Kloska Group unterstützt Twei-Smaker-Replik

Christine Schmidt (r.) und Andreas Schmidt (l.) von der Kloska Group überreichen die Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Twei-Smaker-Jolle an Museumschefin Kathrin Möller und den Vorsitzenden des Förderkreises, Dieter Gelhaar.Christine Schmidt (r.) und Andreas Schmidt (l.) von der Kloska Group überreichen die Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Twei-Smaker-Jolle an Museumschefin Kathrin Möller und den Vorsitzenden des Förderkreises, Dieter Gelhaar. (2 weitere Bilder)18. Januar 2018

Über einen weiteren Unterstützer für den Nachbau einer Twei-Smaker-Jolle darf sich der Förderkreis Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum der Hanse- und Universitätsstadt Rostock freuen: Die Kloska Group, Generalschiffsausrüster seit über 50 Jahren und präsent an allen wichtigen Hafenstandorten im Norden Deutschlands, in Belgien, den Niederlanden und Polen, ist im Laufe des vergangenen Jahres auf das ehrgeizige Vorhaben aufmerksam geworden. Unternehmensgründer Uwe Kloska und seiner Tochter Nadine liegen neben einer Vielzahl sozialer Projekte besonders die Unterstützung von lokalen, maritimen Projekten am Herzen: „Der Gedanke, dass maritime Traditionen fortgeführt werden, um nicht in Vergessenheit zu geraten, ist ein schöner Ansatz. Außerdem freut es uns, dass Warnemünder Schulkindern ermöglicht werden soll, auf dem Schiff Segeln zu lernen“, begründet Uwe Kloska sein Engagement, das mit 5.000 Euro Geldmitteln und nochmal 3.000 Euro Sachleistungen beziffert wird. „Wir sind jedes Jahr anlässlich der Hanse Sail aktiv und freuen uns schon sehr, die Warnemünder Volljolle auf der Warnow segeln zu sehen“, ergänzt Nadine Kloska.

Im Juni vergangenen Jahres erfolgte die Kiellegung für den Nachbau der Warnemünder Volljolle, auch Twei-Smaker genannt. Im 19. Jahrhundert war es das typische Segelschiff der Küstenfischerei und im gesamten Ostseeraum verbreitet. Motorisierte Kutter lösten die Segelboote schließlich ab, aber noch bis in die 1930er Jahre segelte die Twei-Smaker-Flotte auch bei der Warnemünder Woche ihre Rennen aus. Doch das ist lange her. Heute gibt es kein einziges, noch so schlecht erhaltenes Exemplar und auch keinen Nachbau des einst so beliebten Bootstyps, das als Arbeitsschiff und Ausflugsboot taugte.

Bootsbaumeister und Hobbysegler Paul Brümmer will das ändern. Aus Anlass des 800. Stadtgeburtstages baut er gemeinsam mit Kristian Brümmer, Heribert Hartleib, Hans Rieck, Uwe Ahlgrimm und anderen ehrenamtlichen Helfern auf der historischen Bootswerft im IGA Park die Volljolle in traditioneller Bootsbauweise nach. Als Vorlage dienen dabei eine Zeichnung im Maßstab 1:25, einzelne Fotos und Beschreibungen der Bootsarchitektur aus Erinnerungen. Details für die Verarbeitung der Materialien gibt es keine. „Eine schöne Arbeit mit immer wieder neuen Überraschungen“, umschreibt Paul Brümmer die täglichen Herausforderungen. Auch für ihn als gelernten Bootsbauer ist vieles Neuland. Hauptsächlich kommt bei diesem Projekt theoretisch angeeignetes Wissen zum Zuge. Einen konkreten Fertigstellungstermin mögen die Beteiligten deshalb auch noch nicht benennen. Zielstellung ist aber, spätestens im Sommer die Segel setzen zu können.  

Schon jetzt steht fest, dass sowohl das eigentliche Zeitfenster, als auch der kalkulierte finanzielle Rahmen nicht eingehalten werden. Aber so ist das nun mal bei Prototypen: Wenn erst zehn Schiffe gebaut wurden, geht es viel schneller.

Bevorzugter Liegeplatz für den Twei-Smaker soll im Sommer übrigens der Alte Strom von Warnemünde sein. Das ist praktisch, denn es gibt bereits eine Kooperation mit der Ecolea Schule, deren Schüler ab der 5. Klasse als Wahlfach Segeln angeboten wird.  

Das gesamte Bootsbauunternehmen ist ein Projekt des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum und wird außerdem unterstützt durch die WG Schiffahrt-Hafen, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, die Ospa-Stiftung, Satori & Berger, den Warnemünder Leuchtturmverein und Firma Gesundschuh aus Warnemünde.



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