nase vorn hatte.
Premiere feierten die jüngsten Seglerinnen und Segler im O'pen Skiff. Bei zehn bis 13 Knoten Wind konnten sie erstmals ihre Wettfahrten auf dem strandnahen Kurs absolvieren.
In der U13 führt derzeit der Pole Filip Zbyryt vor Benedikt Becker und Henryk Glaza. Bei den U17 liegt seine Landsfrau Paulina Szczepa hauchdünn vor Florian Schupp und Pawel Sitko.
Ob die geplanten Wettfahrten heute stattfinden können, bleibt allerdings fraglich. Die Wetterprognosen lassen vermuten, dass die Nachwuchssegler ihre Regatta erst am Mittwoch fortsetzen können.
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