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EM der A-Cats: Glenn Ashby holt souverän seinen neunten Meistertitel

Der Australier Glenn Ashby ist America's Cup Gewinner und frischgebackener A-Cat Europameister vor Warnemünde.Der Australier Glenn Ashby ist America's Cup Gewinner und frischgebackener A-Cat Europameister vor Warnemünde.13. Juli 2018

Erst den America’s Cup gewinnen und dann vor Warnemünde noch Europameister der A-Cats werden – das ist Segeln wie Glenn Ashby es liebt. Überlegen kontrollierte er das international hochkarätig besetzte Feld der 95 A-Cat Segler aus 16 Nationen bis zum letzten Wettfahrttag. Zweiter wurde der Spanier Manuel Calavia vor dem Polen Maciej Żarnowski. Bester Deutscher wurde Rob Baier vom Segelclub Füssen Forggensee.

Gestresst wirkte der 40-jährige Australier Glenn Ashby während der Warnemünder Woche nie, professionell allerdings immer. Vier erste Plätze in fünf Rennen und einmal einen dritten Platz als „Ausrutscher“ sind mehr als souverän. „Warnemünde hat ein sehr gutes Segelrevier, auch wenn die Wetterbedingungen in dieser Woche sehr anspruchsvoll waren. Für mich war es aber eine tolle Gelegenheit mal wieder gegen die besten A-Cat Segler, die ich kenne, zu segeln. Und jetzt noch der Titel. Perfekt!“ erklärt er locker.

Und die Bedingungen für die A-Cats waren wirklich nicht einfach. Zwei Tage mussten sie wegen zu viel Wind im Hafen bleiben, einmal wegen Flaute. Die Klassenvorschriften schreiben bei Meisterschaften ein Windfenster von 6 bis 22 Knoten, also 3 bis 5 Beaufort, vor. Ist der Wind stärker oder schwächer, wird nicht gesegelt. Die sensiblen Rennmaschinen mit zwei Rümpfen und Tragflächen, sognannte Foils, heben die Rümpfe aus dem Wasser.

Mit 18 Jahren wurde Glenn Ashby zum ersten Mal Europameister im A-Cat. „Ich habe als Kind im A-Cat angefangen und liebe es bis zum heutigen Tag. Du kannst so wunderbar selbst über alle deine Manöver entscheiden“, erklärt der zweifache Familienvater. Nun reist er über die USA, dort hält er noch einen Vortrag über Teamarbeit beim America’s Cup, zurück nach Hause. Jetzt ist erstmal Urlaub angesagt, bevor ab September in Auckland schon wieder die Vorbereitung für den nächsten America’s Cup beginnen.

Foto: Pepe Hartmann



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