„AIDAluna“ beendet Kreuzfahrtsaison in Warnemünde


04. November 2026

Mehr als eine halbe Million Passagiere gingen 2026 im Ostseebad an und von Bord

Mit dem Anlauf der AIDAluna am Dienstag, 3. November, ist die diesjährige Hauptsaison der Kreuzschifffahrt in Warnemünde zu Ende gegangen. Ein letzter Kreuzfahrtbesuch steht allerdings noch bevor: Am 29. Dezember wird mit der Spirit of Adventure der britischen Reederei Saga Cruises ein weiteres Schiff erwartet.

Die Bilanz der Rostock Port GmbH fällt erneut positiv aus: Für das Jahr 2026 rechnet der Hafenbetreiber mit insgesamt rund 563.000 Seereisenden bei 157 Schiffsanläufen. Damit bleibt Warnemünde trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr (2025: 592.000 Passagiere und 165 Anläufe) einer der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Deutschlands. An insgesamt 125 Tagen machten Schiffe von 20 nationalen und internationalen Reedereien im Ostseebad fest.

„Erneut besuchten mehr als eine halbe Million nationale und internationale Kreuzfahrtgäste Warnemünde. Rostocks Ostseebad bleibt neben dem Überseehafen eines der Haupteingangstore für in- und ausländische Seereisende in Deutschland“, resümiert Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH. Diese Entwicklung sei vor allem der Zusammenarbeit zahlreicher maritimer und touristischer Unternehmen in Stadt und Land zu verdanken.

AIDA Cruises bleibt wichtiger Partner

Das größte Schiff der Saison war die Sky Princess mit einer Bruttoraumzahl von 145.281, einer Länge von 330 Metern und Platz für rund 3.700 Passagiere. Bei 92 Schiffsanläufen fanden Voll- oder Teilreisewechsel statt.

Eine wichtige Säule des Kreuzfahrtgeschäfts bleibt die Rostocker Reederei AIDA Cruises. Mit der AIDAdiva, AIDAluna und AIDAmar starteten gleich drei Schiffe insgesamt 65 Mal von Warnemünde aus zu Ostsee- und Norwegenkreuzfahrten. Die MSC Magnifica absolvierte 18 Passagierwechselanläufe, die Mein Schiff 7 von TUI Cruises kam sechsmal zum Reisewechsel und die Nordstjernen der Reederei Vestland Classic dreimal.

Zu den besonderen Ereignissen zählten die Erstanläufe der Evrima am 18. Juli, der Scenic Eclipse II am 21. August und der Seven Seas Grandeur am 23. August. Auch abseits der regulären Schiffsanläufe gab es besondere Momente: Am 25. und 26. April lockte die gemeinsam mit der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde veranstaltete Port Party zahlreiche Besucher an den Neuen Strom. Vom 9. bis 11. Oktober feierte das Postschiff Nordstjernen seinen 70. Geburtstag in Warnemünde.

Internationale Gäste entdecken die Region

Die größte Gruppe der Kreuzfahrtpassagiere stellten erneut die Deutschen mit knapp 200.000 Gästen. Dahinter folgten Reisende aus den USA, Großbritannien, Kanada, Italien und Spanien sowie aus weiteren rund 140 Nationen.

Mehr als 121.000 Passagiere nutzten ihren Aufenthalt für einen Landgang und erkundeten Warnemünde, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin. Weitere rund 442.000 Seereisende begannen oder beendeten ihre Kreuzfahrt in Warnemünde. Diese Reisewechselgäste sorgen für zusätzliche Nachfrage in Hotels, Gastronomie, Einzelhandel, Verkehr und Tourismus und stärken damit die regionale Wertschöpfung.

Landstrom und Abwasserentsorgung für mehr Umweltschutz

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg gewinnt die umweltverträgliche Gestaltung des Kreuzfahrtbetriebs zunehmend an Bedeutung. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Nutzung moderner Hafeninfrastruktur.

So nahmen in dieser Saison 21 Kreuzfahrtschiffe bei insgesamt 100 Anläufen die Möglichkeit zur direkten Schiffsabwasserentsorgung in das öffentliche Abwassernetz in Anspruch. Auf diesem Weg wurden rund 30.100 Kubikmeter Abwasser umweltgerecht entsorgt.

Auch die Landstromversorgung wurde genutzt: 13 Kreuzfahrtschiffe bezogen bei 71 Anläufen insgesamt 2,37 Millionen Kilowattstunden Strom aus dem Hafen. Dadurch können die Schiffe während ihrer Liegezeit ihre eigenen Motoren abschalten. Das reduziert Emissionen und Lärmbelastungen im Ostseebad.

„Nachhaltiges Wachstum bedeutet für uns: verlässliche Qualität für Reedereien und Gäste sowie eine möglichst geringe Belastung für Umwelt und Anwohner“, erklärt Jens Scharner, ebenfalls Geschäftsführer der Rostock Port GmbH. Gemeinsam mit den Reedereien wolle man auf eine noch regelmäßigere Nutzung der Landstromanlage hinwirken. Sie leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Warnemünde.

Ausblick auf die Kreuzfahrtsaison 2027

Für das kommende Jahr rechnet Rostock Port mit ähnlichen Anlauf- und Passagierzahlen wie 2026. Warnemünde bleibt damit ein gefragter Standort im internationalen Kreuzfahrtgeschäft. Ziel ist es, die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Lebensqualität im Ostseebad zu verbinden.


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