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Neue Schiffbauhalle für MV Werften Warnemünde

Setzen den symbolischen ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau in Warnemünde: Oberbürgermeister Roland Methling, Genting Chairman und CEO Tan Sri Lim Kok Thay, Wirtschaftsminister Harry Glawe und  MV-Werften-COO Holger Tepper (v. l. n. r.)Setzen den symbolischen ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau in Warnemünde: Oberbürgermeister Roland Methling, Genting Chairman und CEO Tan Sri Lim Kok Thay, Wirtschaftsminister Harry Glawe und MV-Werften-COO Holger Tepper (v. l. n. r.)09. August 2017

Ein historischer Meilenstein: Acht Jahre nach dem vermeintlichen Werften-Aus für Mecklenburg-Vorpommern wurde heute in Warnemünde der symbolische erste Spatenstich für den Neubau einer wichtigen Schiffbauhalle der MV Werften gesetzt. Gefeiert wurde nicht nur der Spatenstich als solches, sondern auch das, mit 80 Millionen Euro, bisher größte Einzelinvestment des Landes: „Es gibt nichts Vergleichbares“, weiß Stefan Sprunk, Sprecher von MV Werften.  „Mit dem Spatenstich setzt das Schiffbauunternehmen ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Warnemünde werden auch die Stralsund und Wismar von den Erweiterungen profitieren“, sagt der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Nach eigenen Angaben investiert MV Werften allein über 100 Millionen Euro am Standort Rostock.

„Die Bedeutung der Halle ist groß, denn hier entstehen ab dem Jahr 2018 wichtige Teile der Global Class-Kreuzfahrtschiffe. Für die Megaliner sollen am Standort Warnemünde die Laserpaneel-Schweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden“, sagt der für Investitionen zuständige COO bei MV Werften, Holger Tepper. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen Global Class-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, so Glawe.

Die künftige Schiffbauhalle wird 385 Meter lang, 99 Meter breit und bis zu 24 Meter hoch. Herzstück des Hallenkomplexes wird eine hochproduktive semiautomatische Paneellinie, eine der modernsten Schweißanlagen der Welt. Sie kann Paneele von bis zu 25 x 16 Metern unter Einsatz des Laser-Hybrid-Verfahrens fertigen. Diese Technik ermöglicht Schweißen bei hoher Geschwindigkeit und in höchster Qualität bei weniger Wärmeeinbringung. Im künftigen Schiffbaukomplex werden 80 Großsektionen je Schiff der 342 Meter langen Global Class gefertigt. Die speziell für den asiatischen Markt konzipierten Kreuzfahrtschiffe mit 204.000 Bruttoregistertonnen bieten bei einer Viererbelegung pro Kabine insgesamt 9.000 Passagieren Platz.

„Heute ist ein guter Tag für unser fast 800-jähriges Rostock, denn mit dieser 80-Millionen-Euro-Investition werden in unserer Hansestadt Arbeitsplätze geschaffen, die vielen Familien Perspektiven geben. Der Schiffbau ist und bleibt ein traditionsreiches und tragendes Segment unserer pulsierenden Hansestadt am Meer“, freut sich Oberbürgermeister Roland Methling und das Stadtoberhaupt ist sicher: Die größten und modernsten Kreuzfahrtschiffe der Welt werden ab dem kommenden Jahr auch in Warnemünde gebaut.



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