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Die Fröhliche – Orang-Utan-Baby heißt Niah

Die stolze Mutter Hsiao-Nings erschien mit ihrem Baby Niah zum Taufakt.Die stolze Mutter Hsiao-Nings erschien mit ihrem Baby Niah zum Taufakt.11. September 2017

Lange sah es wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem indonesischen „Hati“, das Herz, und „Niah“, die Fröhliche, aus. Letztendlich gab es jedoch eine klare Mehrheit für Niah. 3.535 Stimmen entfielen auf „Niah“ und 2.636 auf „Hati“. Fast 7.000 Zoofreunde beteiligten sich an der Namenssuche. Der fünfte Geburtstag des 2012 eröffneten Darwineum bot am Freitag einen passenden Rahmen für die Taufe des zweiten Orang-Utan-Nachwuchses.

„Niah nimmt ihre Umwelt schon bewusster wahr“, berichtete Zookuratorin Antje Zimmermann. „Hsiao-Nings Baby entwickelt sich großartig und nimmt jeden Tag ein bisschen mehr die Dinge in seiner Umgebung auf. Sie wiegt jetzt schätzungsweise 1,8 Kilogramm und zeigt einen gesunden Hunger an der Brust ihrer Mutter.“ Hsiao-Ning kümmert sich nach wie vor rührend um ihr Kind. Auch in der Gruppe um Familienoberhaupt und Neuvater Sabas verläuft alles sehr harmonisch. Ihre Schwester Dinda zeigt ein großes Interesse für die Kleine. Sie sitzt oft mit Hsiao-Ning und deren Baby zusammen, schaut sich alles an und darf das Kleine auch ab und zu anfassen oder streicheln. Papa Sabas beobachtet lieber alles aus der Ferne, schaut aber hin und wieder mal mit entsprechendem Abstand kurz nach seiner Niah. Üblicherweise sind bei den Orang-Männchen die Vatergefühle nicht stark ausgeprägt.

Das Darwineum lebt und entwickelt sich ständig weiter. Es gibt immer wieder neue Tiere und Tierarten zu entdecken. Aus Sicht der zehn Tierpfleger zählen der Zuzug und die Integration weiterer Menschenaffen in der Tropenhalle sowie der Nachwuchs bei den Orang-Utans mit Surya 2013 und Niah 2017 zu den Höhepunkten in den vergangenen Jahren. So kam im Oktober 2012 das kleine Gorillamädchen Zola (9) aus dem Zoo Leipzig nach Rostock, Orang-Utan-Dame Dinda (11) im Dezember 2015 aus der britischen Monkey-World und Gorillajunge Kwame (6) im Oktober 2016 aus dem Zoo Heidelberg an die Küste. Alle drei haben sich nach ihrer Ankunft gut eingelebt.

Die 14 Menschenaffen im Rostocker Zoo, jetzt 15 mit Nesthäkchen Niah, sowie die anderen Kleinaffenarten vertilgen jedes Jahr rund 1.600 Eier, 5.500 kg Möhren, 70 kg Quark, 1.300 Stangen Sellerie, 2.900 kg Knollensellerie, 2.500 kg Zwiebeln, 3.000 kg Porree, 2.600 kg Spitzkohl, 2.000 kg Gurken und 10.000 Salatköpfe. Lieblingspatentiere sind die Orang-Utans mit zehn Paten, die Faultiere mit acht Paten und die Gorillas mit sieben Paten. Dagegen warten die Brazza-Meerkatzen, die Sugar Glider oder Fidschileguane noch auf die Unterstützung durch einen privaten Förderer oder einen Unternehmenspaten.

Foto: Zoo Rostock/Joachim Kloock



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