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Am Leuchtturm: Baugeschehen legt Tunnel frei

Der freigelegte Verbindungstunnel zwischen dem Promenadenhaus Berringer und Hotel Am Leuchtturm hatte eine Deckungshöhe von nur 30 Zentimetern und wird jetzt abgerissen. Der freigelegte Verbindungstunnel zwischen dem Promenadenhaus Berringer und Hotel Am Leuchtturm hatte eine Deckungshöhe von nur 30 Zentimetern und wird jetzt abgerissen. 18. Januar 2018

Da staunten die Spaziergänger entlang der Straße Am Leuchtturm gestern nicht schlecht: Im Baustellenbereich zwischen dem Promenadenhaus Berringer und Hotel Am Leuchtturm wurde ein Tunnel freigelegt. War das womöglich ein längst verschollener Geheimtunnel? „Nein, es ist seit längerem bekannt, dass es zwischen den Häusern Am Leuchtturm 15 und 16 einen Verbindungstunnel gibt, dieser nur eine Deckungshöhe von 30 Zentimetern aufweist und wir jetzt handeln müssen“, erklärt Ines Rubin vom Amt für Verkehrsanlagen. Es wurde entschieden, den Tunnel jetzt hausseitig zuzumauern und abzureißen um Platz für die Neuverlegung der Versorgungsleitungen in diesem Bereich zu schaffen. Von Seiten des Hotel Am Leuchtturm war der Zugang bereits verschweißt. Einen Zeitverzug wird es deswegen nicht geben.

Das ehemalige Hotel Pavillon und heutige Hotel Am Leuchtturm (Am Leuchtturm 16) wurde 1850 durch H. F. Ohlerich gebaut und war seinerzeit das „1. Hotel am Platze“. Die Zahl der Badegäste in Warnemünde nahm stetig zu und es wurden weitere Zimmer gebraucht. Bis zur Jahrhundertwende entstanden gleich mehrere Hotels und Pensionen. Das Hotel Berringer, spätere Klubhaus der Warnowwerft und heutige Promenadenhaus Berringer (Am Leuchtturm 15) wurde im Jahre 1886 errichtet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Einschätzung des Rostocker Stadtarchäologen Ralf Mulsow erreichte uns verspätet erst nach der Veröffentlichung: „Es handelt sich vermutlich um einen Verbindungsgang zwischen den damaligen Hotels Pavillon und Berringer. Ich vermute Anfang 20. Jahrhundert vielleicht auch 1920er/30er Jahre, auf jeden Fall nicht DDR-zeitlich. Wahrscheinlich war es ein Servicetunnel für das Personal, eventuell auch für die Gastronomie (Transport von Speisen). Vielleicht hatten beide Hotels eine Zeit lang denselben Eigentümer. Das ist etwas für die Heimatforscher oder das Heimatmuseum.“

Foto: Klönstuv Warnemünde



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