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Warnemünde: "Balmoral" beendet besucherstärkste Kreuzfahrtsaison

Mit dem morgigen Anlauf der Mit dem morgigen Anlauf der "Balmoral" endet die Kreuzfahrtsaison 2017 in Warnemünde.11. Oktober 2017

Morgen früh, gegen 8.00 Uhr wird das Kreuzfahrtschiff Balmoral von der Reederei Fred. Olsen Cruise Lines am Liegeplatz P7 in Warnemünde festmachen und die bislang besucherstärkste Kreuzfahrtsaison in Rostocks Ostseebad beschließen. Bei den 190 Schiffsanläufen in diesem Jahr sind insgesamt 892.000 Seereisende an und von Bord der Urlauberschiffe gegangen. „Warnemünde ist sowohl beliebter Transithafen für internationale Gäste als auch Start- und Zielhafen für deutschsprachige Kreuzfahrtouristen“, sagt Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH.

Von den 190 Schiffsanläufen von 36 Kreuzfahrtschiffen wurden 173 in Warnemünde und 17 im Überseehafen betreut. Das größte Schiff der Saison war die Norwegian Getaway mit einer Bruttoraumzahl von 145.655 und einer Kapazität von etwa 4.800 Passagieren. Bei 111 Anläufen fanden Voll- bzw. Teilreisewechsel statt. So schickte die Rostocker Reederei Aida Cruises mit der AIDAdiva und AIDAmar wieder zwei Schiffe vom Basishafen Warnemünde 40 Mal auf Ostseekreuzfahrt. In diesem Jahr hatten 24 internationale Reedereien den Ostseehafen an der Warnow in ihre Reiseplanungen aufgenommen.

Zu den Höhepunkten der Saison zählten fünf Erstanaläufe und drei Vierfachanläufe von Kreuzfahrtschiffen. Erstmals legten in Warnemünde an: Viking Sky am 28. April, MSC Magnifica am 13. Mai, Norwegian Getaway am 17. Mai, Seven Seas Explorer am 2. Juli und Columbus am 26. Juli. Vier Kreuzfahrtschiffe an einem Tag steuerten am 16. Juni, 26. August und 1. September die Warnowmündung an.

Unvorhergesehenes gab es wegen Starkwindes am 13. Juni beim Anlauf des größten diesjährigen Schiffes. Der Anlauf von Norwegian Getaway in Warnemünde konnte erst am darauffolgenden Tag erfolgen. Rund 400 Passagiere, die am 13. Juni an Bord gehen wollten, mussten und konnten kurzfristig in Warnemünder und Rostocker Hotels untergebracht werden. „Das war eine Herausforderung für alle beteiligten Unternehmen, die gemeinsam gemeistert werden konnte“, so Jens A. Scharner.

Die Deutschen stellten in diesem Jahr mit 120.000 Passagieren die größte Anzahl, gefolgt von 71.000 US-Amerikanern, 38.000 Spaniern, 33.000 Briten, 23.000 Kanadiern, 22.000 Italienern, 13.000 Australiern und 126.000 Touristen aus 146 weiteren Nationen. Zudem befanden sich etwa 155.000 Crewmitglieder aus 118 Ländern an Bord der Schiffe, von denen sich mehr als ein Drittel auf Landgang begaben. Rund 110.000 internationale Gäste unternahmen per Bahn, Bus oder Pkw einen Tagesausflug nach Berlin. Etwa 142.000 Passagiere entdeckten als Tagesgäste Warnemünde, Rostock oder Mecklenburg-Vorpommern und 195.000 Seereisende begannen und/oder beendeten ihre Kreuzfahrt im Passagierhafen an der Warnowmündung.

Auf Grundlage einer Studie der Universität Rostock zum Ausgabeverhalten der Passagiere und Crew-Mitglieder ist davon auszugehen, dass in der Saison 2017 rund 20 Millionen Euro von Seereisenden und Besatzungsmitgliedern insbesondere im lokalen und regionalen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, öffentlichen Personennahverkehr, bei Taxiunternehmen und Parkplatzbewirtschaftern in Warnemünde, Rostock und Umgebung ausgegeben wurden. Hinzu kommen die Umsätze, die Busreiseunternehmen, Bahn, Landausflugsagenturen, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Schiffsmakler, Lotsen und Hafenbetreiber durch die Kreuzschifffahrt erzielen. „Die Kreuzfahrtgäste und auch viele Crew-Mitglieder sorgen für eine große Wertschöpfung und bringen im Sommerhalbjahr internationales Flair in die Hafenstadt Rostock und das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern“, ist Jens A. Scharner überzeugt.

15 Kreuzfahrtschiffe machten in diesem Jahr bei 92 Anläufen von der Möglichkeit Gebrauch, sogenanntes Grauwasser vom Schiff direkt in das öffentliche Abwassernetz einzuleiten. Insgesamt wurden 23.000 Kubikmeter Schiffsabwässer entsorgt, knapp 2.000 Kubikmeter weniger als letztes Jahr.



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