Selbst alte Warnemünder konnten sich am vergangenen Wochenende nicht daran erinnern, jemals einen so vollen Strand gesehen zu haben. Neben den Urlaubern schien sich halb Rostock und das komplette Umland im Seebad zu treffen. Dazu gesellten sich noch zahlreiche Kreuzfahrtpassagiere. Aber auch unzählige Berliner hatten sich auf den heißen Weg gemacht, um in Warnemünde ein kühles Seebad zu nehmen. Die Sonne war bei 29 Grad im Schatten und Windstille weniger gefragt, was auch an den vielen Sonnenschutzzelten zu erkennen war. Die schönste Erfrischung bekamen die Strandbesucher in der Ostsee. Die Wassertemperatur schwankte zwischen 18 und 20 Grad.
Besonders die Tourismusbranche profitiert von den hochsommerlichen Temperaturen. Die meisten Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sind ausgebucht. Einziger Wehmutstropfen: Sämtliche Zufahrtsstraßen und der Nahverkehr in Richtung Küste waren total überfüllt. Auch die Parksituation eskalierte – Rettungswege und Zufahrten waren einfach zugeparkt.
Das waren richtig hochsommerliche Tage, so wie sie in der Meteorologie für die Mecklenburg-Vorpommersche Küste beschrieben werden.
„Kirche klingt“ so heißt eine Aktion der Evangelischen Kirche zum Jahr der Kirchenmusik. Am 26. August bringt sich auch die Warnemünder Kirchengemeinde mit ihrem großen kirchenmusikalischen Potenzial in die Reihe ein. Am Freitag und Sonntag zeichnet das ZDF hier zwei Gottesdienste auf, die am 26. August und an einem weiteren Sonntag des nächsten Jahres ausgestrahlt werden.
Bereits am Donnerstag findet eine Generalprobe statt, bei der auch Gäste gern gesehen sind. Für Besichtigungen bleibt das Gotteshaus ab Mittwoch allerdings geschlossen, denn, das ZDF ist bereits vor Ort und viele Vorbereitungen gilt es zu erledigen. Pastor Harry Moritz freut sich über das öffentliche Interesse und hofft, gerade für den Freitag, auf eine voll besetzte Warnemünder Kirche. Zu den Gottesdiensten sind alle Interessierten herzlich willkommen. Es gibt keine Eintritts- oder Platzkarten.
Termine
Am Freitag, dem 24.8. um 16:00 Uhr: Der Gottesdienst stellt die Kantate „Gott ist gegenwärtig“ von Heinrich von Herzogenberg in den Mittelpunkt.
Am Sonntag, dem 26.8. um 9:30 Uhr: Der Jugendchor der Warnemünder Kantorei singt in diesem Gottesdienst, der die Frage „Wer bin ich? Bin ich wer?“ thematisiert.
Einziger „Erholungsfaktor“ beim 30. Rostocker Triathlon war die Schwimmstrecke im 19 Grad kalten Alten Strom in Warnemünde. Ansonsten mussten die 345 Triathlon-Sportler mit der Hitze kämpfen. Die über 30 Grad im Schatten waren die größte Herausforderung. Dementsprechend stand die Betreuung der Sportler für das Organisationsteam im Vordergrund.
Trinkwasser war das bevorzugte Getränk. Die Radstrecke war unter den Hitzebedingungen der schwierigste Teil des Wettkampfs. Während der Ausscheidungen gab es für die Besucher des Seebades einige Einschränkungen. Die Promenade war wegen des Radrennens halbseitig gesperrt. Die Feriengäste nahmen das aber gelassen hin. Auch am Strom gab es kurzzeitig Einschränkungen für die Besucher. Die Läufer hatten hier das Vorrecht.
Triathlon Fahrrad-Rennstrecke führte am a-ja Resort vorbei
Für ein paar Stunden war die Warnemünder Strandpromenade zweigeteilt. Eine Spur für Radfahrer und eine für Spaziergänger. Nur die Strandgänger mussten einige Zeit warten, um die Rennstrecke zu überqueren. Warnemünder und Feriengäste meinten spaßeshalber, so könnte die Promenade immer geteilt sein, denn für Radfahrer ist sie generell gesperrt.
Rein rechtlich darf sie nie von Radfahrern genutzt werden, auch dann nicht, wenn niemand promeniert.
Ein Tag lang ist der Platz um den Leuchtturm und vor dem Hotel Am Leuchtturm wieder der Mecklenburg-Vorpommerschen BIO-Branche gewidmet. Das BIO-Festival der Landwirtschaft hat in Warnemünde längst Tradition. Landwirtschaftsminister Till Backhaus wird, wie alle Jahre, die Veranstaltung um 11 Uhr feierlich eröffnen und ein Statement für die BIO-Erzeugnisse und Verarbeitung abgeben.
Die grandiose Kulisse am Warnemünder Leuchtturm lockt sicherlich viele Interessierte an. Im vergangenen Jahr waren es, sage und schreibe, 25.000 Besucher, die sich mit dem heimischen BIO-Siegel vertraut machen wollten. Am Strand wird auch in diesem Jahr ein BIO-Landhof für Kinder eingerichtet. Das Kindertheater Liebreiz ist mit dabei. Auf dem bunten Veranstaltungsprogramm stehen außerdem Öko-Talks und BIO-Ballett. Starköche zeigen, wie gut BIO für die tägliche Ernährung ist. BIOerleben findet am Sonntag, den 26. August von 10 bis 18 Uhr statt.
Die drei Warnemünder Großparkplätze waren am Wochenende schon ab 10 Uhr zum größten Teil belegt. An beiden Nachmittagen waren hier kaum noch freie Stellplätze zu finden. Die Strandhungrigen suchten sich nun auf eigene Faust einen Platz im Ort. Auch hier gab es keinen Parkplatz mehr.
Einige Autofahrer versuchten ihr Glück in den Parkanlagen des Ortes. In der Nähe des Hotelneubaus a-ja fanden sie einige Plätze, die schon zum Baugebiet des Hotels gehörten. Am Abend zur Rückfahrt gab es an den drei Warnemünder Ampeln an der Stadtautobahn in Richtung Rostock einige bemerkenswerte Staus.
Spaß muss es am Strand geben. Eine Gummiwasserrutsche, es soll die höchste der Welt sein, und ein Wasserbecken, in denen die Kinder in eine durchsichtige Gummiblase steigen können, sind in Leuchtturmnähe aufgestellt. In dieser Gummiblase tummeln sich die Kleinen trockenen Fußes auf dem Wasser.
Überschlag oder einfach in der Blase auf und ab klettern, ist etwas, das für die Kinder zum richtigen Erlebnissport zählt.
Ballsportarten sind am Strand die beliebtesten. Ob Kleinstvolleyball, Minihand- oder Fußball, alles ist möglich – selbst auf kleinstem Raum. Auf unserem Foto versucht sich gerade ein Miniteam mit Strandtennis. Als Sportgerät kam ein etwas größerer Tischtennisschläger zum Einsatz.
Etwas merkwürdig sieht es schon aus, aber dem gemischten Team scheint Strand-Lufttennis zu gefallen.
Am Montag machte am Warnemünder Passagierhafen das legendäre ZDF-Fernsehtraumschiff, die MS Deutschland fest. Der kleine Luxusliner wurde in Warnemünde von einem lokalen Gewitter besonders herzlich begrüßt. Noch am letzten Sonnabend nahm die MS Deutschland an den Hamburger Cruise-Days teil.
In Warnemünde machte der Luxusliner für runde acht Stunden fest, ehe er am späten Nachmittag wieder in See stach. Nächster Hafen war Danzig.
Man kennt die gestapelten Steine vor allen Dingen aus den nordischen Ländern. Nun haben sie auch Warnemünde erreicht. An Karls Pier 7 am Passagierhafen hat sich zur Warnemünder Sandwelt, ein Steinestapler hinzugesellt. Dem Künstler geht es um die Balance der natürlich geformten Steine. Kein einziger Stein hat zu den unter ihm befindlichen eine Verbindung. Alle sind nur aufgestellt. Der Künstler hat die Steine so ausbalanciert, dass sie stehen bleiben. Vor Berührung wird daher auch gewarnt, da sonst das Kunstwerk zusammen brechen kann.
Für die Segelbootsvermieter am Strand war der vergangene Sonntag ein Fiasko. Bei totaler Windstille war an Katamaran-Segeln nicht zu denken. Bei einer leichten Strömung wären die Boote nach Nordosten abgetrieben.
In der Strandoase von Matthias Treichel waren dagegen die Tretboote sehr begehrt. Ohne Wellenschlag konnten diese ruhig und unbesorgt auf dem Meer „getreten“ werden. Meist führte der Kurs entlang der Küstenlinie. Die Kapitäne mussten nur aufpassen, dass sie keinen Badenden überfuhren.
Noch ist die ESPERANZA eine viel bestaunte Figur auf dem Kopf der Mittelmole. Über kurz oder lang wird sie sich zu den Warnemünder Wahrzeichen gesellen – so viel steht schon mal fest. Ihr Gold glänzt weit über den Seekanal und den Alten Strom. Leider wird das Kunstwerk nicht so bekannt gemacht, wie es das verdient hätte und wie es sich die Urlauber wünschen. Einige wissen gar nicht, was die Goldplastik darstellt.
Die Hafenkreuzliner umfahren den Mittelmolenkopf bereits möglichst nahe, um ihren Passagieren die Gelegenheit zu geben, die Statue zu fotografieren.
Bei der zurzeit herrschenden Hitzewelle ist es auf der Ostsee immer noch am schönsten. Das Meer weist gute 19 bis 20 Grad auf und für die „Seefahrer“ bedeutet das eine äußerst angenehme Erfrischung. Rund drei Seemeilen vor der Küste kreuzt das Bäderschiff MS BALTICA.
Die Warnowkreuzliner hingegen müssen auf dem Fluss und Breitling bleiben – da ist es in diesen Tagen genauso heiß wie an Land. 30 Grad waren es bereits am Montagvormittag in Warnemünde, obwohl ein kleines Gewitter zuvor die Feriengäste weckte.
Das Sax´n Anhalt Orchester aus Magdeburg kennen die Warnemünder schon seit einigen Jahren. Die bemerkenswerten Musiker waren schon bei vielen Veranstaltungen im Seebad mit dabei. So dauerte es am Sonnabend auch nur wenige Minuten, als sie am Leuchtturm eine breite Zuschauermenge um sich scharrten.
Bei diesem Jazz rückte sogar der Lauf der Triathlonsportler in den Hintergrund. Trotz der Hitze tanzten sogar eine Paare nach den jazzigen Klängen.
Das war nicht anders zu erwarten: Es gibt schon wieder eine Reihe von Unstimmigkeiten für die bevorstehende Sanierung der Friedrich-Franz-Straße. Diesmal geht es eigentlich um alles. Das Kopfsteinpflaster soll so belassen werden, wie es ist. Die genehmigte Baumfällung soll zurück genommen werden.
Die Straße ist nach Meinung der Anwohner, keine reine Anliegerstraße. Hier wälzten sich trotzdem Schwertransporte durch, die zu den Geschäften am Leuchtturm fahren. Die Einstufung müsste als Durchfahrtsstraße erfolgen. Auch die Stellplätze für Pkws würden sich bei einer Umgestaltung drastisch reduzieren. Der Startschuss zu den Sanierungen in der Friedrich-Franz-Straße und Anastasiastraße, dürfte noch in weiter Ferne liegen.
Die beiden ehemaligen FDGB-Urlauberschiffe Völkerfreundschaft und Arkona trafen sich vergangene Woche in Warnemünde. Die Arkona machte an ihrem ehemaligen Liegeplatz fest, obwohl dieser heute völlig anders aussieht als vor 25 Jahren. Damals ließ die DDR-Administration das Sichtfeld für Neugierige einschränken. Sie stellte ein riesiges Werbeplakat vor dem Schiff auf.
Die ehemalige Arkona war das erste ZDF-Fernsehtraumschiff Astor und fährt heute unter dem Namen Quest for Adventure, was so viel heißt, wie „Suche nach Abenteuern“.
Die Völkerfreundschaft und ehemalige Stockholm ist heute nicht wieder zu erkennen. Allein der Schiffsrumpf blieb nach zahlreichen Umbauten erhalten. Viele Kenner und Passagiere der beiden historischen Schiffe kamen nach Warnemünde, um zu schauen, was von den Linern übrig geblieben ist. Die einstige Völkerfreundschaft erhielt mit verschiedenen Eignern zwischenzeitlich nicht weniger als acht andere Namen. Seit 2006 trägt sie die heutige Bezeichnung Athena.
Man sollte es kaum glauben, der Kreuzfahrthafen Warnemünde wird 2013 noch stärker frequentiert sein, als in diesem Jahr mit 180 Anläufen. Dazu trägt besonders die Rostocker Reederei AIDA Cruises bei. Legten in dieser Saison zwei Kreuzliner insgesamt 33 Mal in Warnemünde an, so sind es 2013 voraussichtlich 45 Anläufe.
Angenommen, der internationale Kreuzfahrtboom in der Ostsee verstärkt sich ebenfalls, könnte die Marke von 200 Anläufen erreicht werden. Damit wäre auch die Kapazität für den Hafen ausgereizt. Danach müssten neue Wege gegangen werden.
Nachdem die Erschließungsarbeiten für das neue Wohngebiet „Am Molenfeuer“ fast abgeschlossen sind, waren kürzlich die Munitionssucher bei der Arbeit, um das Gelände für die Bebauung freizugeben. Dieses Areal liegt in direkter Nachbarschaft des einstigen ARADO Flugzeugwerkes und wurde mehrmals von britischen Flugzeugen bombardiert.
Nachdem diese Untersuchungen abgeschlossen waren, wurde in der vergangenen Woche damit begonnen, die ersten Fundamente in den Boden zu bohren. Zunächst ist der Bau von drei Familienhäusern mit 64 Wohnungseinheiten vorgesehen.
… BIO – aah, mein Leibgericht! Am nächsten Sonntag ist es wieder soweit. Promenade und Strand stehen im Zeichen von BIO. BIO Gemüse, BIO Wurst, BIO Brot, ach was, man kann gar nicht alles aufzählen was es an BIO Produkten gibt. Natürlich auch die Eier von wild herumlaufenden Hühnern und Hähnen. Sie fragen sich jetzt, Hähne? Legen die auch Eier? Gewiss nicht, aber aus glücklichen Hühnern kommen auch Eier und aus denen werden wieder glückliche Hühner schlüpfen. Der Kreislauf schließt sich. Leider ist nicht überall BIO drin, wo BIO draufsteht. Aber unser Landwirtschaftsminister wird schon dafür sorgen, dass alles rechtens ist. Schließlich ist sein Land Mecklenburg-Vorpommern Deutschlands BIO Hochburg. Sagt er jedenfalls. Das bisschen Antibiotika macht uns ungewollt sogar noch gegen Krankheiten immun. Stimmt zwar nicht, hört sich aber gut an. Wie so vieles.
Jedenfalls hat uns die Hanse Sail schönes Wetter gebracht. Ja, man muss nur ein paar Segler an die südliche Ostsee ordern. Die bringen dann den Sonnenschein mit. Was dann kam war des Schönen zu viel. 30 Grad im Schatten, da nützte auch FKK nichts mehr. Auf den Straßen ist FKK ohnehin nicht zugelassen. Mit meinen abgeschnittenen Jeans war ich gut dran. Am Strand bot sich ein Bild, das einer Schwimmweltmeisterschaft glich. Die besten Ränge befanden sich im oder am Wasser. Und bei solch einem Wetter fand in Warnemünde der 30. Rostocker Triathlon Wettkampf statt. Lichtblick war bei den 30 Grad Lufttemperaturen, das Schwimmen im 20 Grad kalten Alten Strom. Alles andere war Schinderei. Auch die Beach Basketball Landesmeisterschaften waren eine Quälerei im heißen Strandsand von Warnemünde. Und da sage einer, in Warnemünde wäre nichts los. Ich bin da ganz anderer Meinung. Bereits am nächsten Sonntag geht es weiter.
Mittlerweile finde ich, die Bahnhofsbrücke ist zu schmal. An jeder Seite müsste die Brücke um einen Meter verbreitert werden. Die Kreuzlinerpassagiere sind von Warnemünde immer wieder begeistert und viele waren schon sauer, dass sie eine Sightseeingtour nach Berlin gebucht hatten. Warnemünde gibt viel mehr her! Na ja, das wissen wir Warnemünder seit langem. Immer gibt es etwas zu sehen, zu hören und auch zu riechen. Manchmal gab es auch Streit, wie bei der Alexandrinenstraße. Das wiederholt sich jetzt bei allen sanierungsbedürftigen Straßen. Im Moment sind die Friedrich-Franz-Straße und die Anastasiastraße dran. Später wird es der Kirchenplatz sein. Er steht sogar auf der Umgestaltungsliste. Die Kirche soll aber zum Trost aller Warnemünder an Ort und Stelle stehen bleiben!
Zum Schluss noch eine Bemerkung zu der tropischen Luft am letzten Wochenende: Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt! Das meint heute, schweißtriefend nass, Ihr Warnemünder Gerhard Martens.