Es braucht niemand Angst zu haben. Beim 3. Warnemünder Wintervergnügen wird es keinen Regen geben. Dafür zeigt sich der Winter einmal wieder von seiner kalten Seite. Für alle vorbereiteten Vergnügungen heißt es nur noch, sich warm anzuziehen. Bei Ostwind, der durchaus die Stärke 4 erreichen kann, zieht die eisige Kälte über den Strand. Glaubt man den Prognosen der Wetterfrösche, wird es am Freitag und Sonnabend sogar anhaltenden Sonnenschein geben.
Ein besonderes Veranstaltungshighlight sind auch in diesem Jahr die Pferderennen und Reiterspiele am Strand, die alle Besucher vor der malerischen Ostsee-Kulisse begeistern. Auch die Eisbader werden mit dem Eisfasching wieder für Staunen und Vergnügen sorgen. Wem das zu kühl ist, genießt einfach das Strandlagerfeuer bei Partystimmung, flaniert über die Bummelmeile auf der Promenade oder feiert den Leuchtturm-Winter-Rock. Zu diesem musikalischen Event laden zahlreiche Restaurants, Kneipen und Cafés in Warnemünde ein. So steht der Abend des 3. Februars ganz im Zeichen der Rockmusik, während am 4. Februar die Oldie-Nacht in Kneipen und am Strand für gute Laune sorgen wird. Am Sonntag, 5. Februar, sind die Warnemünder Geschäfte geöffnet und laden Gäste und Einheimische bei bester Unterhaltung zum Bummeln ein.
Auch die Kleinsten freuen sich auf ein buntes Programm. Am Strand Drachensteigen, Ponyreiten, eine Fackelwanderung oder Karusselfahren lassen jedes Kinderherz höher schlagen. Außerdem können sich die Kleinen ganz nach ihrem Vorbild Clown Pelli schminken lassen, der mit Spiel, Spaß und Akrobatik alle begeistern wird.
Zum Aufwärmen geht es zur Après Ski Party oder, wem das nicht reicht, gleich in die Strandsauna. Mit einem Ausblick auf den Sommer geht es dann am Sonntag zur Strandgymnastik ganz nach dem Motto „Nieder mit dem Winterspeck“.
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Ein sibirisches Hochdruckgebiet namens Cooper brachte der Mecklenburgischen Küste nun doch noch eiskalte, aber klare Winterluft. Da die westliche Ostsee mit ihren 4 Grad noch vergleichsweise warm ist, machte sich die Kälte im zweistelligen Minusbereich hier bislang noch nicht breit.
Gegen Ende dieser Woche kann es – so die Prognosen – aber auch in Warnemünde bitterkalt werden. Die Schneehöhe beträgt im Seebad zurzeit knapp 3 Zentimeter. Die Straßen sind durchweg geräumt. Benannt wurde das umfangreiche Kältehoch nach dem amerikanischen Arzt Kenneth H. Cooper, der Ausdauerdauertests an Sportlern unternahm.
Bereits Anfang Dezember feierten die Reederei Scandlines und die P + S Werften einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Indienststellung der zwei Fährschiffs-Neubauten. Die „Berlin" kam vor rund 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft auf den P + S Werften in Stralsund erstmals mit dem Element Wasser in Berührung.
Er war der schönste Kastanienbaum in der Alexandrinenstraße. Viele Warnemünder hofften noch im letzten Jahr, dass dieser letzte Kastanienbaum erhalten bleibt. Doch das ist bei den umfangreichen Rekonstruktionsmaßnahmen leider nicht möglich. Außerdem steht er an der schmalsten Stelle der Straße und seine Krone überspannte die gesamte Straßenbreite.
Der Baum neigte sich in den letzten Jahren zur Straße, so dass er bei Unwetter eine Gefahr für die umstehenden Häuser darstellte. Jetzt wurde die Kastanie mit beträchtlichem Aufwand beseitigt. Gefällt konnte der Baum nicht werden, so wurde er mit einer Kranleiter stückweise abgetragen.
Wie auf unserem Foto von gestern zu sehen ist, wirkt die Alexandrinenstraße im oberen Teil jetzt ziemlich kahl. Doch an diesen Anblick werden sich die Warnemünder und ihre Urlauber gewöhnen müssen. Als die Kastanie vor mehr als 100 Jahren angepflanzt wurde, sah es sicherlich ähnlich aus. In den nächsten 30 Jahren wird ein junger Baum in diesem Straßenbereich wachsen, und niemand wird sich mehr an die alte Kastanie erinnern.
Auf dem Jahresempfang der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing im Kloster zum Heiligen Kreuz, wurden beeindruckende Zahlen genannt. Im Bereich der Hansestadt Rostock und des Ostseebades Warnemünde wurden rund 1,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Das trotz des miesen Sommers! Damit wurde das Vorjahrsniveau erreicht.
Der Umsatz, den die Tourismusbranche einbringt, liegt bei 500 Millionen Euro. Gegenwärtig wird von der Firma dwif-Consulting ein Tourismuskonzept bis zum Jahre 2022 erarbeitet. Ob die Münchner Firma, welche aus Teams der bayrischen Landeshauptstadt und Berlin besteht, die Rostocker Marketing und Tourismuszentrale neutral berät, muss abgewartet werden. Die Interessen sind sehr unterschiedlich und nicht ohne Konkurrenz.
Noch ist nicht zu erkennen, was aus dem ehemaligen Fischrestaurant „Warnemünder Deel“ am Alten Strom werden soll. Die Bauarbeiter halten sich bedeckt. Auf jeden Fall hat sich der Besitzer mit seiner Frau in die wohlverdiente Rente abgemeldet. Jetzt wird hier fleißig umgebaut.
Das Gebäude ist eines der ältesten Geschäftshäuser am Alten Strom. Bereits vor dem Krieg befand sich in dem Fischerhaus die Eisdiele Evert mit Außerhausverkauf. Auch nach dem Krieg wurde hier weiter Straßenspeiseeis verkauft. Erst nach der Wende entstand aus der Eisdiele eine beliebte Fischgaststätte. Inzwischen ist die Konkurrenz am Alten Strom sehr stark geworden. Das Restaurant verlor viele Gäste. Die Warnemünder sind gespannt, ob das Haus weiter als Restaurant genutzt wird, oder ob hier ein weiteres Textilgeschäft einzieht.
wenn der starke Frost es will. Die Arbeiten am Nordkreuz sind noch längst nicht abgeschlossen. Viele Feinheiten sind noch abzuarbeiten. Nun hat der strenge Frost die Arbeiten fast zum Erliegen gebracht. Der Frost ist bereits 30 cm ins Erdreich eingedrungen.
Im Frühjahr, das heißt etwa April/Mai, soll das gesamte Objekt übergeben werden. Allerdings sind die wichtigsten Arbeiten bereits abgeschlossen und der Verkehr läuft ungestört über das Nordkreuz. Nur die Stadtbusse müssen noch ihren alten Kurs um den Lortzingkreisel fahren.
Das Warnemünder Wintervergnügen macht es möglich: Am Sonntag dürfen die Geschäfte wieder von 12 bis 17 Uhr öffnen. Wer bisher nicht mehr mit einem Wintereinbruch gerechnet hat, kann sich wärmende Winterbekleidung zulegen.- wahrscheinlich zu Winterschlussverkaufspreisen.
Es ist zwar noch eine Weile hin, aber die Warnemünder Evangelische Kirchgemeinde arbeitet zukunftsorientiert. Für den 15. und 16. September lädt sie alle, die vor 50 Jahren konfirmiert wurden und in Warnemünde leben, ganz herzlich zur Goldenen Konfirmation ein. Dabei sollen gleichzeitig die notwenigen Urkunden ausgegeben werden. Anmeldungen werden schon jetzt erbeten.
Die Stadt will sich wieder einmal unbeliebt machen. Am millionenschweren Nordkreuz wird es keine Sanitäranlage geben. So jedenfalls sind derzeit die Vorstellungen des Stadtbauamtes. Der Protest der Einheimischen folgte auf den Fuß. Die Warnemünder sind ungehalten, kreuzen sich hier nicht nur der umfangreiche S-Bahn- und Busverkehr, sondern auch viele Strandbesucher werden am Haltepunkt Warnemünde Werft aussteigen, um an die Ostsee zu gelangen.
Eine Trockenbehelfstoilette wird grundsätzlich abgelehnt. Eine gute Gelegenheit, sich mit dieser Sanitäranlage zu profilieren, bieten die Oberbürgermeisterwahlen der Hansestadt Rostock. Der Ortsbeirat von Warnemünde interveniert wegen dieser Anlage bereits seit Monaten. Im Frühjahr soll der gesamte Komplex Nordkreuz seiner Bestimmung übergeben werden, ob nun mit oder ohne Klo.
Der Werftbahnhof wird bereits seit einiger Zeit wieder zweigleisig von den S-Bahnen angefahren. Es sind schmucke saubere Bahnsteige zu beiden Seiten des Haltepunktes entstanden. Bekanntmachungen sind von einer elektronischen Tafel abzulesen.
Wer von Rostock kommt muss den Tunnel benutzen, um ins Seebad zu gelangen. Wer abreisen will, gelangt ohne Schwierigkeiten auf den Bahnsteig in Richtung Rostock.
Im Rahmen der Eindeichung des Seebades von Süden her, führt der Fußweg von der neuen S-Bahnbrücke jetzt auf der Ostseite der Werftstraße zur Stromfähre. Der letzte Abschnitt von der ehemaligen Bahnschranke bis zum alten Terminal wurde dieser Tage für den Fußgängerverkehr freigegeben. Für den Autoverkehr gibt es noch einige Einschränkungen.
Die Vertiefung des Wendebeckens braucht vorläufig noch nicht unterbrochen werden. Zunächst treiben nur kleine dünne Eisschollen auf der Warnow. Sie stammen aus dem Rostocker Warnowbereich, der kaum salzhaltig ist und daher schneller gefriert.
So verläuft der Schiffsverkehr Überseehafen und Ostsee völlig normal. Sollte mit dem Ostwind kälteres Seewasser kommen, könnte sich auch in der Warnowmündung Eis bilden. Doch mit 4 Grad ist das Meer gegenwärtig noch zu warm.
Für das Terminal am Kreuzfahrthafen ist das Bäderschiff MS BALTICA doch etwas zu klein geraten. Das Schiff hat hier Zuflucht vor dem Seegang an der Westmole, wo sich ihr eigentlicher Stammliegeplatz befindet, gefunden. Etwas merkwürdig sieht es schon aus, wenn ein kleines Bäderschiff vor dem großen Kreuzfahrtterminal fest macht.
…ich verstehe einfach verschiedene heimische Medien nicht, die versuchen, unsere Küste schlecht zu reden. Da konnte man auf der Titelseite einer heimischen Tageszeitung lesen, dass die Ostseeküste immer gefährlicher wird. Sie wird nicht gefährlicher, sie ist gefährdeter. Das ist schon seit Jahrtausenden so, und sie wird es auch immer bleiben. Ich kenne die Warnemünder Steilküste Stoltera seit meiner Kindheit, und jährlich kam es zu beträchtlichen Küstenabbrüchen. So erinnere ich mich noch an offizielle Wanderwege zum Kap Stoltera, die es längst nicht mehr gibt. Wege, von denen man auf den schmalen mit Geröll und Granitblöcken bedeckten Strand schauen konnte. Die Wege sind seit Jahrzehnten verschwunden. Es ist keine Sensation und von meisten Einheimischen wurde es kaum bemerkt.
Plötzlich waren wieder neue Wege da. Die Steilküste der Stoltera ragte vor rund 1.500 Jahren wenigstens zwei Kilometer weiter in die Ostsee, als heute. Hier geschieht also etwas völlig natürliches. Nun gab es kürzlich an ein paar Tagen auch noch Sturmhochwasser. Das Meer kratzte an einigen Stränden. Das glich sich danach wieder mit einem Niedrigwasserstand aus. Übrigens geht durch die Abbrüche an der Warnemünder Stoltera kein Sandkorn oder Steinchen verloren. Irgendwann mit der westlichen Wellenrichtung kommt der Sand in Warnemünde an, und er verbreitert fast unbemerkt unseren Strand. Diesem Phänomen verdankt Warnemünde seine Existenz. Warnemünde steht auf dem Sand aus der Stoltera. Gäbe es sie nicht, wir würden ziemlich nass in der Breitlingbucht stehen.
Wegen des sandigen Untergrundes muss Warnemündes neuestes Hotel an der Strandpromenade auf so vielen Stahlbetonpfählen stehen. Es wundert mich immer wieder, dass der Warnemünder Leuchtturm noch so sicher steht. Er wurde vor 122 Jahren auf Holzpfählen errichtet und trotzt seither allen Orkanen, die über Warnemünde hinweg zogen. Auf seiner obersten Plattform können sich frisch vermählte Ehepaare zur Sicherheit vom Leuchtturmwärter einer zusätzlichen Trauung unterziehen lassen. Um die Ehe dreifach abzusichern, steht dann der Pastor in der Kirche bereit und segnet das Bündnis zum dritten Mal ab. Absolute Sicherheit ist das auch nicht, aber eine Teilgarantie zumindest.
Als mich meine Frau vor mehr als 50 Jahren in der Warnemünder Vogtei heiratete, hatte der Leuchtturm leider geschlossen. Also mit nur einer Trauung kommt man auch durchs Leben. Das meint heute zu den Fragen und Möglichkeiten der Zeit Ihr Warnemünder Gerhard Martens.