Im Warnemünder Kunstatelier am Kirchenplatz 3 ist eine besondere Premiere in die Warnemünder Woche eingebettet. Am Sonnabend um 11 Uhr öffnet eine Ausstellung mit Arbeiten von Maila Naumann, Helene Götzke und Hannah Lepinski von der Warnemünder Ecolea-Schule.
Das Kunstatelier hat besonders begabten Schülerinnen der Ecolea-Schule eine Wand für ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt. „Begleitet wurde das Projekt von den Lehrerinnen Daniela Duwe und Katja Caglayan, die die jungen Künstlerinnen auf ihrem Weg unterstützt haben“, sagt Ateliergründerin Christin Ludwig. Für die Nachwuchskünstlerinnen ist es eine Chance, ihre Werke außerhalb der Schule zu zeigen. „Wir haben besonders talentierte Schülerinnen ausgewählt und finden es toll, dass die Schülerinnen ihre Arbeiten einmal öffentlich präsentieren können“, sagt Lehrerin Katja Caglayan.
Auf die Idee war Atelierfreund Björn Haß gekommen, der Schülerarbeiten im Edward-Munch-Haus gesehen hatte. Das brachte ihn auf den Gedanken, eine Kooperation mit der Galeriegründerin und den Künstlern anzuregen. „Wir fanden das klasse. Gerade hat die 85-jährige Heidi Hopfmann aus Hohe Düne Warnemünde-Bilder gezeigt, jetzt wird mit dieser Ausstellung eine Brücke zur jungen Generation geschlagen“, so Haß. „Wir anderen Künstler sind begeistert – wegen der Chance für die Schülerinnen. Außerdem erweitert das die Galerie vielleicht noch um einen neuen Publikumskreis“, sagt Sebastian Stave, der zur Künstlergemeinschaft zählt.
Eine, die von diesem Gedanken profitiert, ist Maila Naumann aus Diedrichshagen. Kunst ist ihr Lieblingsfach. „Dafür brauche ich mich auch gar nicht extra vorzubereiten. Kunstunterricht am Montag und Donnerstag sind die Stunden, in denen ich mich immer so richtig kreativ ausleben kann“, offenbart Maila.
Das geht Helene Götzke ähnlich. Sie hat den beiden Lehrerinnen verraten, dass der Kunstunterricht ein Grund sei, sich morgens so richtig auf die Schule zu freuen. Zunächst zeigen die drei Schülerinnen ihre Arbeiten gemeinsam an einer Wand des Kunstateliers. Später sind Einzelausstellungen mit jeder der drei Schülerinnen über jeweils zwei Monate geplant.
Den Anfang machen voraussichtlich Hannah oder Helene, Maila kommt auf eigenen Wunsch als Dritte an die Reihe. „Ich brauche noch etwas Zeit für die Vorbereitungen“, begründet sie. Von ihr ist derzeit außerdem eine Arbeit im Rahmen einer Schülerausstellung in der Kunsthalle zu sehen. „Ich finde die Möglichkeit, seine Arbeiten einmal öffentlich und außerhalb der Schule zu präsentieren, toll“, sagt die kunstaffine Schülerin. „Ich empfinde das als eine große Wertschätzung unserer Arbeiten.“
Das Kunstatelier in Warnemünde ist mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Maria Pistor
Kommentieren Sie den Artikel