Das traditionsreiche Hotel Neptun in Warnemünde feiert in diesem Sommer sein 55-jähriges Bestehen – und die Jubiläumsaktion entwickelt sich schon jetzt zu einem emotionalen Publikumserfolg. Herzstück ist ein außergewöhnliches Gewinnspiel, das nicht nur Geschichte greifbar macht, sondern auch die enge Verbindung zwischen Haus und Gästen eindrucksvoll widerspiegelt.
Zum 55. Geburtstag hat sich das Hotel nicht nur äußerlich herausgeputzt: Die markanten, historischen Leuchtbuchstaben „H, O, T, E, L“ am Neptun-Portal wurden im vergangenen Jahr aufwendig erneuert und die „alten“ sorgfältig bewahrt. Die Buchstaben werden seit Januar einzeln verlost – verbunden mit einem Aufruf an Gäste, Einheimische und ehemalige Mitarbeitende, ihre persönlichen Geschichten und schönsten Erinnerungen aus 55 Jahren Hotelgeschichte zu teilen.
Die Resonanz übertrifft alle Erwartungen. Mehr als 500 Zuschriften sind bereits eingegangen – per Post, E-Mail und über soziale Medien. „Mit dieser Menge haben wir nicht gerechnet und sind total überrascht“, freut sich PR-Managerin Silke Greven.
Die Einsendungen kommen von Rostockern, Warnemündern und Gästen aus nah und fern. Viele berichten von jahrzehntelangen Verbindungen, von Urlauben über Generationen hinweg, von besonderen Lebensmomenten im Hotel. „Viele Menschen haben eine Verbindung zum Neptun. Dieses Haus aus Stahl und Beton lebt“, so Greven: „Durch seine treuen Gäste, die immer gerne wiederkommen, hier feiern, lachen und sich verwöhnen lassen und sein langjähriges Team, von denen alle leidenschaftliche Gastgeber sind.“
Die ersten drei Buchstaben „H“, „O“ und „T“ haben bereits neue Besitzer gefunden. Noch bis zum Einsendeschluss am 31. Mai 2026 besteht die Chance, die verbleibenden Buchstaben „E“ und „L“ zu gewinnen. Die monatlichen Verlosungen laufen bis zur großen Jubiläumsgala am 6. Juni.
Besonders berührend sind die eingereichten Erinnerungen. „Beim Lesen geht uns jedes Mal das Herz auf“, berichtet Greven. Die Geschichten erzählen von Familien, die über Generationen hinweg ins Neptun reisen, von ersten Begegnungen und großen Lebensmomenten.
So beschreibt Katrin Kranewitz-Blumberg, Enkelin des Malers und Grafikers Hans Räde (1921-2018), ihre tiefe Verbundenheit mit dem Haus, das für sie untrennbar mit Familienurlauben über Generationen verbunden ist: Der Blick auf die Ostsee, die Anreise nach Warnemünde – all das sei für sie bis heute ein emotionaler Sehnsuchtsmoment.
Auch persönliche Lebensgeschichten werden lebendig: Annette Biniewski lernte in den 1980er-Jahren in der legendären Diskothek „Daddeldu“ ihren Mann kennen – heute lebt das Paar seit Jahrzehnten glücklich in Warnemünde.
Ein ehemaliger Mitarbeiter erinnert sich ebenfalls: James Hubert berichtet von seiner Einstellung im Jahr 1973, die ursprünglich nur für kurze Zeit geplant war – geblieben ist er bis heute an der Küste. Und Birgit Rabe schildert, wie ein Aufenthalt im einst schwer erreichbaren Hotel für sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.
Die Jubiläumsaktion zeigt eindrucksvoll, welche emotionale Bedeutung das Hotel Neptun für viele Menschen hat. „Das Gästefeedback ist eine ganz besondere Wertschätzung für unser Haus und das gesamte Team“, betont Greven.
Wer noch teilnehmen möchte, kann seine Erinnerungen und Bilder bis zum 31. Mai einreichen – an PR-Managerin Silke Greven, Hotel Neptun, Seestraße 19, 18119 Warnemünde, an s.greven@hotel-neptun.de oder postet alles auf dem hoteleigenen Facebook-Kanal. Neben der Chance auf einen der begehrten Original-Buchstaben steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: das gemeinsame Erinnern an 55 Jahre gelebte Hotelgeschichte.
Kommentieren Sie den Artikel
Meine Eltern waren oft im Hotel Neptun und haben dort wunderbare Tage verbacht, ich würde Ihnen gerne einen Buchstaben zur Goldenen Hochzeit schenken.
Oft aus der Ferne angesehen. Einiges gelesen über Begebenheiten aus diesem Haus. Es gibt bestimmt unzählige Bilder und Geschichten dazu. Vergessen wird es bestimmt nicht so schnell.
Es gibt diesen Moment, den ich bis heute nie vergessen habe. Ich war zehn Jahre alt, als ich das erste Mal vor dem Hotel Neptun stand. Für meine Eltern war das damals etwas ganz Besonderes. Mein Vater hatte monatelang versucht, irgendwie ein Wochenende dort möglich zu machen. Als wir ankamen, war es früher Abend. Die Leuchtbuchstaben über dem Eingang haben gestrahlt und ich dachte als Kind: So sieht die große Welt aus. Meine Mutter nahm meine Hand, wir gingen durch die Drehtür und plötzlich roch alles nach Meer, Parfum und Urlaub. Dieses Gefühl ist bis heute geblieben. Viele Jahre später stand ich wieder dort. Diesmal nicht als Kind, sondern mit meiner eigenen Tochter. Und plötzlich sagte sie genau denselben Satz wie ich damals: ‚Mama, ist das hier ein richtig berühmtes Hotel?‘
Da musste ich lachen. Und gleichzeitig hätte ich fast geweint. Seitdem ist das Neptun für mich mehr als ein Hotel. Es ist ein Ort, an dem Zeit stehen bleibt. Ein Ort, der Erinnerungen bewahrt. Wenn ich heute die alten Leuchtbuchstaben sehe, denke ich sofort an diesen Abend mit meinen Eltern zurück. Deshalb würde mich der Buchstabe ‚E‘ nicht einfach an ein Gebäude erinnern, sondern an drei Generationen meiner Familie und an das Gefühl, angekommen zu sein.