Die 20. OstseeMesse in der HanseMesse Schmarl am IGA Gelände war für die Veranstalter ein voller Erfolg. Für die Besucher im verregneten und verschneiten Rostock war der Besuch ein sehr frühlingshaftes Erlebnis. Besonders der bunte Frühlingsgarten beeindruckte die Besucher. Weit über 32.000 Besucher waren es am Ende, die den 240 Ausstellern aus allen Teilen Deutschlands einen Besuch abstatteten. Der Besucherrekord vom vergangenen Jahr wurde damit überschritten.
Besonders stark war der Besucherandrang am ersten Tag, als kostenlos eingeladen wurde. Mit einem solchen Zuspruch hatten die Aussteller nicht gerechnet. Die Auswirkungen der OstseeMesse waren selbst im 6 km entfernten Warnemünde zu spüren, wo es an diesen Tagen ohne großes Suchen einen Parkplatz gab. Viele Warnemünder waren schließlich auf der Messe anzutreffen. Der Messe-Parkplatz war bereits am ersten Tag total überfüllt.
Zum Saisonauftakt 2010 findet zur Freude der Besucher des Stromerwachens am 1. Mai eine Regatta der besonderen Art statt. Ins Rennen steigen zwei Schoner. Alte bekannte Damen, die schon auf ein fast 60jähriges Alter zurückblicken können.
Die Schoner „Greif“ und „Santa Barbara Anna“ segeln von Warnemünde aus eine Wettfahrt nach Gedser in Dänemark. Sie folgen genau der Scandlines Fährschiff-Route. Die Scandlines Reederei hat eigens für die Wettfahrt einen wertvollen Pokal gestiftet. Der Start erfolgt am 1. Mai um 10.00 Uhr vor Warnemünde. Die Rückfahrtregatta startet am 2. Mai in Gedser. Der Zieleingang in Warnemünde wird für den Nachmittag erwartet, wobei der Wind und seine Richtung eine große Rolle spielen dürften. Die „Greif“ wurde am 2. August 1951 in Warnemünde als Segelschulschiff in Dienst gestellt. Die „Santa Barbara Anna“ erblickte das Meer im gleichen Jahr an der Ostküste Großbritanniens und ging als Dieselbetriebener Hochseetrawler in Dienst.
An der Pier 7, am Warnemünder Passagierhafen, sind gegenwärtig zahlreiche Handwerker tätig. Das gesamte Umfeld wird hier neu gestaltet. Voraussichtlich wird die Pier 7 zu Ostern ihre gastronomischen Einrichtungen wieder eröffnen können.
Neu in diesem Jahr ist die „1. Warnemünder Sandwelt“, eine Ausstellung vieler Sandskulpturen in Karls Erlebnis-Pier 7 in Warnemünde. Auf dem Freigelände vom Pier 7 und Zwiebelschuppen können zum ersten Mal verschiedene Sandskulpturen zum Thema „Sand und noch viel Meer“ bestaunt werden. Die Schau ist eine Art Gegenstück zu Karl´s Eiszeit in Rövershagen und von April bis Oktober zu sehen. Man darf gespannt sein, wie die Sandbaukünstler die „1. Warnemünder Sandwelt“ gestalten werden.
Für die über 200.000 Passagiere der Kreuzliner wird diese Ausstellung sicherlich ein besonderer Hingucker sein.
Das Ortseingangsschild „Hansestadt Rostock“ an der Doberaner Landstraße wurde im Januar 2009 von Unbekannten gestohlen. Ein Behelfsschild zeigte im vergangenen Jahr den Stadtanfang von Rostock an. In diesem Jahr ließ nun das Tiefbauamt ein neues Straßenschild anbringen. Auf dem ist nur zu lesen „Hansestadt Rostock“.
Das ist zwar juristisch nicht falsch, aber ein Hinweis, dass hier das Seebad Warnemünde beginnt, fehlt. Das etwas kleinkarierte Denken der Hansestadt Rostock, Warnemünde nicht zu erwähnen, ist im Interesse des Tourismus ein Unding. Für die Touristen ist die Bezeichnung geradezu irreführend. Das Seebad Warnemünde beginnt hier bereits, aber kein fremder Autofahrer erkennt es.
Die Stadt verschanzt sich kurzsichtig hinter Gesetzesformulierungen. Sie müsste eigentlich besonders daran interessiert sein, dass mehr Touristen an die Warnowmündung kommen.
Anfang März fand im Technologiezentrum die Jahreshauptversammlung des Warnemünder Segel Clubs statt. In seinem Rechenschaftsbericht zog Vorsitzender Malte Arp eine positive Bilanz. Das Gelände des WSC befindet sich gegenwärtig im Umbruch. Die gesamte Kaianlage wird erneuert. Optimistisch zeigte sich Malte Arp, dass die Kaianlage trotz des langen Winters zum Ansegeln fertig werden soll.
Auch ein neuer Kran kann dann in Betrieb genommen werden. Gesprächsthema war auch die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die den Seglern bei Unfällen stets zur Seite steht. Eine Spendensammlung für die DGzRS ergab die Summe von 200 Euro, die der Gesellschaft überwiesen wurde.
Der Verein der Freunde Norwegens beging in der vergangenen Woche sein 20jähriges Jubiläum im Edvard-Munch-Haus am Alten Strom. Zu den Festlichkeiten gehörte selbstverständlich auch ein typisch norwegisches Essen. Dazu zählte u.a. Rentierfleisch, Speckmat, norwegischer Ziegenkäse und natürlich „Glögg“, der nordische Glühwein.
Im Sommer wollen 16 Mitlieder des Vereins eine gemeinschaftliche Reise durch Norwegen unternehmen.
Ihren ganz großen Tag an Land haben am 27. März die Ostseeheringe. Dann nämlich findet auf der Warnemünder Mittelmole das 7. Warnemünder Heringsfest statt. Die Heringsschwärme haben jetzt bereits die Mecklenburger Bucht erreicht. Zurzeit werden die meisten „Silberlinge“ nur mit Schleppnetzen gefangen. Die Warnemünder Fischer bevorzugen jedoch den Stellnetzfang. Dieser lohnt sich aber noch nicht. Daher gehen gegenwärtig mehr Plattfische und Dorsche in die Netze.
Beim 7. Warnemünder Heringsfest können sich die Besucher an frischen und warmen Bratheringen laben. Aber frischer Bückling aus der Räuchertonne und Rollmops finden ebenfalls ihre Liebhaber. Natürlich wird auch ein kleines Showprogramm auf der Mittelmole gezeigt.
Der 1. Mai ist schuld! Der Tag der Arbeit ist ein gesetzlicher Feiertag! So dürfen an diesem Tag die Geschäfte leider nicht öffnen. Ärgerlich insofern, als an diesem Tag in Warnemünde das Stromerwachen, der Saisonstart 2010, gefeiert wird. Wie man an diesem Tag nun letztendlich verfahren wird, und ob es eine Sondergenehmigung gibt, ist noch nicht ganz klar.
An der unteren Uferpromenade wird sich wieder eine lange Laden(Buden)straße etablieren. Sie wird auf jeden Fall geöffnet sein. Ob allerdings die Boutiquen und Läden oberhalb der Promenade öffnen, hängt vom Ortsamt ab, wobei dieses auch nicht das letzte Wort hat.
Die Rekonstruktion der Warnemünder Mühlenstraße wirft immer wieder neue Fragen auf. Zur Diskussion steht nicht nur der Erhalt der Kopflindenallee, sondern auch die Frage, ob die Straße eine Fußgängerzone wird. Ohne Fahrbahnbegrenzungskanten. Eine Verfügung wird es aber erst in spätestens zwei bis drei Monaten geben. Alle beteiligten Ämter tun sich schwer, diesbezüglich Entscheidungen zu treffen.
Besonders bei den 100jährigen Linden sind die Ansichten zwischen Amt und Bevölkerung sehr unterschiedlich. Dass die Linden bei den im Herbst beginnenden Bauarbeiten Schaden erleiden, ist unbestreitbar. Sie könnten aber auch alles überstehen, und eventuell noch weitere 20 Jahre die Mühlenstraße schmücken. Andere Straßenbäume, die zur Mühlenstraße passen, werden sehr teuer. Es wird Kompromisse für die Bäume und auch für den Autoverkehr geben müssen.
Der eisige Winter traf in diesem Jahr auch die Wasservögel. Obwohl die Warnowmündung über den ganzen Winter eisfrei blieb, kamen zahlreiche Schwäne, Wildenten, Blesshühner und Eiderenten nicht über die Runden und verendeten. Viele waren total unterernährt. Natürlich durften die Wasservögel, mit Ausnahme der Möwen, jederzeit gefüttert werden. Dankbar nahmen sie jeden Bissen an.
Trotz der zugefrorenen Binnenseen kamen in diesem Jahr nicht so viele Wasservögel an die Warnowmündung, wie in früheren strengen Eis- und Schneewintern. Es gab Winter, in denen sich Tausende Blesshühner an der Warnowmündung aufhielten. Die Kormorane kamen jedoch mit den Bedingungen gut zurecht. Sie fischten sich ihre Nahrung aus dem Seekanal und dem Alten Strom. Oft konnte beobachtet werden, dass sie es besonders auf Aale abgesehen hatten. Aber auch kleine Flundern verschmähten sie nicht.
Am Kirchenplatz, Ecke Friedrich-Franz-Straße, entsteht in einem ehemaligen Textilshop ein Backwarengeschäft inklusive Café. Gegenwärtig wird das Haus komplett saniert. Vor etwa 70 Jahren befand sich hier das Kaffeegeschäft Thams & Garfs. Zu DDR-Zeiten etablierte sich an gleicher Stelle ein so genanntes Delikatgeschäft für Genusslebensmittel. Verkauft wurden zu überteuerten Preisen ausschließlich Produkte, die es in normalen Geschäften nicht gab.
Nach der Wende zog hier ein Damen-Textilshop mit wechselnden Eigentümern ein. „Dem Geschäft ist der Pleitegeier anzusehen“, sagten die Einheimischen. In den letzten Wochen wurde der Laden nun komplett umgebaut. Der lange Winter verhinderte aber auch hier den schnellen Fortgang der Bauarbeiten.
In der Warnemünder John-Brinckman-Straße wird gegenwärtig die letzte Baulücke geschlossen. Hier entsteht ein weiteres Wohnhaus. Bereits vor fast zwei Jahren begannen die Bauarbeiten, die jedoch plötzlich unterbrochen werden mussten. Grund dafür war, dass das benachbarte Haus starke Risse zeigte und die Bewohner evakuiert werden mussten. Das Haus mittlerweile konnte stabilisiert werden und ist inzwischen wieder bewohnbar.
Jetzt endlich konnte mit dem Lückenschluss begonnen werden. Dazu musste die John-Brinckman-Straße komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, da ein hoher Autokran die Bauplatten gleich an Ort und Stelle montierte.
Um im Innern des neu errichteten Hübner Park Hotels auch in der Frostperiode arbeiten zu können, wurde das Gebäude komplett „eingewickelt“. Dadurch konnten trotz des Frostes die Ausbauarbeiten fortgesetzt werden.
Dieser Tage konnte das Hotel wieder „ausgewickelt“ werden. Sowie es frostfrei ist, kann auch an der Fassade weiter gearbeitet werden. Ob die ersten Gäste bereits am 1. April einziehen werden, ist noch nicht ganz sicher. Bis dahin sind es aber noch zwei Wochen.
Man spricht nicht mehr über das Wetter. Es ist keins! Nicht einmal Vorläufer des Frühlings waren in der letzten Woche zu beobachten. Inzwischen ist wenigstens der Schnee zum allergrößten Teil verschwunden. Stetige zwei bis vier Grad Plus am Tage tauten ihn langsam weg.
Dennoch ist die Natur im Winterschlaf. Kaum sichtbare Knospen an den Bäumen. Es wurden auch wesentlich weniger Besucher in Warnemünde beobachtet. Das kühle Wetter wird sich an der Küste noch lange halten, denn die Ostsee hatte bisher keine Möglichkeit, sich zu erwärmen. Es fehlte einfach der Sonnenschein. Pessimisten sehen bereits ein weißes Osterfest. Abwegig ist das nicht, und es wäre auch dann nicht das erste Mal.
Die Ostseemesse erweckte an einem Stand die Meinung, sie finde in Peking statt. Junge Damen aus dem Land der Mitte zeigten über alle fünf Tage ihr strahlendes Lächeln.
Allerdings waren diese Mädchen mit ihrem offenen Lächeln nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Kunststoff. Die Blicke der Messebesucher waren ihnen dennoch gewiss.
... wissen Sie, wie schlimm es ist, wenn kein warmes Wasser aus dem Wasserhahn kommt? Am Wochenende hat unser Heizkessel den Geist aufgegeben. Das passierte schon am Vormittag, und ich stand plötzlich in der Badewanne, wie ein begossener Pudel. Eiskaltes Wasser ergoss sich über meinen verwöhnten männlichen Leib. Der Schock war enorm. Die Muskeln krampften sich zusammen und das Gehirn hörte auf zu arbeiten. Erst als ich mich unter einer warmen Wolldecke und einem steifen Grog langsam wieder erwärmte, wurde mir das ganze Unheil bewusst. Natürlich passierte es an einem Sonnabend, als der Reparaturklempner am Bodensee im Urlaub war.
Zum Glück blieb uns noch die Elektrizität. So gelang es uns wenigstens, warmes Wasser zu erzeugen. Frühstücksei und Kaffee waren gerettet. Mittagessen auch. Leider hatten wir ein Menüessen für diesen Tag vorbereitet. Da fiel am Ende viel Geschirr an. Kein Problem, denn unser Geschirrspüler ist relativ groß. Nachdem wir alles Geschirr im Spüler untergebracht und die Tür wasserdicht verschlossen hatten, brummte der Spüler nur. Nanu, dachte ich. Warum knurrt der Spüler? Meiner Frau kam die Erleuchtung: Der Spüler hat nur eine Warmwasserzuleitung, und aus der kommt jetzt weder warmes noch kaltes Wasser. Daher das Knurren. Das hatte ich nicht bedacht! Was nun? Weder meine Frau noch ich wollten im Spülbecken abwaschen. Es gab keine Lösung! Das Geschirr muss im Spüler überwintern. Ein, zwei Teller und zwei saubere Tassen hatten wir noch. Zur Not könnte man den Kaffee auch aus Sammeltassen trinken. Da auch alle Messer und Gabeln im Spüler lagerten, benutzten wir erstmals unser Silberbesteck. Es war zwar angelaufen, aber die Putzmittel heutzutage sind sehr effektiv.
Sonntags ist bei uns außerdem noch Badetag. Ich stellte vier große Kochtöpfe auf den Kochherd in der Hoffnung damit ein Bad herrichten zu können. Als ich dann noch den Kaffeeautomaten anschmiss, flog die Sicherung heraus. Nun stand fest: Baden musste ausfallen. Hätte der Heizkessel nicht im Sommer den Geist aufgeben können? Dann wäre ich in der Ostsee baden gegangen. Es hätte zwar blöde ausgesehen, wenn ich da mit Badeöl angetanzt wäre, aber der Zweck heiligt die Mittel. Man kann auch niemandem die Schuld an dieser Misere geben. Ich hatte schon an die Politik gedacht, die eigentlich an allem Schuld ist, aber in diesem Falle? Nun werden wir auf den Klempner warten müssen. Zurzeit sind sie sehr knapp. Ein paar Bestechungseuros sind da schon fällig.
Das meint heute zu einem Wasserschaden, an dem nicht einmal der Winter schuld ist, Ihr Warnemünder Gerhard Martens