Warnemünde: Baustelle Seestraße hat höchste Priorität

Die Umgestaltung der Seestraße / Straße Am Leuchtturm hat in Warnemünde höchste Priorität. Wegen der anstehenden Veranstaltungen im Hochsommer ruhen die Bauarbeiten von Anfang Juli bis nach der Hanse Sail.Die Umgestaltung der Seestraße / Straße Am Leuchtturm hat in Warnemünde höchste Priorität. Wegen der anstehenden Veranstaltungen im Hochsommer ruhen die Bauarbeiten von Anfang Juli bis nach der Hanse Sail.11. Mai 2018

Einen Überblick zu anstehenden Investitionsmaßnahmen für die kommenden zehn Jahre lieferte der Leiter des Amts für Verkehrsanlagen, Heiko Tiburtius, am Dienstagabend im Warnemünder Ortsbeirat. Allerhöchste Priorität – weil „Nervtöter Nummer 1“ für Anwohner, Gewerbetreibende und Gäste – hat danach die Fortführung des Bauvorhabens Seestraße/Straße Am Leuchtturm. „Wir liegen voll im Plan und werden die Baumaßnahmen, wie angekündigt, zum Beginn der sommerlichen Großveranstaltungen ruhen lassen“, kündigte Tiburtius an. Die Baustelle soll soweit beräumt werden, dass das gesamte Areal uneingeschränkt nutzbar sei. Erst nach der 28. Hanse Sail gehe es weiter mit dem zweiten Bauabschnitt vom Promenadenhaus Berringer – ehemals Klubhaus der Warnowwerft – bis hin zum Strand-Hotel Hübner. Der Amtsleiter rechnet zum Jahresende mit der endgültigen Fertigstellung. Als nächstes und anschließendes Großprojekt in diesem Bereich stehen die Umgestaltung von Georginenplatz (2019) und Georginenstraße (2020) auf der Agenda.  

Ein vergleichsweise kleines Vorhaben, aber umso kurzfristiger zu erledigen: Der Zebrastreifen für einen sicheren Schulweg zur Interimslösung der Heinrich-Heine-Grundschule in der Parkstraße 43. Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten am Schulgebäude ziehen die Lütten mit Beginn des neuen Schuljahres in einen Containerbau am Sportplatz Parkstraße. Die Planungen für die Straßenquerung laufen unter Hochdruck, doch mit einer Realisierung noch zum Schuljahresbeginn sei höchstwahrscheinlich nicht zu rechnen. Tiburtius orientierte auf das dritte Quartal 2018.

Ebenfalls in Planung: Die Verbreiterung des Geh- und Radweges in der Parkstraße. Eine Lösung für die Engstelle an der Bushaltestelle Kleingartenanlage/Friedhof soll vorliegen und die Ausführung könnte 2020 in Angriff genommen werden.
Eine weitere Verbesserung für Radfahrer ist auf der Trasse von Lichtenhagen nach Warnemünde geplant. Dieser Abschnitt ist Teil des Rostocker Radschnellwegenetz und soll für den Zweirichtungsverkehr verbreitert werden. Ein Ausführungstermin stehe noch nicht fest. Zunächst müssen dafür Fördergelder eingeworben werden.  

Ab 2025 wurden außerdem der Ausbau von Parkstraße und Rostocker Straße in Aussicht gestellt.

Die Auflistung der Maßnahmen sei nur als grober Überblick gedacht und habe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, relativierte Amtsleiter Tiburtius seine Ausführungen: „Kurzfristige dringende Maßnahmen können immer dazwischen geschoben werden“. Eine solche könnte eine Rechtsabbiegespur stadteinwärts von der Stadtautobahn kommend in Richtung der Einkaufsmärkte Rewe/Aldi und Parkhaus Molenfeuer sein. „Hier gibt es gerade während der Stoßzeiten häufige Rückstaus“, weiß der Warnemünder Hansi Richert. Er hatte die Problematik schon im Vorfeld des Öfteren angesprochen und wünscht sich eine schnelle Lösung.

Die Mühlenstraße und auch die Friedrich-Franz-Straße wurden ganz bewusst nicht mit in den Maßnahmenplan einbezogen. Hierbei handele es sich nach Aussage der Stadtverwaltung um eine „grundhafte Erneuerung und keine Reparatur“. Es müssten alle Versorgungsleitungen erneuert werden, was wegen des schützenswerte Baumbestandes mit stark ausgebildetem Wurzelgeflecht viel zu teuer und deshalb quasi unmöglich sei. Am Ende gäbe es zudem keinerlei Garantien, dass die alten Bäume auch wirklich überlebten. Man wolle die Restvitalität von maximal zehn bis 15 Jahren abwarten und dann richtig loslegen.



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