… so jedenfalls sehen es die amerikanischen Kreuzfahrt-Touristen, das bestätigte auch HERO-Sprecher Christian Hardt. Deshalb will sich Warnemünde in diesem Jahr auch noch internationaler zeigen. Ab sofort werden alle Kreuzfahrer im Warnemünder Cruisecenter auf zwei nagelneue zweisprachige Infotafeln stoßen, auf denen alle wichtigen Punkte des Ostseebades eingetragen sind. Außerdem liegen hier, ebenfalls zweisprachig, Infoflyer und Broschüren mit Kartenmaterial, Tagestourprogrammen, Tipps zur Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Kultur-, Shopping- und Gastronomieangeboten aus.
Ein wichtiger Anlaufpunkt für alle Passagiere und Kreuzfahrtinteressierte ist auch in diesem Jahr wieder die Kreuzfahrer-Tourist-Info in Karls Pier 7 – vom 23. April bis Ende September täglich geöffnet von 8 bis 17 Uhr und bei Bedarf auch länger. Das freundliche Serviceteam um Brit Innocenti verfügt über hervorragende Fremdsprachenkenntnisse und erteilt gern Auskünfte aller Art.
Die Warnemünder Unternehmerin Melanie Krüger freut sich über das internationale Auftreten Warnemündes, denn Kreuzfahrt-Touristen – ob nun zu Wasser oder zu Land – sind eine stetig wachsende Zielgruppe. Seit Jahren bietet Sie mit der MS BALTICA gerade Kühlungsborn-Touristen Warnemünde-Ausflüge mit „Schiffe gucken“ an.
Im vergangenen Jahr unternahmen von insgesamt 258.000 Passagieren nur etwa 60.000 Gäste einen Ausflug in die Hauptstadt Berlin. Das kleine beschauliche Warnemünde nimmt 2012 in der Rangliste der Ostsee-Kreuzfahrthäfen hinter St. Petersburg, Kopenhagen und anderen Metropolen immerhin den sechsten Rang ein.
Am Montagmorgen, um 5:40 Uhr war es soweit: Die AIDAsol legte als erstes Kreuzfahrtschiff der Saison am Warnemünde Cruise Center an. Das war der Startschuss für die Kreuzfahrtsaison 2012. Das Schiff beendet, aus Kopenhagen kommend, mit mehr als 2.000 Gästen an Bord eine 4-tägige Kurzreise. Nach dem Passagierwechsel stach die AIDAsol am Abend des 23. April 2012 gegen 21:00 Uhr, vollbepackt mit Passagieren, wieder in See. Die nächste Reise führt sie im Rahmen einer 4-tägigen Minikreuzfahrt nach Oslo und Kopenhagen, bevor das Schiff am 27. April erneut in Warnemünde zu Gast sein wird.
Am 31. Mai wird mit AIDAblu ein weiteres Schiff der Kussmund-Flotte in Warnemünde einlaufen. 2012 werden AIDAsol und AIDAblu insgesamt 33-mal an der Warnowmündung zu Gast sein. Das Rostocker Unternehmen AIDA Cruises nutzt den Kreuzfahrthafen von Warnemünde bereits seit vielen Jahren als Start- und Zielhafen für verschiedene Kreuzfahrten in der Ostsee. In dieser Saison führen von Anfang Mai bis Mitte September 10-tägige Reisen mit AIDAsol und AIDAblu u.a. in die Ostseemetropolen Sankt Petersburg, Tallinn und Stockholm.
2013 werden die Schiffe der AIDA-Reederei noch öfter die Warnemünder Mole passieren. Besonderes Highlight der Saison wird die Vorstellung des neuen Schiffs AIDAstella sein, das am 17. März 2013 von Warnemünde aus auf Jungfernfahrt durch Nordeuropa geht. Insgesamt 45-mal wird es 2013 für Gäste und Besatzung „Leinen los!“ in Warnemünde heißen.
Am kommenden Wochenende findet in Warnemünde das traditionelle Stromerwachen – der offizielle Saisonauftakt – statt. Es ist bereits das 18. Mal, dass die Ferien- und Badesaison in dieser Form eröffnet wird. Da es, will man den Wetterfröschen Glauben schenken, relativ warm werden soll, rechnet der Veranstalter, der Gemeinnützige Verein für Warnemünde e.V. mit sehr vielen Besuchern.
Und was erwartet sie? Am 28. April um 11 Uhr erfolgt das Eröffnungszeremoniell mit Tourismusdirektor Matthias Fromm. Er wird die Saison an der Alten Vogtei offiziell eröffnen. Mit von der Partie sind der Warnemünder Shantychor „De Klaashahns“, die Trachtengruppe des Seebades, die Line-Dance Gruppe „Dancing Hills“ und die Sängerin Anne Möller. Traditionell wird ein Fass Bier angestochen. Mit dem Stromerwachen ist auch das 7. Drehorgeltreffen verbunden. Über 30 Drehorgelkünstler aus Deutschland und ein Musiker aus Schweden, nehmen an diesem Treffen teil. Einige der historischen Musikinstrumente haben bereits ein Alter von über 100 Jahren erreicht.
Die große Shoppingmeile befindet sich beiderseits des Alten Stroms. Der Bootsverleih um Fred Matuchniak, auf der Ostseite am oberen Alten Strom, bietet viel Abwechslung für jung und alt. Einen Wermutstropfen gilt es dennoch zu verkraften: Die denkmalgeschützte Bahnhofsbrücke kann wegen eines technischen Schadens auch in diesem Jahr nicht gedreht werden. Das Stromerwachen zieht sich vom 28. April bis zum 1. Mai durch das Seebad.
Veranstaltungsprogramm zum Download (PDF)
Im Rahmen des 18. Stromerwachens lädt die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde zu einem Unplugged-Konzert der Extraklasse mit der Band „Irish Coffee“ auf den Kulturboden, Am Strom 59, ein. In diesem Jahr feiert die Band ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.
Lassen Sie sich mit authentischer irischer, aber auch schottischer oder internationaler Folkmusik in poppig-rockigem Sound mit Countryelementen von ausdrucksstarken Stimmen und professionellen Musikanten auf die „grüne Insel“ entführen. Tickets gibt es in der Touristinformation in Warnemünde, Tel. 03 81 / 54 80 00, (10,- EUR/9,- EUR ermäßigt mit Kurkarte) und 12,- EUR an der Abendkasse.
Foto: Irish Coffee
Am vergangenen Wochenende zogen einige schwere Schauerstaffeln über Warnemünde hinweg. Am Freitag gab es kurzzeitig ungewöhnlich starke Niederschläge, die sogar von Blitz und Donner begleitet waren. Am Sonntag zog eine Schauerstaffel über das Seebad, die sogar Hagelkörner ausschüttete. Kurzzeitig lag eine dicke Hagelkörnerschicht auf der Strandpromenade. Der nachfolgende Sonnenschein fraß die Hagelschicht jedoch schnell wieder weg.
Kaum sind die Osterfeiertage vergangen, kündigen sich schon wieder neue an. Der Himmelfahrtstag steht auf dem Kalender. Warnemünde ist gerade an diesem Tag ein beliebtes Ausflugsziel. Das war schon früher so und wird es auch 2012 wieder sein. Die Gaststätten und Restaurants sind auf diesen Tag vorbereitet.
Besonders beliebt ist das Gartenrestaurant am Hotel Wilhelmshöhe an der Steilküste Stoltera. Ebenso beliebt sind auch die Gasthäuser in Markgrafenheide. Die Waldgaststätte Schnatermann an der Nordostseite des Breitlings ist am besten mit dem Mississippi-Raddampfer „Schnatermann“ zu erreichen, dessen Reeder sicherlich an diesem Tag einen Pendelverkehr einrichten wird.
Eine Woche vor dem Saisonstart wurde in Warnemünde das „Großreinmachen“ angesetzt. Überall in den Straßen wurde geputzt und der letzte Winterdreck beseitigt. Blumen wurden in die Vorgärten gepflanzt und selbst an zahlreiche Umrandungen der Straßenbäume pflanzten die Anwohner Blumen. Der Strand ist längst gefegt, und die Laufbretter zu den Strandkörben sind ausgelegt. Wenn auch an einigen Stellen das Saubermachen vergessen wurde, wie zum Beispiel an der Ecke Rostocker Straße – Fritz Reuterstraße, so hat sich der Einsatz doch gelohnt. Allerdings ist noch eine Reihe von kleineren Baustellen zu finden, die leider den Gesamteindruck mindern.
Der Warnemünde Verein lud ebenfalls am vergangenen Wochenende zur großen Frühjahrsaktion „Warnemünde soll schöner werden“. Immerhin 40 Helfer waren am Sonnabendvormittag im Ostseebad zu Gange und sie buddelten und pflanzten, was das Zeug hielt. Schwerpunkte waren in diesem Jahr die Bereiche rund um den Leuchtturm, in der Richard-Wagner-Straße und in der Kurhausstraße. Das gesamte Pflanzgut wurde aus Spendenmitteln finanziert.
Das ging dann doch nicht so ganz planmäßig, wie angenommen: Die Neuanlage der Straße zum Passagierkai. Der letzte Abschnitt dieser als Hochwasserschutzdamm deklarierten Straße wird wahrscheinlich erst Mitte Mai komplett fertiggestellt sein. Dann allerdings wird das Ostseebad Warnemünde um eine exquisite zweispurige Straße reicher sein. Auch der Geh- und Fahrradweg ist ungewöhnlich breit gehalten.
Beim ersten Kreuzfahrtanlauf am Montag mussten die Busse sich noch auf der einspurigen ampelgesteuerten Straße bewegen.
Wer kennt heute noch das Restaurant „Altdeutsches Eck“ an der Ecke Georginenstraße – Alexandrinenstraße? Niemand! Seit Jahrzehnten gibt es das Restaurant schon nicht mehr. Heute ist das große Gebäude ein Wohnhaus, in dessen unterer Etage sich ein Möbelgeschäft der gehobenen Klasse befindet. Zurzeit wird das auf zwei Stockwerken von Balkonen umrahmte Eckhaus von außen restauriert und mit einem neuen Anstrich versehen.
Die Häuser beidseitig der John-Brinckman-Straße haben fast alle ihre 100 Jahre auf dem Buckel. Man sieht ihnen dieses Alter allerdings nicht an. Seit der Wende wurden die meisten Häuser komplett saniert. Jetzt hat das Wohnhaus Nr. 6 wieder einen neuen Anstrich erhalten und präsentiert sich hinter dem Gerüst fast als nostalgischer Neubau. Ob das „Himmelreich“, tatsächlich das Gerüst aufgestellt hat, ist uns allerdings nicht bekannt.
Infolge der vielen Straßenerneuerungen, Sanierungen und Kleinreparaturen in Warnemünde, entstanden in zahlreichen Straßenabschnitten Parkverbote. Gerade in einem Seebad, in dem die Saison begonnen hat, sind fehlende Parkplätze eine prekäre Angelegenheit. Sie könnten Gäste dauerhaft vergraulen! Für die Einwohner bedeutet dieser Parkplatzmangel ebenfalls eine große Belastung. Müssen sie doch oft mehrere Runden durch das Seebad drehen, um ihr Auto abstellen zu können.
Zur Hanse Sail 2012 werden die klassischen Großsegler, wie die "Mir", "Kruzensthern" oder "Dar Mlodziezy" leider fehlen. Sie segeln nach London zu den Olympischen Spielen. Trotzdem wird es auch in Warnemünde ein großes Fest zur Hanse Sail geben. Alle rund 150 Segler und die historischen Dampfer müssen nämlich den Seekanal Warnemünde passieren.
Im Rostocker Stadthafen wird sich auch in diesem Jahr ein großes Spektakel abspielen. Allein das lohnt schon, einen kleinen Abstecher an den Rostocker Stadthafen zu unternehmen. Am besten auf dem Wasserweg, denn die Schiffe der Reederei Schütt verbinden Warnemünde mit Rostock. In Warnemünde sind in diesem Jahr zur Hanse Sail die Kreuzliner tonangebend. Allein neun Liner werden während der Hanse Sail in Warnemünde zu Gast sein.
Gorch Fock kommt leider auch nicht
Als es noch vor einigen Monaten hieß, das Segelschulschiff der Bundesmarine "Gorch Fock" würde zur Hanse Sail in Warnemünde erscheinen, zweifelten manche Kenner der Szene bereits an dieser Aussage. Inzwischen ist das Schiff klar abgesagt. Die Reparaturen an dem Schulschiff ziehen sich mindestens bis in das vierte Quartal 2012.
Warnemünde wird also zur 21. Hanse Sail ohne Großsegler bleiben, sieht man vielleicht vom Luxus-Segelliner "Star Flyer" ab. Dieser Segler ist ebenso groß wie die "Kruzenshtern", und hat ebenfalls vier Masten. In Warnemünde ist die "Star Flyer" zum ersten Mal am 9. Juni zu sehen. Von hier aus startet sie zu Kurzreisen.
Das Werk ist fast vollendet. Seit dem letzten Freitag ist das Nordkreuz, die Verbindung zwischen Nord- und Südwarnemünde, voll funktionsfähig. Jetzt können Fahrgäste der S-Bahn vom Haltepunkt Warnemünde-Werft direkt auf die Buslinie Warnemünde-Strand umsteigen. Die Bushaltestelle Lortzingstraße wurde in Rostocker Straße umbenannt.
Seit dem vergangenen Jahr ist das Areal für das Wohngebiet „Am Molenfeuer“ beräumt. Im Spätsommer stand das Gelände nach Dauerregen völlig unter Wasser. Nachdem die Arbeiten am Nordkreuz mit der Neuanlage der Busschleife fertiggestellt sind, hat der Investor damit begonnen, den Torfboden abzutragen. Danach kann mit den Fundamentarbeiten für das Wohngebiet begonnen werden. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich über das ganze nächste Jahr hinziehen.
Es geht am Warnemünder Hotelneubau an der Strandpromenade zügig voran. Noch ist die Höhe des Gebäudes nur zu erahnen, aber selbst diese vier Etagen geben einen Eindruck vom entstehenden Hotelneubau. Im nächsten Jahr um diese Zeit werden hier bereits die Feriengäste aus den Fenstern schauen.
Am Alten Strom wird umgebaut. Das bekannte Restaurant "Warnemünder Deel" wurde geschlossen. Jetzt wird unter einem neuen Besitzer die "Deel" zum "Niklas" umgebaut. Das alte Fischerhaus wurde dabei komplett saniert und bekam gleichzeitig ein neues Dach. Die Warnemünder sind gespannt, was für eine Gaststätte sich hier den Gästen präsentiert. Auf einem Schild vor dem Haus ist zu lesen "Eröffnung demnächst".
Am Sonnabend war es auch für die Sportler des Warnemünder Segel-Clubs e.V. endlich wieder soweit, dass sie ihre Yachten ins nasse Element setzen konnten. Gerade rechtzeitig, um die ersten warmen Tage in der kommenden Woche für Segeltörns nutzen zu können. Der Warnemünder Segel-Club e.V. ist auch Mitveranstalter der 75. Warnemünder Woche.
…neben all den schönen Jubiläen des Jahres 2012 kam auch ein ganz hässliches hinzu. Es jährte sich nämlich der 70. Jahrestag, als Rostock von alliierten Bombern in Schutt und Asche gelegt wurde. Vier Nächte dauerte die Bombardierung der Seestadt Rostock. Nach der ersten Nacht wollte ich zu meiner Schule, der Blücher-Oberrealschule gelangen. Der Zug von Warnemünde nach Rostock fuhr pünktlich. Rostock sah schrecklich aus. Unsere Schule war total zerstört. Übrig geblieben war nur die Turnhalle. So richtig konnten wir Schüler uns nicht über die in Trümmern liegende Schule freuen. Mit ach und krach kam ich nach Warnemünde zurück.
Es folgte eine zweite und dritte Nacht. Dann befürchteten wir, das Warnemünde dran wäre. Unsere Familie flüchteten zu Fuß nach Rövershagen, wo es noch einen fahrplanmäßigen (!) Zugverkehr nach Stralsund gab. Aber auch die vierte Nacht gehörte Rostock. Warnemünde hatten die Briten nicht auf ihrer Liste. Nach 70 Jahren ist von diesem Unheil nichts mehr zu sehen. Das ist fast schon vergessene Geschichte.
Eine vergessene Geschichte ist auch die Warnemünder Bahnhofsbrücke. Bereits im vorigen Jahr stellten die Verantwortlichen für die Brücke fest, dass sie sich zum Stromerwachen nicht drehen lässt. Der Drehbolzen war defekt. Es ist wie beim Menschen, nach 120 Jahren wird eine Reparatur notwendig. Ein Jahr langte jedoch nicht, um den Schaden an der Brücke zu beheben. Selbst dem Tourismusdirektor entging dieser Fakt. Auf die jährlich einmalige Öffnung der Brücke freuten sich doch gerade die vielen Besucher und Feriengäste. Na ja, Vergesslichkeit ist eine menschliche Tugend!
Dafür begann bereits am Montag die Warnemünder Superkreuzfahrtsaison. 180 Luxusliner werden in den nächsten Monaten erwartet. Ich finde, das ist für Warnemünde eine der größten Herausforderungen überhaupt. Am Strand, am Alten Strom beiderseits, und am Seekanal wird es im Sommer eng. Aber das alles macht Warnemünde so interessant. Ohne Zwang und Stress Schiffe gucken, Seefisch schlemmen, ein wenig drängeln, shoppen, Strandsonnen, baden oder im modischen Sommerdress auf allen vier Promenaden bummeln. So beginnt die etwa 160. Ferien- und Badesaison des Seebades! Eine kontinuierliche Entwicklung, die Ihresgleichen sucht.
Allerdings kam man vor 160 Jahren nicht so bequem nach Warnemünde. Nur eine holperige Kopfsteinstraße führte in das damalige Fischerdorf. Einige nutzten den Seeweg auf der Warnow und ruderten per Boot mit Sack und Pack nach Warnemünde. Heute rauschen die Feriengäste mit ihren Pkws über die Autobahnen, Rostock links liegen lassend, durch den Warnowtunnel und auf der Stadtautobahn direkt ins Seebad, oder über das Nordkreuz zu den Kreuzlinern am Passagierhafen. 2022 wird dieses Warnemünder Nordkreuz sein 10jähriges Jubiläum feiern. Toll nicht wahr?
Das meint heute zu Jubiläen Ihr Warnemünder Gerhard Martens.