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Warnemünde: kein Feuerwerk bei der zweiten Port Party

Der Kutter Der Kutter "Pasewalk" diente bei der zweiten Warnemünder Port Party als schwimmende Bühne.09. Juni 2018

Es war wieder einer dieser herrlichen Sommerabende, an dem gestern die zweite Port Party über die schwimmende Bühne des Kutters Pasewalk ging. Vieles war anders als gewohnt: Die Santa Barbara Anna war in der polnischen Ostsee unterwegs und wurde durch die Pasewalk ersetzt. Moderator Hort Marx fiel aus und statt des angekündigten Duos Van Sander & Jacobs, hießen die Live-Musiker Ola Van Sander und Fiete Blümel.

Die wohl auffälligste Programmänderung aber war, dass schon am Freitagvormittag das Höhenfeuerwerk abgesagt werden musste. Grund: Brandgefahr! In Warnemünde und Umgebung gab es schon seit Anfang Mai keine nennenswerten Niederschläge mehr – Pflanzen und Böden sind „knochentrocken“ und in den vergangenen zehn Tagen kam es in der Umgebung zu gleich zwei Großfeuern. Nach einer neuen, vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA) herausgegebenen Regelung muss das Höhenfeuerwerk direkt neben der Yachthafenresidenz gezündet werden. „Nicht ausdenken, wenn dabei Gebäude oder gar Menschen Schaden genommen hätten“, befand Torsten Sitte, Geschäftsführer der veranstaltenden Hanseatischen Eventagentur. Er hofft für die Zukunft, dass seine Feuerwerker wieder an die alte „Abschussstelle“ auf der Ostmole dürfen und setzt auf einen „Runden Tisch“ zu diesem Thema, der noch im Juni anberaumt wurde.

Für Torsten Sitte und seine Kollegen von der Agentur – sie alle haben einen guten Ruf zu verlieren – steht fest, dass sie an der zugewiesenen Stelle neben der Yachthafenresidenz auch in Zukunft allenfalls noch kleinere „Hochzeitsfeuerwerke“ zünden werden. „Für die Port Partys und ein echtes Höhenfeuerwerk, bei dem die Ausfahrt der Kreuzfahrtschiffe wirkungsvoll in Szene gesetzt und mit viele ‚Aaahs‘ und „Ooohs‘ belohnt wird, ist der Standort gänzlich ungeeignet. Unser erster Versuch im Mai verlief geradezu kläglich, weil die Effekte hinter der auslaufenden Norwegian Breakaway für das Publikum an der Pier kaum zu sehen waren.“

Die Besucher der zweiten Warnemünder Port Party hatten vollstes Verständnis für die Regelung, waren trotzdem bester Stimmung und tanzten ausgelassen am Warnemünder Passagierkai. Eine Besonderheit gab es dann in den späten Abendstunden doch noch, denn dem Kapitän der Norwegian Breakaway war der Weg über die Wendeplatte offenbar zu weit. Er parkte kurzerhand rückwärts aus und passierte die Molenköpfe mit dem Heck vorneweg.







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