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Die Spill-Story in witzigen Bildern und Geschichten

Der Musiker, Songwriter und Schnellzeichner Olaf Hobrlant ist immer für eine Überraschung gut: Sein neustes Werk ist ein Comic-Heft mit selbstgezeichneten Bildern und dazugehörigen Texten. Es beschreibt die Spill-Story, angefangen in Russland bis hin nach Warnemünde.Der Musiker, Songwriter und Schnellzeichner Olaf Hobrlant ist immer für eine Überraschung gut: Sein neustes Werk ist ein Comic-Heft mit selbstgezeichneten Bildern und dazugehörigen Texten. Es beschreibt die Spill-Story, angefangen in Russland bis hin nach Warnemünde.28. August 2017

„Der eine oder andere wird sich bestimmt wiedererkennen“, vermutet Olaf Hobrlant mit einem Schmunzeln im Gesicht – sein jüngstes Werk, den Spill-Comic „Take it easy baschalsta“, in den Händen haltend. Der Tausendsassa ist nämlich nicht nur als Musiker und Frontmann der Band Spill erfolgreich, sondern verdingt sich auch als Schnellzeichner. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er Texte und Zeichnungen für diese Graphic Novel in nur vier Monaten höchstpersönlich zu Papier brachte. „Ich habe einfach angefangen und der Fluss war da“, erinnert sich der Multi-Künstler, der so ganz nebenbei aus Hirschlederhäuten phantasievolle Indianerkostüme schneidert und diese anschließend mit viel Liebe zum Detail und tausenden kleinen Glasperlen bestickt.

Comics zeichnet Hobrlant seit seiner Kindheit gern. „Ich hatte mal wieder Lust, zu zeichnen und im Hinblick auf die großen Jubiläen – 800. Stadtgeburtstag, 70. Geburtstag meines Jugend-Idols Marc Bolan, 60. Geburtstag des Drummers Hartmut Götting und zehn Jahre Spill – war es auch irgendwie  an der Zeit, die Bandgeschichte zu erzählen. Warum nicht als Comic?“

Kennengelernt hatte er Lutz Dammann, den einstigen Mitbegründer von Spill, in den unendlichen Weiten Russlands: „Als die Trasse so gut wie fertig war, bauten wir dort Anfang der 90er Jahre eine Wohnsiedlung a la Toitenwinkel für russische Erdgasarbeiter im Ural. Wir verstanden uns gut und trafen eine Entscheidung: ‚Irgendwann machen wir gemeinsam Musik ‘“, führt der Rostocker aus. Doch die beiden verloren sich aus den Augen und bis Spill ihren ersten Auftritt hatten – das war 2007 – sollten noch 15 Jahre vergehen. Mit Mitte Vierzig erhielt Hobrlant zunächst seine Kündigung. „Mir war klar, dass ich mich in dem Alter auf dem Bau nicht mehr bewerben brauchte.“ Schließlich peilte er die berufliche Selbständigkeit als Musiker an und es folgte eine turbulente Zeit. „Singe Songs aus dem Leben und welche, die von Herzen kommen“, riet ihm Johnny Cash in einem Traum und es war an der Zeit, genau das zu beherzigen. In einer Warnemünder Kneipe traf er Lutz Dammann wieder und der brachte seinen Cousin Hartmut Götting als Drummer mit – das war die Geburtsstunde von Spill. Unzählige Songs hat Olaf Hobrlant seit dem geschrieben, darunter auch die zur 800-Jahr-Feier der Hansestadt produzierte Rockhymne „Rostock unser Licht im Norden“, die sich neben vielen neuen Songs und echten Spill-Klassikern auch auf der parallel zum Heft erschienenen Soundtrack-CD befindet. Mit dabei sind befreundete musikalische Webbegleiter, wie Peter Schmidt, Bernd die Stimme, Michael Treptow oder Christian Hänsel.

Auch wenn Dammann die Band mittlerweile verlassen hat, steht für Olaf Hobrlant fest: Die Spill-Geschichte wird weitergeschrieben. Und vielleicht, wenn der Comic gut ankommt, gibt es auch eine Fortsetzung von „Take it easy baschalsta“. Heft und CD sind in der Edition Rauch auf dem Wasser erschienen und kosten zusammen 18 Euro. Zu haben ist das Bundle im Coaast Schallplattencafé, in der Buchhandlung Krakow Nachf. und in der Mühlen-Apotheke.



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