Björn Diemel hat eigentlich alles, was ein erfolgreicher Anwalt braucht: Karriere, Geld und einen gut gefüllten Terminkalender. Was ihm fehlt, ist Zeit – für sich selbst und vor allem für seine Familie. Seine Frau zieht deshalb die Konsequenz und schickt den überarbeiteten Anwalt zu einem Achtsamkeitsseminar.
Tatsächlich beginnt Björn dort, sein Leben neu zu sortieren. Er lernt, Grenzen zu setzen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und wieder mehr Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Doch ausgerechnet sein Beruf macht die neu gewonnene Gelassenheit zur Herausforderung: Björn vertritt einen mächtigen Mafiaboss, dessen Erwartungen sich nur schwer mit den Prinzipien von Achtsamkeit und Work-Life-Balance vereinbaren lassen.
Björn findet eine ungewöhnlich konsequente Lösung. Je achtsamer er seinen Alltag gestaltet, desto entschlossener räumt er alles aus dem Weg, was seinem neuen Lebenskonzept im Wege steht. So treffen Coaching-Sätze auf organisierte Kriminalität und meditative Gelassenheit auf ziemlich handfeste Probleme.
Mit „Achtsam morden“ bringt das Volkstheater Rostock die Bühnenfassung von Bernd Schmidt nach dem Bestseller von Karsten Dusse in die Kleine Komödie Warnemünde. Die Inszenierung von Dominique Schnizer verbindet schwarzen Humor, Krimi und Komödie zu einem rasanten Theaterabend und nimmt zugleich die moderne Suche nach Balance und Selbstoptimierung augenzwinkernd aufs Korn. Die Frage, wie nah Gelassenheit und Gewalt beieinanderliegen können, wird dabei auf höchst unterhaltsame Weise beantwortet.
Der Roman wurde zum Publikumserfolg und 2024 auch als Netflix-Serie adaptiert. Nun kommt die Geschichte auf die Bühne – mit Hagen Ritschel, Ulrich K. Müller und Anouk Warter. Für Bühne und Kostüm zeichnet Christin Treunert verantwortlich.
Premiere ist am Freitag, 11. September 2026, um 20 Uhr in der Kleinen Komödie Warnemünde. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Eventuell gibt es noch Karten an der Abendkasse.
Weitere Vorstellungen sind am Dienstag, 22. September (20 Uhr), Sonntag, 27. September (18 Uhr) und am Donnerstag, 31. Dezember (17 und 21 Uhr) geplant.
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