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Alles nur Theater: Videodreh am Strand von Warnemünde

Der Rostocker Regisseur Jan Kowalski (m.), flankiert durch Yasin Özen alias Madama Briest (l.) und Tom Scherer als Major von Crampas, beim Videodreh am Strand von Warnemünde.Der Rostocker Regisseur Jan Kowalski (m.), flankiert durch Yasin Özen alias Madama Briest (l.) und Tom Scherer als Major von Crampas, beim Videodreh am Strand von Warnemünde.23. Januar 2018

Für Nichteingeweihte spielten sich heute am Strand von Warnemünde außergewöhnliche Szenen ab: Erst ein Pferd, dann ein alter Kühlschrank und schließlich ein Conchita Wurst-Verschnitt im Kleid von anno dunnemals in Begleitung eines ebenfalls kostümierten Herrn mit Melone auf dem Kopf bei eisigen Temperaturen beim Picknick im Sand. Das Ganze umrahmt durch ein geschäftiges Filmteam. Richtig geraten: Das Volkstheater Rostock ist in Aktion und dreht für das galaktische Roadmovie „Weltall Erde Mensch“, in Szene gesetzt durch den Rostocker Regisseur Jan Koslowski, verschiedene Videosequenzen als Einspieler.

Die fünfte und letzte Produktion aus der Reihe „Knall+All“ im Ateliertheater hat den Untertitel „Coming-of-Age Drama“. Ein Entwicklungsdrama also, aber nicht mit einem erwachsen werdenden Helden, sondern mit der Zeit an sich als Heldin. „Der moderne Mensch scheint ein Zeitproblem zu haben, und ich würde gern wissen, was das sein soll, ein Zeitproblem. Mir wurde mal gesagt, mein großes Thema sei ‚Urlaub' und das stimmt auch, ich finde unsere heutigen Konzepte von Arbeitszeit und Freizeit furchtbar interessant, und auch, warum man sich ein Leben ohne ‚die Arbeitszeit‘ nicht mehr vorstellen kann“, sagt Jan Koslowski über seine Stückentwicklung. Mit „Weltall Erde Mensch“ hat er einen beziehungsreichen Titel gewählt, einen Titel mit Geschichte – 20 Jahre lang erhielt quasi jeder Jugendliche in der DDR ein Buch dieses Namens als Geschenk zur Jugendweihe – mit einem Vorwort von Walter Ulbricht. „Der Titel steht am Anfang meiner Arbeit und das Buch dazu ist auf jeden Fall Ideenstifter, hier vor allem das Vorwort“, so Koslowski. „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams gehört ebenfalls zu den Ideengebern für das Projekt. Der galaktische Ratschlag, niemals sein Handtuch zu vergessen, gelte auf jeden Fall auch hier, versichert der Regisseur, der für seine Arbeit schon mehrere Auszeichnungen erhalten hat.

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Das Roadmovie über die Zeit und ihre Suche nach den großen Zusammenhängen feiert am 3. Februar um 20.00 Uhr Premiere im Ateliertheater. Ein nächster Aufführungstermin ist hier für den 28. Februar um 20.00 Uhr anberaumt.



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